Medienberichte

13.8.2019: falter.at: Die Melkroboter
Niedrige Preise, Überproduktion, übermächtige Genossenschaften: Viele Milchbauern sind in einer Tretmühle gefangen. Die Rebellen von der IG Milch machen jetzt nicht mehr mit

IG-Milch-Rebell Ernst Halbmayr: „Wie geschunden die Bauern daherkommen, müde und gefangen in dem furchtbaren System” (Foto: Heribert Corn)

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EINLADUNG

ZUKUNFTSSYMPOSIUM 2019

REGIONALENTWICKLUNG II

Sonntag, 20. Oktober 2019, 11.00 Uhr – ca. 15.00 Uhr
Wirt im Feld, Ennser Str. 99, 4407 Dietach
(am Nordrand der Industriestadt Steyr)

„Zukunftsfähige regionale Versorgungswirtschaft“

Es geht um neue Perspektiven in einer regionalisierten Landwirtschaft. Durch Zusammenarbeit zwischen Bauern/Bäuerinnen, KonsumentInnen und dem regionalen Gewerbe wird für alle Beteiligten eine höhere Wertschöpfung mit mehr Autonomie angestrebt. Wir brauchen eine neue Form des betriebswirtschaftlichen Denkens und Rechnens. Christian Hiß, Referent des Symposiums zeigt, wie die Kosten der Umweltsanierung in die Betriebs-kosten eingerechnet werden. Dabei geht es um die Organisation kompletter und regionaler Wertschöpfungsketten – vom Rohprodukt bis zum Teller. Wir konnten ausgewiesene ExpertInnen und erfahrene PraktikerInnen für unser Symposium gewinnen.

Referenten:

  • Christian Hiß, Gärtner und Ökonom aus Freiburg. Seine Familie führte einen der ersten Biohöfe Deutschlands. Gärtnermeister, Pionier für regionale Wertschöpfung, Entwickler der Regionalwert AG. Autor von Büchern wie Regionalwert AG oder Richtig Rechnen, dabei zeigt Hiß auf, wie die Kosten der Umweltsanierung in die Betriebsrechnung einbezogen wird.
  • Andrea Heistinger aus St. Pölten, Agrarwissenschaftlerin, Soziologin, systemische Beraterin u. a. der „ARCHE NOAH“; zahlreiche Publikationen. Beide haben gemeinsam ein Forschungsprojekt zu diesem Thema bearbeitet. Heistinger ist Autorin mehrerer Bücher, zum Beispiel Handbuch Gemüse, Handbuch Samengärtner
  • Alexander Neunherz, hat an der Salzburger Universität in der ländlichen Entwicklung gearbeitet und in der Salzburger SPÖ
  • Julianna Fehlinger, ÖBV-Geschäftsleiterin, Expertin für außerfamiliäre Hofnachfolge

Wir freuen uns über Teilnehmer aus verschiedensten Bereichen:
Bauern/Bäuerinnen, KonsumentInnen, Fachleute der Regionalentwicklung, Bildungsfachleute, Schulleiter, Lehrer, Berater/Beraterinnen, Vertreter von Behörden im Bereich Ländliche Entwicklung im Ministerium für Nachhaltigkeit…

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Agrarpolitischer Grundkurs der ÖBV – Winter 2019/20

Das System verstehen – aus dem Rahmen denken – gemeinsam aktiv werden!

Wer “macht” eigentlich Politik?  – Was hat Handelspolitik mit unserem Essen zu tun?  – Wie funktioniert die gemeinsame Agrarpolitik der EU?  – Wie können wir Lebensmittelpolitik demokratisch gestalten? – Wie kann ich aktiv werden?
Gemeinsam für kleinbäuerliche Landwirtschaft & gutes Essen für alle!

Cartoon: Much

Für wen? Der Kurs richtet sich an alle, die Interesse an Agrarpolitik haben. An alle, die für kleinbäuerliche Landwirtschaft, in der Bewegung für Ernährungssouveränität oder für gutes Essen für alle politisch aktiv bleiben oder aktiv werden wollen.

Termine: 4 aufeinander aufbauende Module á 2 Tage: Di, 26. Nov / Mi, 27. Nov 2019 im Innviertel (OÖ), Do, 16. Jän / Fr, 17. Jän 2020 in Graz, Mo, 10. Feb / Di, 11. Feb 2020 bei Amstetten (NÖ), Di, 3. März / Mi, 4. März 2020 bei Innsbruck (Tirol)

Anmeldung: Frühbucher-Bonus bei Anmeldung bis 15. Sept 2019, Anmeldeschluss: 15. Okt 2019

Anmeldung und Fragen: veranstaltung@viacampesina.at, Tel: 01 89 29 400

Weitere Infos: https://www.viacampesina.at/Veranstaltung/agrarpolitischer-grundkurs-2019/

Veranstaltet von: Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung (ÖBV – Via Campesina Austria)

In Kooperation mit: KSÖ – Katholische Sozialakademie Österreichs, ARGE Region Kultur, Kuli – Kultur Land Impulse, EBI – Eigenständige Bildungsinitiativen, FIAN – Mit Menschenrechten gegen Hunger, IG-Milch

Flyer der Veranstaltung

 

Gedanken zum Tierschutzvolksbegehren – Beitrag aus der aktuellen IG-MilchPost

Beginnt man bei den Landwirten über Tierschützer zu reden, sollte man möglichst schnell in Deckung gehen, weil man sofort den Zorn, den Frust, den Ärger von uns Bauern über ihre täglichen Probleme abbekommt. Die Tierschützer scheinen das Hauptübel unserer ganzen Probleme in der Nutztierhaltung zu sein. Schließlich wird bei uns Bauern noch immer die über Generationen gewachsene Würde weitergegeben, dass bei uns noch immer der Deal zwischen Bauer und Tier gilt: „Ich gebe dir Schutz und Futter und du gibst mir bald einmal dein Fleisch!“
Und jetzt kommen „Vegane Träumer“ daher, verurteilen unsere Nutztierhaltung, beschimpfen uns Bauern als Tierquäler und  Umweltzerstörer und rufen die Konsumenten zum totalen Fleischverzicht auf. Sie wollen uns beweisen, dass es möglich ist, so die Welt zu retten, indem sie es uns vorleben, vergessen dabei aber auf ihren Hund. Er frisst täglich bestes Fleisch aus wohlportionierten Plastikbechern. Nur das Hundefutter (sowie diverse Flugreisen) hauen den Weltverbesserern ihre sonst so gute Ökobilanz zusammen. Also warum sollen wir Bauern uns mit diesen Leuten zusammensetzen und uns mit dem Tierschutzvolksbegehren auseinandersetzen?
Es gibt nur eine Antwort darauf: Weil es uns Bauern betrifft. Und zwar tagtäglich.
Die eine Seite unserer modernen Nutztierhaltung betreffen die Probleme der Massentierhaltung (auf die wir in Österreich durch den  wirtschaftlichen Druck auch schrittweise und schleichend zusteuern), der Überdüngung, der Zerstörung von ganzen Ökosystemen, dem Klimawandel durch unsere grenzenlose Teilnahme am Welthandel. Diesen Tatsachen müssen wir uns stellen, weil sie für uns Bauern ganz gravierende wirtschaftliche Auswirkungen haben.
Die andere Seite der Folgen unseres derzeitigen landwirtschaftlichen Systems erlebe ich bei vielen Diskussionsveranstaltungen und in meinem täglichen Umfeld. Das Bauernsterben, Frust und Hoffnungslosigkeit, eine Zerstörung der Würde unseres Berufsstandes liegt wie dichter Nebel über unseren Bauernfamilien. In einem Ausmaß, wie ich sie in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt habe (wobei ich unseren bäuerlichen Vertretern zu Gute halten muss, mit welchem Eifer sie dieser Entwicklung dagegenhalten. Mit Milchköniginnen bis zur Erdäpfelprinzessin vesuchen sie diesen Nebel zu vertreiben).
Wie stolz sind wir, wenn wir ein Kalb, einen fertig gemästeten Stier, eine Kuh in perfekter Qualität zum Verkauf anbieten können. Und wie groß ist der Frust, weil wir nicht den erhofften Preis dafür bekommen, weil wieder einmal der Markt mit ausländischem Vieh überschwemmt wird und gleichzeitig zu wissen, mit welchen Qualen diese Tiere transportiert werden. Sollten Tierprodukte aus dem Ausland (Käfigeier,  ukrainische Hühner aus Mastfabriken) billiger sein als österreichische Lebensmittel? Sollte es erlaubt sein, Tierqualprodukte bei uns zwar zu verbieten, sie aber gleichzeitig aus dem Ausland nach Österreich zu importieren? Sollten (EU-) Subventionen sich rein nach der Größe der Betriebe richten und nicht primär nach Kriterien von Tierwohl, Qualität und Umweltverträglichkeit? Sollte es wirklich günstiger sein,  Milchkälber quer durch Europa bis ins EU-Ausland zu karren und stattdessen hochgezüchtete Milchkälber aus den Niederlanden zu importieren? Gibt es dazu keine Alternative? Unsere Bauernfunktionäre reden uns ein, was für ein tolles Geschäft das Exportieren österreichischer Lebensmittel und Lebendtiere in die ganze Welt für uns Bauern ist. Bei der Abschaffung der Milchmengenregelung wurde uns eine rosige Zukunft prophezeit und das beste Geschäft aller Zeiten vorhergesagt. Aber das „große Fressen“ scheint alle (Industrie, Handel, Molkereien) satt zu machen, nur nicht uns Bauern!

Dieser Beitrag stammt aus unserer aktuellen Zeitschrift:

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Medienberichte

25.7.2019: schweizerbauer.ch: Milchproduktion: Produktionskosten nicht gedeckt
Rund 10 Cent (11 Rp.) je erzeugtem Kilogramm Milch haben in diesem Frühjahr den Milchbauern in Deutschland zur Kostendeckung gefehlt. Das ist laut Mitteilung der Milcherzeugergemeinschaft (MEG) Milch Board vergangene Woche das Ergebnis von Berechnungen des Milch Marker Index durch das Büro für Agrarsoziologie & Landwirtschaft (BAL).

Die Unterdeckung der Milchproduktionskosten lag weiter bei 22 Prozent. (Bildquelle: MEG)

Juli 2019: Trofaiacher Nachrichten: kpoe-steiermark.at: Neue Einheitswerte bringen viele Bauern in finanzielles Desaster
Am 1. Juni ist Weltmilchtag. Die Bauernfunktionäre, Landwirtschaftskammerobmänner und -präsidenten und Landesräte schwärmen wieder aus um alle zu überzeugen, wie gesund unsere österreichischen Lebnesmittel sind und dass wir diese Qualität nur durch das Bekenntnis der Konsumenten zu unserer kleinbäuerlichen Landwirtschaft erhalten können.

Juli 2019: Trofaiacher Nachrichten: kpoe-steiermark.at: Schuld ist immer der Konsument?
Gedanken von Gabi Leitenbauer und Bernd Kaufmann zu Tierschutz, Umweltschutz und Regionalität und wie diese zusammenhängen.

10.7.2019: blickinsland.at: Europäischer Verband der Milchindustrie befürwortet Mercosur
Der Europäische Verband der Milchindustrie (EDA) begrüßt das Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Ländern.

23.6.2019: Kleine Zeitung: Plädoyer für mehr Qualität und Regionalität
Bernd Kaufmann, Milchbauer aus Trofaiach, wünscht sich eine völlige Trendwende in der modernen Agrarpolitik. Und er erklärt warum.

27.6.2019: topagrar.at: Kritik an SVB-Luxuspensionen
1.335 der 16.515 Pensionisten in den Sozialversicherungsträgern erhalten eine Zusatzpension über 3.500 € monatlich und damit mehr als ein ASVG-Versicherter an Höchstpension bekommen kann. Gemessen an der jeweiligen Anzahl an Versicherten haben die Versicherungen der Eisenbahner (VAEB) und der Bauern (SVB) die meisten Luxuspensionisten.

26.6.2019: orf.at: Warnungen vor EU-Megadeal mit Mercosur
Die EU könnte in Kürze einen der größten Freihandelsdeals ihrer Geschichte abschließen. Es geht um einen seit Langem geplanten Pakt mit dem Mercosur-Wirtschaftsraum, also Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay. Der soll die Wirtschaft ankurbeln – doch Kritiker warnen vor verheerenden Folgen für Umwelt, Klima und Europas Landwirtschaft. Einer der größten Risikofaktoren ist dabei das Rindfleisch.

7.6.2019: topagrar.com: Frankreich: Dorftiergeräusche sollen Kulturerbe werden
Der Hahnenschrei, das Muhen von Kühen und das Blöken von Schafen sollen in Frankreich nationales Kulturerbe werden. Der Bürgermeister eines kleinen Dorfes in Frankreich hat es satt.

 

Aufklärung im Almflächenstreit: Beitrag aus der aktuellen IG-MilchPost

Almbauern haben für die Futterfläche gar keine Förderung erhalten

Almbauer Johann Fuchs aus Unken hat im Umrechnungssystem zur Einheitlichen Betriebsprämie entdeckt, dass aus der zu Grunde gelegten Fläche kein Euro Förderung berechnet und ausbezahlt werden konnte. Weiterlesen

Zeitungsabonnement

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Faironika in Aktion bei Berge-Übung

Die Freiwillige Feuerwehr Gleisdorf hat Ende Mai 2019 eine Berge-Übung abgehalten. Dabei wurde an unserer Faironika das Anlegen des Bergegeschirrs geübt. Wir hoffen, dass die Feuerwehr-Mannschaft nun bestens für den Ernstfall vorbereitet ist und danken dem Feuerwehrtierarzt des Bezirkes Weiz, Mag. Johannes Kalcher, für die Übersendung der tollen Bilder!

Radiosendung Ö1 am 12.6. 2019 um 13:00 Uhr

12.6. 2019, 13:00 Uhr, Ö1, Sendung: “Punkt eins”

Prost Milch!

Zwischen Almwiesen und Melkroboter
Gäste: Thomas Stollenwerk, Autor “Schwarzweißbuch Milch”, Chefredakteur des Magazins Biorama und Ewald Grünzweil, Bio-Milchbauer aus Oberösterreich, Obmann der IG-Milch
Moderation: Natasa Konopitzky. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79

Natasa Konopitzky spricht mit dem Autor Thomas Stollenwerk, Autor des “Schwarzweißbuch Milch” und dem oberösterreichischen Bio-Milchbauern Ewald Grünzweil über Milchimage, Milchmarkt und Milchproduktion: Welche Auswirkungen hatte das Ende der Milchquote auf den Milchmarkt? Warum könnten heimische Milchbetriebe ohne Subventionen nicht überleben? Unter welchen Bedingungen werden Milchkühe gehalten? Welche Auswirkungen hat die Technisierung der Ställe auf die bäuerlichen Arbeitsbedingungen und das Tierwohl? Und wo landet eigentlich die Milchüberproduktion?

https://oe1.orf.at/programm/20190612/556252/Prost-Milch

zum Nachhören: https://oe1.orf.at/player/20190612/556252

 

Medienberichte zum Aktionstag 31.5.2019

31.5.2019: noe.orf.at: Milchbauern kritisieren „Schüttgebühren“
Die IG-Milch übt Kritik an der Bundeswettbewerbsbehörde. Diese habe nichts dagegen unternommen, dass Bauern ihrer Gemeinschaft „Schüttgebühren“ bei Großmolkereien bezahlen müssten. Die Behörde weist den Vorwurf zurück.

31.5.2019: topagrar.at: Kritik an BWB und Großmolkereien
Nach dem Ende der Milchhandelsgesellschaft „Alpenmilch Logistik“ (ehemals „Freie Milch Austria“) mussten die Bauern zu den Molkereigenossenschaften zurückkehren. Die IG Milch kritisiert die Schüttgebühren von Berglandmilch und NÖM sowie das Einschlafen der BWB-Ermittlungen scharf.

Obmann Ewald Grünzweil und Ex-FMA-Geschäftsführer Ernst Halbmayr prangern die ihrer Überzeugung nach großen Missstände in der Molkereiwirtschaft an. (Bildquelle: Spanring)

30.5.2019: bauernladen.at: Milch macht Muckis
Am 1. Juni feierten wir den Weltmilchtag. Aber wir müssen auch reden: Über Muskelaufbau, das Comeback der Glasflasche, Bio und faire Preise.

30.5.2019: oekonews.at: Missstände am Milchmarkt gefährden KonsumentInnen und Klima
Die Lage am Milchmarkt ist nach wie vor sehr angespannt. Nur die starke Trockenheit letzten Jahres hat ein völliges Überlaufen des Marktes verhindert.

3.6.2019: medianet.com: IG Milch deckt Missstände in der Milchindustrie auf
In einer Pressekonferenz am 29. Mai 2019 anlässlich des Welt-Milch-Tages am 1. Juni informierten Mitglieder der IG Milch über die aktuell sehr angespannte Lage am Milchmarkt.

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Wien-Demo + Klimastreik 31.5.19

Gemeinsam mit ÖBV, FIAN, Attac und Netzwerk Soziale Verantwortung waren wir am Freitag, 31.5.19 wieder vor dem Raiffeisengebäude in Wien. Anschließend haben wir uns mit “FARMERS FOR FUTURE” bei der großartigen Klimademonstration mit Greta Thunberg für Klimagerechtigkeit eingesetzt!
Konzernmacht anprangern, Alternativen aufzeigen und AKTIV werden!

Fotos von Christopher Glanzl und IG-Milch – hier noch mehr Bilder

 

 

Missstände am Milchmarkt gefährden KonsumentInnen und Klima

Die Lage am Milchmarkt ist nach wie vor sehr angespannt. Nur die starke Trockenheit letzten Jahres hat ein völliges Überlaufen des Marktes verhindert. Trotzdem sind die Erzeugerpreise auf einem für diese Verhältnisse ausgesprochen niedrigen Niveau. Dies drückt auf die Stimmung am Land und lässt die Landflucht weiter zunehmen.
„Wir stehen am Land nicht vor einem Strukturwandel, sondern vor einem Strukturbruch“, so Ewald Grünzweil, Obmann der IG Milch. Der Niedergang des ländlichen Raums steht in ursächlichem Zusammenhang mit dem Niedergang der Preise für landwirtschaftliche Produkte. Doch anstatt darauf entschlossen und zukunftsweisend zu reagieren werden die alten Systeme fortgeschrieben. Noch mehr Produktion, mehr Intensivierung und Kapitalisierung sind die Standardrezepte in landwirtschaftlichen Fachschulen und in der Betriebsberatung. Gleichzeitig löst diese Entwicklung immer mehr Konflikte auf dem Land zwischen Landwirtschaft und der übrigen Bevölkerung aus.

„Wir von der IG-Milch haben alles unternommen um hier einen Systemwandel einzuleiten. Gemeinsam mit den Grünen Bäuerinnen und Bauern und der Via Campesina Austria haben wir vor vier Jahren ein Milchmanifest geschrieben, das heute aktueller ist denn je. Mit der Marke „A faire Milch“ haben wir seit nunmehr 13 Jahren einen direkten Anknüpfungspunkt an die KonsumentInnen“, so Ernst Halbmayr, Projektleiter A faire Milch.
Das notwendigste aber auch schwierigste Projekt war die Gründung der Erzeugerorganisation Freie Milch Austria. Leider war es nicht möglich diese so wichtige Initiative aufgrund der unfairen Wettbewerbspraktiken auf dem Milchmarkt zum Erfolg zu führen.

Der Gang zur Bundeswettbewerbsbehörde sollte unerträgliche Missstände in der Molkerei-Wirtschaft abstellen. Kritik am System wird mit Existenzvernichtung bestraft. „Ich habe das am eigenem Leib miterlebt“, so Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch.
Viele Verträge einzelner Molkereien sind nicht zeitgemäß, sondern vermitteln den Eindruck von Leibeigenschaft. Es ist unverständlich, dass die Ermittlungen nach dem Regierungswechsel eingestellt wurden und grenzt an Staatskorruption. Kein Wunder, dass der Leiter der Bundeswettbewerbsbehörde kurz darauf von der österreichischen Molkereiwirtschaft zu einer Tagung eingeladen wurde. Ein Schelm, der hier einen Zusammenhang sieht. So sind viele Betriebe weiterhin in der marktbeherrschenden Stellung der Berglandmilch gefangen, ohne die Möglichkeit einer fairen Behandlung, geschweige denn einer gerechten Bezahlung ihrer Milch.

All dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Qualität der Milch, sondern auch auf das Klima. Die ständige Intensivierung und Leistungssteigerung bei den Milchkühen macht die Tiere krank. Kranke Kühe geben keine gute Milch und die Anzahl der kranken Kühe steigt mit jedem Tag, wo das alte System fortgeschrieben wird.
Gleichzeitig wird auch das Dauergrünland unwiederbringlich zurückgedrängt, was zu Humusverlust im Boden und zu zusätzlicher CO²-Freisetzung führt.

„Eigentlich müsste man ja verzweifeln angesichts dieser Umstände. Aber der Weltmilchtag ist ein guter Zeitpunkt um die vernünftigen Kräfte zu mobilisieren. Je mehr KonsumentInnen sich für die Hintergründe und Abgründe interessieren, desto wahrscheinlicher ist, dass sich doch noch etwas zum Guten hin wendet. Ich für meinen Teil habe beschlossen aus der Milchproduktion auszusteigen, aber das macht es auch leichter meinen IG-Milch-Freunden beizustehen“ so Ewald Grünzweil.

Bad Leonfelden, 29. Mai 2019

Rückfragehinweis:

Ewald Grünzweil
Obmann IG-Milch
0664 2023869
office@ig-milch.at
www.ig-milch.at

Ernst Halbmayr
ehemaliger Geschäftsführer Freie Milch Austria
Projektleiter A faire Milch
0664 9249635
halbmayr@aon.at

 

O-Ton Pressemappe:

Am 1. Juni 2019 ist Welt-Milch-Tag: IG Milch deckt Missstände in der Milchindustrie auf
29.05.2019

Ernst Halbmayr:
“Was sind die konkreten Missstände in der Milchindustrie?”

Ewald Grünzweil:
“Inwiefern gefährdet die Milchindustrie den Konsumenten?”

Ewald Grünzweil:
“Inwiefern gefährdet die Milchindustrie das Klima? ”

Ernst Halbmayr:
“Was ist problematisch an der Überproduktion von Milch in Österreich?”

Ernst Halbmayr:
“Was ist die IG Milch?”

Ernst Halbmayr:
“Wie kann man als Konsument feststellen, ob eine Milch fair produziert wurde?”

Gesamte Pressekonferenz:
“Missstände am Milchmarkt gefährden KonsumentInnen und Klima”

 

Aktionstag am 31. Mai 2019 + Streiken mit Greta!

Aktionstag für Klimagerechtigkeit von System Change not Climate Change
Aktion und Kundgebung #FarmersForFuture

Die Klimakrise zeigt deutlich: So kann es nicht weitergehen! Anlässlich des “Aktionstages für Klimagerechtigkeit” und des “Weltmilchtages” wollen wir aufzeigen, was aus unserer Sicht ein wichtiger Fortschritt wäre: Statt ein immer besseres Klima für Konzerne zu schaffen braucht es endlich Platz für Alternativen! Die Machtkonzentration durchzieht alle wichtigen Bereiche unseres Agrar- und Lebensmittelsystems: Ob bei Milch, Fleisch, Saatgut, bei Tierzucht, Düngemitteln, Digitalisierung, Pestiziden, Maschinen oder im Handel. Diese Machtkonzentration ist nicht gut für ein gutes Klima für alle. Durch diese Global Player wird ein Agrar- und Ernährungssystem befördert, das in die falsche Richtung geht. Wir wollen in der Klimakrise nicht von diesen Playern abhängig sein. Zusätzlich können Konzerne mit den ISDS-Sonderklagerechten in Handels- und Investitionsabkommen Regulierungen zum Schutz von Umwelt und Klima aushebeln. Deshalb fordern wir endlich Platz für Alternativen! Diese müssen demokratisch sein. Das wollen wir bei dieser Aktion zum Ausdruck bringen und rufen zur Beteiligung auf! Hinkommen und mitmachen! #FarmersForFuture

Aufruf von Nyéléni Austria  – Bewegung für Ernährungssouveränität, ÖBV-Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung, IG-Milch, FIAN Österreich, Attac, Netzwerk Soziale Verantwortung, Südwind

www.ernährungssouveränität.at   www.klimacamp.at/aktionstag

 

Wir werden dann auch noch bei der Klimastreik-Aktion Fridays for Future Austria am Heldenplatz dabei sein!

Beginn 11.55 Uhr

Fridays For Future Austria wird bei einem gemeinsamen Streik mit Greta Thunberg in Wien ein Zeichen setzen, um die Entscheidungsträger*innen aufzufordern, gegen das Fortschreiten des Massenaussterben und der Klimakrise vorzugehen. Greta wird dazu eine Rede halten, ebenso Vertreter*innen der österreichischen Fridays For Future Ortsgruppen.

 

Streiken wir zusammen mit Greta! Farmers for Future streiken mit! Streiken wir alle mit!

FB Banner

Wir spüren tagtäglich und direkt die Folgen der Klimakrise und des Artensterbens. Wir wollen gute Lebensmittel für alle produzieren. Damit das auch in Zukunft möglich ist, brauchen wir endlich neue Wege! Wir wollen eine Landwirtschaft, die nicht die eigenen Grundlagen zerstört. Weiter wie bisher ist keine Option!

Es braucht mehr neue Bauernhöfe! Für Agrarökologie! Für Vielfalt und Klimagerechtigkeit! Deshalb streiken wir!

Busfahrplan zur Wien-Aktion:
Abfahrtszeit        Treffpunkt
05:00 Uhr            Vorderweissenbach
05:05 Uhr            Grünzweilreith
05:10 Uhr            Bad Leonfelden
05:15 Uhr            Stiftung
05:20 Uhr            Zwettl/Rodl
05:30 Uhr            Glasau
05:40 Uhr            OBI, Freistädter Straße 302, 4040 Linz
06:20 Uhr            Landzeit St. Valentin
06:40 Uhr            Parkplatz Autobahnabfahrt Amstetten West
07:05 Uhr            Autobahnabfahrt Ybbs
ca. 8:00 Uhr       Ankunft Wien

ca. 13:00 Uhr      Rückfahrt

Wer noch weitere Zustiegsmöglichkeiten sucht, bitte im Büro oder beim Ansprechpartner melden!

 

EINLADUNG PRESSEGESPRÄCH

Die IG-Milch lädt anlässlich des Weltmilchtages zum Pressegespräch:

Mittwoch, 29. Mai,  10:30 Uhr

Das Lokal im Hof KG, ehemalige Zentrale der Alpenmilch
Viktorgasse 22 / Weyringergasse 36
1040 Wien

Thema: Missstände am Milchmarkt gefährden KonsumentInnen und Klima

Teilnehmer:
Ewald Grünzweil, Obmann IG-Milch
Ernst Halbmayr, ehemaliger Geschäftsführer Freie Milch Austria
Johann Furtmüller, ehemaliger Geschäftsführer Bio Molkerei Lambach

 

Medienberichte

22.5.2019: krone.at: Vor der EU-Wahl: Steirische Bauern kämpfen gegen Bürokratie-Wahn
Vor der EU-Wahl am Sonntag wird die Forderung wieder ganz laut: endlich weg von überbordender Bürokratie! Vor allem steirische Bauern wenden Dutzende Stunden im Monat für den Amtsschimmel auf und wollen sich nicht mehr „überregulieren“ lassen; die Lebensmittelkennzeichnung wird gar als Schikane gesehen.

20.5.2019: schweizerbauer.ch: Milchbauern «sterben» langsamen Tod
Das Bekenntnis zur bäuerlichen Landwirtschaft ist eine Standardphrase der deutschen Politik. In Wahrheit stirbt die bäuerliche Landwirtschaft einen langsamen Tod, wie das Beispiel der chronisch defizitären Milchproduktion in Deutschland zeigt.

17.5.2019: sn.at: “Rettet die Kühe auf unseren Wiesen”
Milchpreise im Keller, Bauernsterben und trotzdem eine Überproduktion am Milchmarkt. Durch die Orientierung auf den Weltmarkt kommen unsere Kleinbauern still und leise unter die Räder.

14.5.2019: meinbezirk.at: Das ist “freie Marktwirtschaft”!
Die Landwirtschaft ist schon seit Jahren aus den Rudern gelaufen. Ein Appell an die Landwirte also: Lasst euch nicht von eurer Kammer und dem Ministerium so fehlleiten! Letztendlich werdet wieder IHR den Preis dafür bezahlen, dass andere das große Geld machen können. Ihr zerstört eure eigenen Lebensräume! Nachhaltigkeit schaut anders aus!

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Faironika zu Gast!

Unsere Faironika hat sich in der zweiten Mai-Woche auf den Weg nach Graz gemacht zu den Schülern der HLW Schrödinger.

Dort war sie nicht nur sehr beliebt, sie hat auch im Rahmen der Aktion “White Friday – White T-Shirt” für Aufklärung zu Themen rund um Klima und Ernährung gesorgt: wie z.B.

“Was hat Fleisch mit dem Klima zu tun?”

Wir danken Frau Magister Sabine Stegmüller-Lang für die Organisation!

   

 

Medienberichte

29.4.2019: daserste.de: Video: Die Story im Ersten: Gekaufte Agrarpolitik?
| 43:35 Min. | Verfügbar bis 29.04.2020

Die EU verhandelt derzeit eine Reform der Agrarpolitik. Das klingt technisch, dahinter steckt aber die Frage: Welche Landwirtschaft wollen wir haben?

28.4.2019: sueddeutsche.de:Landwirtschaft: Fragwürdige Verflechtungen
Eine Studie des Instituts Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen weist nach, wie eine kleine Gruppe von Akteuren aus Politik, Bauernverband und Agrarwirtschaft Schlüsselpositionen besetzt.

Trockenheit in der Landwirtschaft

Der Studie zufolge wirke die Agrarpolitik in Europa “zunehmend belastend” auf Biodiversität, Gewässer- und Luftqualität, das Klima, das Tierwohl und die Agrarstruktur.(Foto: dpa)

23.4.2019: weltagrarbericht: Intensivierung: Höhere Erträge auf Kosten der Artenvielfalt

land

Große Flächen, intensive Nutzung, geringer Artenvielfalt (Foto: CC0)

Die Intensivierung in der Landwirtschaft hat ihren Preis, da sie zulasten der Biodiversität geht. Wie hoch der Verlust der Artenvielfalt allerdings je nach Grad der Intensivierung der Landnutzung ausfällt, haben nun Wissenschaftler unter Leitung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) ermittelt. Rund 80% der Landflächen in Europa sind besiedelt und werden land- und forstwirtschaftlich genutzt, schreibt das UFZ in seiner Pressemitteilung. „Um die Erträge weiter zu steigern, wird die Nutzung intensiviert: Flächen werden zusammengelegt, um sie mit größeren Maschinen effizienter zu bewirtschaften. Es werden vermehrt Pestizide und Düngemittel eingesetzt oder eine größere Anzahl an Tieren auf der Weide gehalten.“ Solche Maßnahmen wirken sich zwar positiv auf den Ertrag, aber auch gleichzeitig negativ auf die Biodiversität aus, erläutert der Erstautor der Studie, Dr. Michael Beckmann. „Denn auch landwirtschaftlich genutzte Flächen bieten Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum.“

27.4.2019: blickinsland.at: EU-Milchproduktion wird weiter steigen
Die Milchproduktion der EU dürfte im Jahr 2019 weiter zunehmen. Die Zahl der Milchkühe war im Dezember 2018 in der Union zwar um 1,6% geringer als ein Jahr zuvor und die extreme Trockenheit des vergangenen Sommers wirkte sich negativ auf die Futterversorgung der Tiere aus. Ein erhöhter Kraftfutteraufwand in zahlreichen Ländern lässt jedoch die Milchleistungen je Kuh wieder steigen. Somit dürfte die Rohmilch-Anlieferung im ersten Quartal 2019 nur um 1% unter dem Rekordwert des Vorjahres liegen. Im Frühjahr und in der zweiten Jahreshälfte könnte die Erzeugung – normale Witterungsbedingungen vorausgesetzt – kontinuierlich zulegen und im Jahresschnitt um 0,7% auf 167,3 Mio. t steigen. Dies geht aus der jüngsten Kurzfrist-Prognose („Short Term Outlook“) der EU-Kommission hervor.

26.4.2019: kaernten.orf.at: Bauernprotest gegen Erhöhung von Einheitswert
Die zuletzt erhöhten Einheitswerte lassen Kärntens Bauern auf die Barrikaden steigen: Sie fordern erneut den Rücktritt von Landwirtschaftskammerpräsident Johann Mößler. Bei der Kammervollversammlung trat der Konflikt offen zutage.

19.4.2019: nachrichten.at: Politik will die heimischen Molkereien in einen Dachverband zwingen
LINZ/WIEN. Unter den gut 25.000 österreichischen Milchbauern herrscht Nervosität, weil der Lebensmittelhandel Druck auf die Preise von Molkereiprodukten ausübt. Die Politik will nun die Molkereien zur Zusammenarbeit zwingen, um wirtschaftlichen Spielraum zu schaffen.

18.4.2019: servus.com: Talk im Hangar 7: Mythos Milch: Gesund oder gefährlich
Milch, Käse, Topfen: Sie sind fester Bestandteil der österreichischen Küche – und obendrein gesund, wie uns Politiker und Mediziner versichern. Doch immer mehr Menschen begegnen dieser Behauptung mit Skepsis. Sie sind überzeugt: Milchkonsum trage Schuld an vielen Zivilisationskrankheiten von Übergewicht bis Diabetes und begünstige Krebs. Ist Milch tatsächlich gefährlich? Ist der menschliche Körper überhaupt darauf ausgelegt, Kuhmilch zu verdauen?

17.4.2019: servus.com: Factum:  Milch ist gesund, das erzählt uns die Werbung seit Jahrzehnten. Und nicht nur die Werbung: Die österreichische Ernährungspyramide empfiehlt drei Portionen Milch und Milchprodukte pro Tag. Doch brauchen wir tatsächlich Milchprodukte, um unseren Kalziumbedarf zu decken? Und kann zu viel Milch uns vielleicht sogar schaden?

16.4.2019: addendum.org: Milch – warum eigentlich?

16.4.2019: addendum.org: Wie die EU 400.000 Tonnen Milch verpulverte
Um den Milchmarkt zu stabilisieren, kaufte die EU ab dem Jahr 2014 400.000 Tonnen Milchpulver und lagerte sie ein. Inzwischen ist der Großteil davon verkauft – mit einem Verlust von geschätzt 24 Millionen Euro. Wo das Milchpulver gelandet ist, weiß niemand.

16.4.2019: otv.de: Floß: Faire Milchpreise in Europa und Afrika
Die Milchpreispolitik in der europäischen Union hat direkte Auswirkungen auf die Preise vor Ort in Afrika. Das wurde beim Besuch von 2 westafrikanischen Vertretern auf dem landwirtschaftlichen Anwesen von Werner Reinl in Floß heute noch einmal betont.

15.4.2019: vorarlberg.orf.at: „Wegwerftiere der Milchproduktion“
Männliche Kälber sind keine Nutztiere mehr, sondern tatsächlich „Wegwerftiere der Milchproduktion“, sagt die Bregenzer Tierärztin Tanja Warter. Wollte man Kälberexporte reduzieren, wäre eine grundlegende Umstellung der heimischen Landwirtschaft notwendig.

10.4.2019: tvthek.orf.at: Oberösterreich heute: Schwierige Zeiten für die heimische Landwirtschaft
Ministerin Elisabeth Köstinger hat bei einer Veranstaltung in der Raiffeisenlandesbank in Linz einen harten Kampf gegen finanzielle Einschnitte und für eine Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln, zur Abgrenzung von Billigprodukten aus dem Ausland, angekündigt.

5.4.2019: topagrar.com: Neue Einheitswerte belasten Bauern
Mit der Hauptfeststellung der agrarischen Einheitswerte stiegen die Einheitswerte und damit die Abgaben. Trotz teilweiser Abfederung bei Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge über 10% habe sich die Belastung bei manchen verfünffacht, beklagen Kärntner Landwirte. Erste Exekutionsandrohungen der SVB gibt es bereits.

3.4.2019: nzz.ch: Warum die Wertschöpfung in der Landwirtschaft so gering ist
Nicht die geringe Produktivität oder die hohen Produzentenpreise sind das Problem der Schweizer Landwirtschaft, sondern die geringe Wertschöpfung auf dem Bauernhof.

2.4.2019: 3sat.de: FILMTIPP: Milliardenschwer – Das System Milch
Milch ist Big Business. Hinter dem unschuldig anmutenden Lebensmittel verbirgt sich ein milliardenschweres Industriegeflecht. Profit wird auf Kosten der Umwelt, der Tieren, der Menschen und unserer Gesundheit gemacht. Dabei ginge es auch anders… ” Das System Milch” ist eine cineastische Reise über mehrere Kontinente, die mit Vorurteilen aufräumt und Lösungen aufzeigt.

6.4.2019: deutschlandfunk.de: Landwirte in Deutschland – Das Sterben der Höfe
Hohe Investitionen, geringe Erzeugerpreise: Landwirte müssen häufig ums Überleben kämpfen. Viele werfen das Handtuch, weil sie sich von der EU-Agrarpolitik nicht ausreichend unterstützt fühlen. Betriebe ab 200 Hektar aufwärts profitieren, Ökobauern dagegen haben es in Deutschland schwer.

24.3.2019: cio.de: Einschätzung von Zott, Ehrmann und DMK: Der Brexit könnte den Milchpreis senken
Abstrakt und irgendwie weit weg ist für viele Deutsche der geplante Austritt Großbritanniens aus der EU. Dabei könnten sie die Auswirkungen direkt zu spüren bekommen – etwa im Kühlregal.

7.3.2019: ndr.de: Niedrige Milchpreise: Bauern fordern Maßnahmen
Nordmagazin – 07.03.2019 19:30 Uhr: Milchbauer Peter Guhl kämpft für einen fairen Milchmarkt: Auch die Genossenschaftsmolkereien sollen den Bauern ihre Preise nicht mehr am Monatsende diktieren.

Einladung zur Veranstaltung

Veggieday und Bauernsterben

Die steirische Landwirtschaft zwischen EU-Richtlinien und Nahrungsmittelindustrie

Woher kommt unser Essen? Echt Bio, Gütesiegel, wie geht es den Bauern/Bäuerinnen, wenn sie Bio produzieren? Was trägt die EU dazu bei?

Mit:
* Ök.-Rat Franz Titschenbacher (Präsident Steirischer Bauernbund)
* Dipl.Ing.in Katharina Varadi-Dianat (Obfrau der ARGE Streuobst)
* Peter Kerschbaumer (Biohühnerbauer)

am Freitag, 26. April 2019, 19.00 – 22.00 Uhr
in 8020 Graz, Lagergasse 98a, Bildungsverein der KPÖ Steiermark

 

Beitrag aus der aktuellen IG-MilchPost: “Regionalentwicklung als Konfliktlösung”

Der ungelöste Kernkonflikt
Im reichen deutschen Bundesland Baden-Württemberg sind die Bauern so überschuldet, dass ein Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe bereits quasi den Banken gehört. Dies berichtet der Ökonom Christian Hiß aus Freiburg im Breisgau. Dabei sind das meistens gewachsene, große Betriebe. Die Politik ist ratlos. Ein solcher Zustand verschwendet viel Potenzial und sichert nicht mehr die Ernährung. Das muss erst in unseren Köpfen bewusst werden. Es macht sichtbar, dass dieses Wachstumssystem in sich selbst zerstörend ist. Wir sollten in Österreich die Bremse ziehen, denn auch bei uns dominiert inzwischen dieser Mechanismus der Intensivierung mit Wachstum der Betriebe und der Produktion ohne Grenzen (keine Quote), mit Überschüssen die den Erzeugerpreis des Bauern niedrig halten. Bauern geraten dabei in Überschuldung oder sie scheiden aus. Genau dieser gewaltvolle Mechanismus hat auch Österreich erfasst und dies trotz sehr guter Programme im Ministerium für Nachhaltigkeit wie das ÖPUL-Umweltprogramm, die Berg- und Biobauernförderung, die Programme für Ländliche Entwicklung. Warum machen die Bauern, selbst Biobauern, bei diesem destruktiven Mechanismus mit? Weiterlesen

Medienberichte

27.3.2019: adennum.org: factum: Großbauernhof contra Kleinbetrieb
Was ist besser fürs Tierwohl? Die Factum-Reporter gehen in der Rubrik „Planet B“ am Beispiel zweier Milchbauern der Frage auf den Grund, ob „Massentierhaltung“ wirklich automatisch schlechter für die Kuh ist als ein Leben auf einem Kleinbauernhof.

Weiterlesen

Filmtipp: “Wie schaffen wir die Agrarwende?”

Film zu sehen auf arte.tv: Wie schaffen wir die Agrarwende?

Die industrielle Landwirtschaft stellt zwar unsere Ernährung sicher und hat Gemüse, Obst und Fleisch billiger gemacht. Immer deutlicher aber bekommen wir ihre negativen Folgen zu spüren. Ein Jahr lang begleitet die Dokumentation Landwirte, die Alternativen zur industriellen Landwirtschaft suchen. Und sie fragt, welche Rolle wir Verbraucher und EU-Subventionen dabei spielen.

Welche Alternativen gibt es zur industriellen Landwirtschaft? Ist „Bio für alle“ möglich? Oder lässt sich auch die konventionelle Landwirtschaft in entscheidenden Punkten nachhaltiger gestalten? Große Hoffnungen setzen Wissenschaftler auch auf die nach ökologischen Prinzipien wirtschaftende neue Anbaumethode Permakultur. Kann sie einen entscheidenden Beitrag zu einer Landwirtschaft der Zukunft leisten? Ein Jahr lang begleitet die Dokumentation Landwirte in Deutschland und Frankreich, die nach Alternativen suchen. Sven Wilhelm aus dem Renchtal im Schwarzwald hat seinen Gemüseanbau auf bio umgestellt. In der Umstellungsphase braucht er einen langen Atem, um zu überleben. Michael Reber aus Schwäbisch-Hall geht einen Zwischenweg: Statt immer mehr Geld für Mineraldünger und Spritzmittel auszugeben, versucht er, mit speziellem Humusdünger die Bodenfruchtbarkeit auf seinen Äckern zu erhöhen. Und in der Normandie beschreiten Perrine und Charles Hervé-Gruyer mit der Permakultur ein Experiment, das trotz Verzichts auf Chemie die Produktivität deutlich steigert. Es zeigt sich aber auch: Ohne eine Änderung der Subventionsregeln der EU und des Kaufverhaltens der Verbraucher ist eine Agrarwende nicht zu schaffen.

Regie : Tatjana Mischke, Caroline Nokel
Land : Deutschland
Jahr : 2018
Herkunft : SWR

Dauer: 53 Min.
Verfügbar vom 16/03/2019 bis 20/06/2019
Nächste Ausstrahlung am Samstag, 13. April um 07:20
 

Rechtes Gedankengut & Landwirtschaft – Vortrag & Workshop

Vortrag und Diskussion: Fr, 5. April 2019, 19:30

Workshop: Sa, 6. April 2019, 9:30 – 16:00

im Seminarhaus Auf der Gugl (LK, LFI) – Seminarraum 7 (Birke), Auf der Gugl 3, Linz (OÖ)

Dass Neonazis auch Bio-Bauern sein können, ist ein alter Hut. Aber auch in unseren bäuerlichen Organisationen, in unserem ländlichen Umfeld oder in der Bewegung für Ernährungssouveränität können rechte oder rechtsextreme Kommentare fallen.

Wir laden ein zu Vortrag, Diskussion, Erfahrungsaustausch und Erarbeitung von Handlungsstragien. Was tut sich aktuell in Bezug auf rechte Positionen zur Landwirtschaft? Was ist überhaupt problematisch an „rechts“? Wie erkenne ich rechtsextreme Botschaften? Was können wir rechten Argumentationsmustern entgegensetzen?

Mehr Infos zum Workshop. Für den Workshop bitte anmelden bis 27. März.

Weitere Infos zum Vortrag

Flyer

veranstaltet von der ÖBV – Via Campesina Austria Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung

Interview mit Franz Rohrmoser

Die Plattform Pioneers of Change präsentiert spannende Interviews mit unterschiedlichen Gesprächspartnern, unter anderem auch mit Franz Rohrmoser. Das Interview wird geführt von Martin Kirchner:

Franz Rohrmoser spricht über seinen Lebensweg vom Bergbauernbub im streng katholisch geprägten Pinzgau, über seinen Weg als ‚Entwicklungshelfer‘ in Brasilien und seinen Weg der inneren Befreiung in Bezug auf Glauben und Sexualität. Wir sprechen über das Konzept des „kreativen Schuldbewusstseins“ und wie das sogenannte „Gottesgnadentum“ immer noch auf uns und die Agrarpolitik wirkt. Franz ist ein leidenschaftlicher und reflektierter und trotz Parkinson noch sehr engagierter Mensch, der extrem offen über alle Aspekte seines so reichen Lebens erzählt.

Trailer zum Interview: https://pioneersofchange-summit.org/slp/franz-rohrmoser/

Leserbrief: Es ist so weit, wir schließen unseren Heumilch-Betrieb!

Nachdem wir die Tierwohlvorschriften für die Heumilchproduktion seit 1. Jänner 2018 durch die eingeengte Lage im Dorf nicht mehr erfüllen können, haben wir uns entschieden, die Heumilch-Erzeugung einzustellen. Eine nicht so leichte Entscheidung, nachdem seit über hundert Jahren auf unserem Hof Heumilch erzeugt wird. Und wieder hat man es geschafft, ein ganzes Dorf Milchbauern frei zu machen, eine wirklich tolle Leistung. Mit den Eigenmarken wie Billa Heumilch und dergleichen hat man unsere Seele gleich mit verkauft und uns zu Sklaven der Handelsketten gemacht, wie das Beispiel der „Zurück zum Ursprung“-Lieferanten in Osttirol zeigte. Da ändert auch das zahnlose Fairness-Abkommen nichts daran – nur ein PR-Gag.

Für eine kurzfristige Umsatzsteigerung hat man alles aus der Hand gegeben, über die Folgen hat damals niemand nachgedacht. Jetzt kommen wir mit lauter Umbauen und Investieren nicht mehr nach, wo schon vorher ein kostendeckendes Produzieren fast nicht mehr möglich war. Und das alles zum Nulltarif, Vorschrift um Vorschrift und Auflage um Auflage im Jahrestakt. Die Handelsketten, die in sinnlosen Aktionen hochwertige Lebensmittel unter den Entstehungskosten verschleudern, fordern plötzlich Tierwohlvorschriften, wie pervers ist das.

Für mich hat sich das Ende schon abgezeichnet, wie man uns bei der Freien Milch Austria vernichtet hat, es wurde mit Kanonen auf Spatzen geschossen, nicht weil wir ein Konkurrent waren, nein, weil wir zu viel Insider-Wissen hatten.

Warum fällt es so schwer anzuerkennen, dass sich auch die anderen ernsthaft bemühen, beste Arbeit zu machen. Der unerbittliche Kampf um Pachtgrund und das Schlechtreden unserer Kollegen, die andere Produkte erzeugen, nur um besser sein zu wollen, ist für mich unerträglich geworden. Jeden Tag zu melken, mit dem Wissen, dass ein Drittel der Milch in veredelter Form wieder weggeschmissen wird, da läuft es mir kalt über den Rücken. Da stellt sich mir die Frage, will ich da wirklich noch dabei sein?

Der Stall wird immer leerer, die Kühe spüren „da stimmt was nicht“, Frust macht sich breit, großzügige Standplätze mit viel Licht und frischer Luft werden verlassen.  Verschwendung von Volksvermögen, nur um ein paar Konzernen die Profitgier zu ermöglichen. Den Kühen, die zum Schlachter müssen, kann ich nur ein besseres nächstes Leben wünschen, das sie nicht mehr zu einem Tierquäler kommen. Und jetzt bin ich froh, die moderne Sklavenhaltung verlassen zu können, es hat sich bei mir sehr viel Frust angesammelt.
Grüße
Herbert Birgmann

Dieser Beitrag stammt aus unserer aktuellen Zeitschrift:

Lust auf mehr bekommen? –
Zeitung direkt hier bestellen: office@ig-milch.at

Kosten: € 35,- jährlich für 4-5 Ausgaben

 

Filmtipp: Das Bio-Dilemma

7. März 2019: tvthek.orf.at: Am Schauplatz: Das Bio-Dilemma Der Bio-Boom in Österreich ist ungebrochen. Die Konsumenten kaufen gerne und immer mehr Bio-Produkte ein, sagen die Zahlen der AMA. Aber es gibt auch eine Kehrseite des Booms: Bei vielen Bio-Bauern kämen die Gewinne der Handelskonzerne nicht an, klagen viele Landwirte.

Weltweiter Klimastreik am 15.3.2019

Greta Thunberg – den Namen dieses 16-jährigen schwedischen Mädchens kennt inzwischen die ganze Welt seit sie im Dezember auf der Weltklimakonferenz den Staatschefs ins Gewissen redete. Weltweit schließen sich ihr junge Menschen an, treten freitags in den Schulstreik für das Klima und fordern eine Zukunft für ihre Generation. “Wofür soll ich lernen, wenn ich eh keine Zukunft habe?”, fragen sie. Zehntausende gehen inzwischen in Brüssel, Paris, Berlin auf die Straßen.

Für den 15. März rufen die Schüler*innen zu einem noch größeren weltweiten Klimastreik auf – auch in Österreich finden Streiks in Wien, Graz, Linz, Innsbruck, Klagenfurt und weiteren Städten statt.

Alle Infos zu Klimastreiks in Österreich gibt es hier.

Auf die Jugend ist halt doch Verlass! Wir sind total begeistert, dass so viele junge Menschen für den Klimaschutz aktiv sind und möchten alle Jugendlichen dazu ermutigen, für ihre Zukunft zu kämpfen.

Medienberichte

21.2.2019: noen.at: Immer weniger Bergbauern: Schluss mit Alpen-Romantik Immer mehr Bergbauern sperren die Stalltüren zu. St. Oswalder Bauer kritisiert Konsumgesellschaft und Klischees in der Werbung.

13.2.2019: schweizerbauer.ch: Milchmarkt: Weniger als 20’000 Milchbauern
Der Trend zu weniger Milchproduzenten setzt sich unvermindert fort. 2018 wurde die Grenze von 20’000 Betrieben unterschritten. Im vergangenen Jahr wurden hierzulande noch 19’568 Milchbauern gezählt, 3.2 Prozent weniger als im Vorjahr.

12.2.2019: tt.com: Tausende Milchbauern aus Sardinien demonstrierten in Rom
Rom (APA) – Tausende Schäfer und Milchbauern aus Sardinien haben am Dienstagvormittag vor der Abgeordnetenkammer in Rom gegen die niedrigen Milchpreise protestiert. Die Demonstranten skandierten Slogans gegen die ihrer Ansicht nach lächerlich niedrigen Milchpreise, die auf 60 Cent pro Liter gefallen seien. Damit könnten sie die Kosten der Produktion nicht decken.

11.2.2019: orf.at:  „Schockierender“ Bericht: Insektensterben führt zu „Kollaps der Natur“
Insekten sind auf dem Weg auszusterben – zu diesem Schluss kommt ein aktueller Bericht. Schon innerhalb eines Jahrhunderts könnten, wenn es zu keiner Trendumkehr kommt, 40 Prozent der Insektenarten der Vergangenheit angehören, heißt es darin. Das könnte zu einem „Kollaps der Ökosysteme der Natur führen“.

Vortrag und Diskussion: Kuh und Gras: Klimaschutz statt Klimakiller

Davor finden Gesprächsrunden zur kleinbäuerlichen Landwirtschaft statt.
Im Cardijn Haus, Kapuzinerstraße 49, 4020 Linz

Cartoon: Much

13:00 – 15:00 Uhr:  Workshop-Runde 1
–    Tierwohl in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft – Teil 1
–    GAP-Reform: Was fordert die ÖBV?
–    Gemüse

15:30 – 17:30 Uhr: Workshop-Runde 2
–    Tierwohl in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft – Teil 2
–    Vernetzung Junge ÖBV
–    Neue Gentechnik und Saatgutpolitik

Ab 17:30 Uhr: Gemeinsames Abendessen

Für wen: Willkommen sind alle Bäuerinnen und Bauern, Menschen, die zukünftig in der Landwirtschaft tätig werden wollen und alle anderen Interessierten.
Wir bitten möglichst um Anmeldung unter: https://www.viacampesina.at/Veranstaltung/vollversammlung2019/

 

Medienberichte

Warum es kleine Bauernhöfe in Bayern immer schwerer haben
Fast 14.000 landwirtschaftliche Betriebe haben in den letzten acht Jahren laut Agrar-Atlas dicht gemacht. Warum ist das Leben auf dem Bauernhof schwerer geworden? Zu Besuch bei zwei Milchbauern – in Oberbayern und Unterfranken.

11.1.2019: derstandard.com: 19.000 Landwirte gaben seit 2012 in Österreich den Betrieb auf
Der anstehende Brexit schmälert den Fördertopf für Europas Bauern. Bereits jetzt landet ein Löwenanteil bei Landbesitzern

10.1.2019: topagrar.com: AbL: Ruin vieler Milchviehbetriebe droht
Scharfe Kritik an der Milchpreis-Prognose des Deutschen Bauernverbandes und der Preispolitik des Handels übt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft.

8.1.2019: br.de: Molkereien fordern Ausstieg aus der Anbindehaltung von Kühen
Die meisten Verbraucher wünschen sich “glückliche” Kühe mit viel Platz und Auslauf, doch in Bayern ist die Anbindehaltung nach wie vor weit verbreitet. 60 Prozent der Milchvieh-Betriebe haben noch Anbindeställe. Das soll sich ändern.

5.1.2019: nachrichten.at: Warum hat eine Kammer mit 35.000 Mitgliedern 135.000 Wahlberechtigte?
In der gesetzlichen Bauernvertretung dürfen Junge, Opas und Raika-Obleute wählen.

 

“Wir haben es satt!” – Aktion bei Wintertagung

Am Eröffnungstag der Wintertagung hat die Plattform „Wir haben es satt!“ eine Aktion organisiert, mit der sie ihre Kritik an der aktuellen Agrarpolitik zum Ausdruck bringen. Vor dem Eingang wurde ein Haufen fauler Äpfel abgeladen.

Nach dem Aufruf von Köstinger, dass alle Bauern und Bäuerinnen zusammenhalten müssen, haben ÖBV-Bäuerinnen versucht, eine spontane Protestrede auf der Tagung zu halten. Die Bäuerinnen wurden jedoch von den Securities abgeführt, bevor sie zu Wort kommen konnten. (VIDEO und FOTOS) Die Rede im Wortlaut wird aber online veröffentlicht.

„Wir haben heute einen Haufen fauler Äpfel mitgebracht, um diese Agrarpolitik der faulen Kompromisse aufzuzeigen Wir sind Bäuerinnen, die es satt haben, dass die österreichische Agrarpolitik uns seit Jahren verspricht, für die bäuerlichen Betriebe da zu sein. Tatsächlich werden die Förderungen von den niedrigen Preisen geschluckt. Nur die großen Betriebe und die Verarbeiter profitieren von den Subventionen. Die Politikerinnen und Politiker versprechen, im Interesse der bäuerlichen Betriebe zu handeln. Doch 80 Prozent der Förderungen gehen aber an nur 20 Prozent der Betriebe. Jene, die das Geld dringend brauchen, gehen leer aus.“, so Julianna Fehlinger von der ÖBV-Via Campesina Austria.

„Wir wollen Höfe fördern, die auf Vielfalt setzen, anstatt sich in Abhängigkeit von Molkereien, Banken und Agrarkonzernen zu bringen. Jene Betriebe, die mit dem Kreislauf der Natur wirtschaften, schützen unser Klima und sichern die Ernährung unserer Zukunft. Und sie erhalten den Lebensraum für Vögel, Bienen, Wildtiere und Biodiversität. Zugleich sperrt aber in Österreich im Schnitt alle zweieinhalb Stunden ein Hof zu. Hier läuft grundsätzlich etwas falsch. Hier müssen längst die Alarmglocken läuten. Es muss sich endlich etwas ändern. Diese Stimmen haben wir heute bei der Wintertagung hörbar gemacht“, so Fehlinger weiter.

Die Plattform „Wir haben es satt“ hat diese Aktion unterstützt und bekräftigt damit die Forderung nach einer sozialen und ökologischen Wende in der Agrarpolitik, hin zu einer Demokratischen Lebensmittelpolitik.

 

Hintergrund:

Fotos von der Aktion

Die vollständige Rede von Julianna Fehlinger

Download Papier zur Demokratischen Lebensmittelpolitik

 

Rückfragehinweis:

Franziskus Forster
ÖBV-Via Campesina Austria, Referent für Öffentlichkeitsarbeit
franziskus.forster@viacampesina.at, +43-650-68 888 69

BauernPostler*innen gesucht

Wann? 28.01.2019 8:00 Uhr
Wo? Austria Center Wien, Kongresszentrum, Bruno-Kreisky-Platz 1, 1220 Wien (U1 VIC)

Am Montag, den 28.1.2019, bei der Eröffnung der Wintertagung des Ökosozialen Forums mit dem Titel „Wer ernährt die Welt? Wer verzehrt die Welt? Wer erklärt die Welt?“, zeigen wir mit der BauernPost wie eine demokratische Lebensmittelpolitik der Zukunft aussieht. Mit der Plattform “Wir haben es satt!” werden wir in Zeiten der Verhandlungen der neuen Agrarpolitik ein deutliches Zeichen für eine Agrarwende setzen!
Zum Eröffnungstag der Wintertagung werden Ministerin Elisabeth Köstinger und Martin Weber, Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei erwartet.

Sei auch du dabei – dem Anlass entsprechend in Tracht gekleidet. Wir freuen uns dich in Lederhosen oder Dirndl um 8:00 Uhr vor dem Austria Kongresscenter zu sehen. Melde dein Kommen bitte bei info@wir-haben-es-satt.at

 

Filmtipp

14.1.2019 mediathek.daserste.de:

Geschichte im Ersten: Akte D – Die Macht der Bauernlobby

Der Deutsche Bauernverband ist eine der mächtigsten Lobbyorganisationen, die es in der Bundesrepublik gibt. Ein Grund dafür liegt in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Lebensmittel waren knapp und Landwirte wichtig.

 

Seminare ÖBV-Via Campesina

„Gut leben – gut arbeiten“

Seminar für Frauen in der Landwirtschaft

Fr, 1. Feb 2019, 18:00 – So, 3. Feb, 15:00

Bildungszentrum St. Benedikt, Promenade 13, 3353 Seitenstetten (NÖ)

Bauernhöfe können gute Lebens- und Arbeitsorte für Frauen sein! Doch die inneren und äußeren Umstände stellen uns am Hof oft vor große Herausforderungen. Im Seminar wollen wir mit Abstand auf unser tägliches Tun und Wirtschaften schauen. Weiters nehmen wir Themen wie Einkommen, Versicherungen und Pensionen für Frauen in der Landwirtschaft in den Blick. Ausgehend von unseren eigenen Erfahrungen wollen wir lustvoll und kreativ an förderlichen – persönlichen und politischen – Rahmenbedingungen für ein gutes Leben für alle arbeiten.

Seminarleitung: Ursula Dullnig, Erwachsenenbildnerin, Supervisorin i.A.u.S., Verein Joan Robinson (Frauen und Wirtschaft) und weitere Referentinnen

Kosten: Teilnahmebeitrag: 75 € für ÖBV-Mitglieder/95 € für Nicht-Mitglieder (Frühbucher-Bonus bis 12. Dez: minus 15 €). Übernachtung & Vollpension: ca. 120 € im DZ. Bei Bedarf nach Ermäßigung bitte melden.

Infos und Anmeldung : www.viacampesina.at/Termine, veranstaltung@viacampesina.at

Bei Bedarf wird Kinderbetreuung angeboten.
Veranstaltet von der Österreichischen Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung (ÖBV-Via Campesina Austria)
Gefördert aus Mitteln der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung

_________________________________________________________

ÖBV-Männerseminar 2019 „Humor bewegt (mich)“

Fr, 4. Jän 2019, 18:00 – So, 6. Jän, 13:00

Bildungshaus Greisinghof, Mistelberg 20, 4284 Tragwein (OÖ)

Am Beginn wollen wir schauen, was bei uns gerade Thema ist. Wir schauen uns unsere Komfortzonen an und erweitern diese spielerisch, also mit Leichtigkeit. Dazu nützen wir Spiele und Übungen aus der Improvisationstheaterarbeit. Wichtig ist Uwe Marschner, dass bei seiner Arbeit mit Menschen keiner bloßgestellt wird. Wir freuen uns auf ein humurvolles Wochenende!

Referent: Uwe Marschner ist CliniClown, Improspieler (und –Trainer) und Mediator.

Anmeldungen bis 18. Dez an alex.brix@aon.at, 0664-3938064

90 € für ÖBV-Mitglieder/ 100;- andere Teilnehmer + Übernachtung und Verpflegung

Beginn mit gemeinsamem Abendessen, Ende mit gemeinsamem Mittagessen

 

 

Medienberichte

19.12.2018: agrarheute.com: FrieslandCampina steuert das Wachstum der Milchmenge
Die Molkereigenossenschaft FrieslandCampina begrenzt das Wachstum der Milcherzeugung. Wer Abzüge vermeiden will, muss Disziplin üben.

15.12.2018: orf.at: Die 15-jährige Schülerin Greta Thunberg rechnet in einer mutigen Rede beim Weltklimagipfel mit der Politik ab.

Greta Thunberg: „Es ist mir egal, ob ich beliebt bin. Ich will einen Planeten, auf dem wir leben können.”

5.12.2018: derstandard.at: Hohe Standards in der Biomilchproduktion drängen kleine Betriebe ins Abseits
Agrarökonomen fordern mehr Geld und längere Übergangsfristen für höhere Standards in der Biomilchproduktion

4.12.2018: sn.at: Bauern kämpfen mit Bio-Auflagen der Handelsketten
Ein Wettlauf der Handelsketten um höhere Bio-Standards bringt laut Medienberichten immer mehr Bauern in Schwierigkeiten. Nachdem sich Osttiroler Milchbauern wegen schärferer Auflagen aus dem Bio-Projekt “Zurück zum Ursprung” des Diskonters Hofer zurückgezogen haben, soll es nun auch Probleme mit steirischen Milchbauern beziehungsweise südösterreichischen Geflügelmästern geben.

4.12.2018: derstandard.at: Auflagen des Handels bei Tierwohl treiben Keil durch Biobranche
Der Diskonter Hofer verliert kleine Lieferanten, die sich die strengen Richtlinien nicht mehr leisten können

 

Medienberichte

29.11.2018: SN, print: “Selbstverpflichtungserklärung des österreichischen Lebensmittelhandels”. Nun ist diese Erklärung, sagen wir einmal, mehr als nichts. Aber ist sie auch genug?
(Kolumne in den Salzburger Nachrichten)

SN, 29.11.18

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Medienberichte

10.10.2018: kleinezeitung.at: Kritischer Blick auf die Lage der Milchbauern
Bernd Kaufmann, Milchbauer aus Trofaiach, befürchtet, dass neue Auflagen für die Viehhaltung Bauern die Existenz kosten könnten.

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Jahreshauptversammlung 2018

Die Jahreshauptversammlung vom 27.10.2018 wurde wieder beim Gasthof Wirt im Feld in Steyr abgehalten. Wir bedanken uns bei den zahlreichen Teilnehmern und ganz besonders möchten wir unseren Gästen Mag. Dr. Franz Scharl, Weihbischof von Wien und Heini Staudinger, Finanzrebell und Gründer von GEA Waldviertler für die emotionalen und bereichernden Referate danken.

 

Filmtipps

Am 15.10.2018 ging es im Themenmontag auf ORF III um das Thema “MILCH”:

Film “System Milch”: Das Verhältnis zwischen Menschen, Tieren und der Milch hat sich radikal verändert. Heute ist Milch nicht nur in Europa sondern auch in China angesagter denn je und ein Riesengeschäft. Aus dem einst romantisierten, unschuldig anmutenden Naturprodukt ist ein global vermarktetes Industrieprodukt geworden. Für die Top-Player im Markt geht es um Milliardensummen.
noch bis 22.10.2018 zu sehen

Film “Milch – ein Glaubenskrieg”: Milch. Fast jeder ist mit ihr aufgewachsen und sollte viel davon trinken, “um mal groß und stark zu werden”. Jeder kennt die Werbung: Milch ist ein gesundes Naturprodukt mit vielen wichtigen Inhaltsstoffen. Auch von staatlicher Seite wird die Milch unterstützt: Ernährungsinstitute empfehlen den täglichen Verzehr von Milch und Milchprodukten. Aber ist Milch wirklich so gesund? Das lange Zeit saubere Image der Milch bröckelt.
noch bis 22.10.2018 zu sehen

Diskussion zum Thema

 

IG-Milch: Klimaschutz jetzt durch Extensivierung

“Die dramatische Trockenheit dieses Jahres hat uns allen gezeigt, dass der Klimaschutz ein Gebot der Stunde ist,” so Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch.

Auch die Landwirtschaft muss hier ihren Beitrag leisten, da sie durch immer mehr Intensivierung und Massentierhaltung ein wesentlicher Mitverursacher ist.

“Wir fordern daher eine Umkehr der Förderpolitik und klares Bekenntnis zu einer kleinbäuerlichen, ökologischen und tierschonenden Landwirtschaft.”

Die IG-Milch fordert die Wiedereinführung der Mutterkuhprämie und eine fördertechnische Aufwertung des Dauergrünlandes. Die Erhaltung ja die Erweiterung von Dauergrünland verbunden mit einer Extensivierung der Milchviehhaltung führt zu gesünderen Lebensmitteln und schont das Klima. Fördermittel für neue Produktionskapazitäten für Milch sind sofort einzustellen, da sie den übervollen Milchmarkt weiter belasten und damit Steuergeldverschwendung sind.

Die Plattform „Wir haben es satt“ präsentiert heute, am 25.9.2018, anlässlich des Informellen Agrarministerrats in Schloss Hof ein gemeinsames Forderungspapier zur Demokratischen Lebensmittelpolitik.
Download hier: Demokratische Lebensmittelpolitik

Pressemeldung zur Aktion:

25.9.2018: blickinsland.at: Sarah Wiener liest Agrarministern die Leviten

26.9.2018: diepresse.com: Agrarministerrat: Fokus auf regionale Ernährung reicht nicht aus

25.9.2018: diepresse.com: EU-Agrarkommissar will hohe Förderungen zugunsten kleinerer Betriebe kürzen

26.9.2018: sn.at: TV-Köchin Sarah Wiener tischt Agrarministern harte Kost auf

25.9.2018: trend.at: EU-Agrarministerrat in Österreich – Förderungen ab 2021 noch ungewiss

25.9.2018: derstandard.com: Informeller Rat: Von Polizeiaufgebot bis Schulterscherzl

Medienberichte

29.9.2018: tageblatt.lu: Luxemburger Milchbauern wollen Mechanismus zur Begrenzung der Produktion
Die Milchbauern sind unzufrieden und schlagen einen Mechanismus zur Eingrenzung der Produktion im Bedarfsfall vor.

28.9.2018: derstandard.at: Mit Glyphosat behandelte Futtermittel landen tonnenweise in Europa
Argentinische Experten warnten in Wien vor der Zunahme schwerer Krankheiten

24.9.2018: derstandard.at: Reform der Agrarpolitik: Ran an die Heugabeln!
Das veraltete Agrarfördersystem der Europäischen Union gehört längst ausgemistet

14.9.2018: derstandard.at: Dürre treibt Preise für Milch und Butter hoch
Europas Kühen war es heuer zu heiß, auch ihr Futter wurde knapp. Nun gibt es weniger Milch, und das heizt die Preise für Molkereiprodukte an

14.9.2018: tvthek.orf.at: Milch aus der Glasflasche02:05 Min.
Nicht nur in Bioläden, sondern auch in den Filialen großer Handelsketten gibt es nun wieder Milch aus der Glasflasche. Doch für Diskussionen sorgt die Entsorgung der Milchflaschen: Sie wandern ins Altglas.

13.9.2018: tvthek.orf.at: Weniger Milch durch die Dürre02:01 Min.
Die Dürre vor allem in Ober- und Niederösterreich hat auch Auswirkungen auf den Milchmarkt. Der Milchpreis für die Bauern ist bereits gestiegen, ob das auch bei Milch im Laden droht ist noch offen.

4.9.2018: onetz.de: Duell der Bauernverbände
Zwei Bauernfunktionäre, vier Politiker, 200 Gäste: Die Meinungen zum richtigen Weg in der Landwirtschaft sind so unterschiedlich wie die Charaktere am Podium und im Publikum der Stadthalle in Neustadt/Waldnaab.

3.9.2018: topagrar.at: Als ob die Dürre nicht schlimm genug wäre
Zwei Dinge lassen derzeit zweifellos bei vielen Milchbauern das Stimmungsbarometer abstürzen: Die Dürre und die fortlaufenden Dumpingpreise im Handel.

 

Krone Erzberg Adventure Days – Gewinnspiel

Auch heuer gab es wieder eine Plüsch-Faironika bei den Krone Adventure Days am Erzberg zu gewinnen.

Den Satz “Mit jedem Liter verkaufte Faire Milch erhalten unsere Bauern 10 Cent mehr!” konnten alle Teilnehmer richtig ergänzen.

Gewinner 2018:

Monika Putzer aus Wien:

Faironika hat ihr neues Zuhause bei Johannes, dem kleinen Neffen von Monika Putzer, gefunden – und hier darf sie natürlich mit in den Garten und bei allem dabei sein, was ihm so Spass macht.

Marie Schimatovich aus Zillingtal:

So kuuuhl, die Beiden!

Familie Zechner aus Kapfenberg:

Wir freuen uns, dass die Faironika bei den Jungs der Familie (8 und 10 Jahre) gut aufgehoben ist und sofort zahlreiche Freunde gefunden hat!

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer!

Aufruf EU-AgrarministerInnen-Treffen: Schloss Hof, 25.9.2018

Hinter dicken Schlossmauern treffen sich am 25. September die AgrarministerInnen der EU-Mitgliedsstaaten, um die Weichen für die Landwirtschaft und Ernährung der Zukunft stellen. Statt einer grundlegenden Kurskorrektur wird ein „Weiter-wie-bisher“ aufgetischt. Diese Politik hat uns Höfesterben und Agrarfabriken eingebrockt und verschärft die Klimakrise. Als KonsumentInnen, Bauern und Bäuerinnen und ArbeiterInnen müssen wir jetzt auslöffeln? Wir haben es satt! Deshalb schlagen wir Alarm!

Wann: Dienstag, 25. September 2018 um 8:00 Uhr 
Wo: Schloßhof 1, 2294 Schloßhof (Karte: Open Source Map für die Aktion)

Wir stehen für eine kleinbäuerliche Landwirtschaft, die das Klima schont, für artgerechte Tierhaltung, gerechten Handel, gute Arbeitsbedingungen und gutes Essen für alle!

Mit Kochtöpfen und Löffeln werden wir am 25. September um 8:00 Uhr laut sein und die MinisterInnen frühmorgendlich empfangen und daran erinnern, dass es unsere Zukunft ist, über die sie entscheiden. Wir werden mit Fahrrädern und Traktoren vor Ort sein, um ein deutliches Zeichen für eine gerechte Politik statt Profite für wenige zu setzen. Es ist noch nicht Hopfen und Malz verloren: Bei Suppe, Bier und Saft, auf Stroh gebettet, laden wir JournalistInnen, PolitikerInnen und alle Interessierten ein, über Landwirtschaft und eine gerechte Agrar- und Lebensmittelpolitik zu diskutieren. Nimm Kochtopf und Löffel und sei mit uns laut für die Agrarwende.

Für eine demokratische Lebensmittelpolitik jetzt!

Was mitbringen, wie anreisen –> alle Infos hier 

Eine gemeinsame Aktion der Plattform www.wir-haben-es-satt.at 

 

Busfahrplan zur Aktion Schloss Hof am 25.9.2018

Abfahrtszeit Treffpunkt
03:45 Uhr Vorderweissenbach
03:50 Uhr Grünzweilreith
03:55 Uhr Bad Leonfelden
04:00 Uhr Stiftung
04:05 Uhr Zwettl/Rodl
04:15 Uhr Glasau
04:25 Uhr OBI, Freistädter Straße 302, 4040 Linz
05:05 Uhr Landzeit St. Valentin
05:25 Uhr Parkplatz Autobahnabfahrt Amstetten West
05:50 Uhr Autobahnabfahrt Ybbs
ca. 7:50 Uhr Ankunft Schloss Hof

Rückfahrt um ca. 12.00 Uhr

Bitte um Anmeldung an: office@ig-milch.at

 

Medienberichte

31.8.2018: ndr.de: Molkerei schüttet Gewinne an Lieferanten aus
Der Aufsichtsrat des zweitgrößten Milchverarbeiters in Mecklenburg-Vorpommern, Arla, hat am Freitag angekündigt, den gesamten Jahresgewinn des Unternehmens an seine Milchlieferanten ausschütten zu wollen. Statt wie üblich ein Viertel sollen die Milchlieferanten, die Eigentümer der Molkereigenossenschaft, den gesamten Nettogewinn in Höhe von rund 300 Millionen Euro erhalten, hieß es. Nach Angaben des Unternehmens würden so umgerechnet 2,5 Cent pro Liter Milch ausgezahlt. Die Vertreterversammlung von Arla muss den Vorschlag im Oktober noch beschließen, damit er wirksam wird.

27.8.2018: sz.com: Umdenken in der Agrarpolitik nötig
Landwirte müssen sich ein nachhaltiges Wirtschaften leisten können

21.8.2018: tt.com: Gleicher Geschmack, keine Schmerzen: Neue Milch für geplagte Mägen
Zwei Landwirte aus Oberösterreich mischen den Milchmarkt auf. Ihre A2-Milch soll verträglicher sein als herkömmliche.

17.8.2018: srf.ch: Überraschend hohe Zustimmung zur Ernährungssouveränität
Neben zwei weiteren Vorlagen stimmen die Schweizer am 23. September über die Initiative zur Ernährungssouveränität ab.

15.8.2018: ndr.de: Milchpreis: Backhaus sieht “elende Schweinerei”
Vor dem Hintergrund der großen Ernteschäden in Mecklenburg-Vorpommern hat Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) die Milchpreis-Politik der Molkerei-Unternehmen scharf kritisiert. Am Rande einer Pressekonferenz zur Agrar-Ausstellung MeLa in Grimmen (Landkreis Vorpommern-Rügen) forderte er, die Erzeugerpreise für Bauern deutlich anzuheben. Die Molkereien sollten den Landwirten statt der aktuellen 32 Cent pro Liter Milch endlich kostendeckende 40 Cent zahlen. “Das ist eine elende Schweinerei, was die Molkereigenossenschaften mit den Bauern anstellen”, sagte der Minister mit Blick auf den Marktführer im Land, das Deutsche Milchkontor (DMK).

11.8.2018: SN: Der Irrsinn mit der Milch
Man nehme viele Tonnen Milchpulver, schicke sie nach Afrika und ruiniere damit den lokalen Bauern ihr Geschäft. Das ist das Rezept, nach dem die EU vorgeht, wenn sie zu viel Milch produziert.

9.8.2018: topagrar.at: Preisschlacht im Käseregal!
In letzter Zeit stand vor allem die Berglandmilch oft in der Kritik, durch permanente Aktionen den Preis im Einzellhandel kaputt zu machen. Jetzt hat ein Milchbauer für top agrar die aktuellen Flugblätter heimischer Supermärkte unter die Lupe genommen. Ergebnis: Besonders im Käsesegment fallen zwei weitere Molkereien durch Dumpingpreise auf!

 

 

Einsatz bei den Krone Erzberg Adventure Days 2018

Ein besonderer Hingucker waren unsere Faironikas auch heuer wieder bei den Krone Adventure Days 2018 am Steirischen Erzberg!

Ein herzliches Dankeschön an Kaufmann Bernd für die Organisation und die Bilder zur Veranstaltung!

 

Unsere Faironika im Ausland!

Unglaublich wie weit die Faironika gereist ist! Sie lebt jetzt in Mallorca und dass sie dort auf eine Kollegin trifft, hätte wohl nicht einmal sie geglaubt! Eine von ihnen ist sogar vom Meer aus gut sichtbar, weshalb sie bei den Bootsfahrern bestens bekannt und beliebt ist. Die beiden Kühe erfreuen mit ihrem Anblick sicher auch viele Touristen. Können wir nur hoffen, dass sie auch genug Futter finden! 🙂

 

Medienberichte

24. Juli 2018: zdf.de: Bauern wehren sich gegen Gentechnik
Ganz Brasilien wird von Monsanto mit genmanipulierten Saatgut beliefert. Im Norden des Landes haben lokale Bauern eine Saatgutbank gegründet, um unabhängig zu bleiben.

24. Juli 2018: agrarheute.com: USA: Weniger Geld für Milcherzeuger
Die Milchfarmer in den USA werden im laufenden Jahr wahrscheinlich einen neuen Produktionsrekord aufstellen, müssen sich allerdings auf sinkende Milchpreise einstellen.

19. Juli 2018: kleinezeitung.at: Neue Auflagen sind für Milchbauern große Hürde
Bernd Kaufmann, Vertreter der IG Milch aus Trofaiach, sieht neue Vorschriften der Milchviehhaltung im Biobereich sehr zweigeteilt.

17. Juli 2018: diepresse.com: Kleinbauern protestieren gegen Handelspakt zwischen Japan und EU
Heute wurde das Freihandelsabkommen Jefta unterzeichnet. Die einen sprechen von einem “historischen Tag”, die anderen vom “Ausverkauf der Landwirtschaft”.

11. Juli 2018: kleinezeitung.at: Die Bauern schauen durch die Finger
Molkereiimmobilie in Lienz mit 7000 Quadratmeter Grundfläche wird verkauft. 2,7 Millionen Euro kassierte Bergland Milch. Heimische Milchbauern haben das Nachsehen.

9. Juli 2018: schweizerbauer.ch: «Im Stall wird Geld vernichtet»
Im Sommer nehmen die Milcheinlieferungen aus saisonalen Gründen ab, der Milchmarkt wird entlastet. Dass trotz Milchmangel im Biosegment Abzüge gemacht werden und Bauern B-Milch liefern müssen, kritisiert die Bauernorganisation BIG-M scharf. Den Produzenten fehle es an Perspektiven.

9. Juli 2018: welt.de: Bauern bleiben auf Bio-Milch sitzen
Der Markt für Biomilch wächst – aber nicht so stark wie das Angebot. Bayerische Bauern wissen nicht mehr, wohin mit der Milch. Vielen bleibt nichts anderes übrig, als ihre Landwirtschaft aufzugeben.

 

Warum man Ernährungssouveränität nicht bei Hofer kaufen kann

„Zurück zum Ursprung“, die Bio-Eigenmarke vom Diskonter Hofer, will sich das positive Image von Ernährungssouveränität zu Nutze machen. „57% besser bei Ernährungssouveränität“ steht seit Neustem auf ihren Milchpackungen. Doch mit Ernährungssouveränität hat diese ökologische Aufhübschung nichts zu tun.

In einer Aktion am Nyéléni-Frühjahrstreffen ist dazu ein Video entstanden.

Artikel: Fünf Gründe warum man Ernährungssouveränität nicht bei Hofer kaufen kann, von Julianna Fehlinger und Lisa Rail

 

Ganz schön sauber – ganz schön schlau

IG-Milch geht Kooperation mit Einkaufsgemeinschaft best connect ein. Sparen Sie jetzt mit sauberem Strom: Als Mitglied erhalten Sie Ökostrom und einen exklusiven Rabatt.

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Medienberichte

29.6.2018: landwirt.com: Handel erhöht Druck auf Bio-Milchbauern
Handelsketten schrauben die Standards ihrer Marken weiter hinauf. Drastisch bekommen das gerade die Bio-Milchbauern zu spüren.

12.6.2018: tvthek.orf.at: Report: Österreichischen Bauern droht EU-Förderkürzung
Für die Staaten ist nicht nur die absolute Summe ihrer Beiträge ins Budget relevant, sondern auch, welche Rückflüsse sie erhalten. Der größte Anteil entfiel bisher auf die Landwirtschaft. Das soll sich ändern. auf youtube zum Nachsehen

11.6.2018: agrarheute.com: Frankreich: Massive Proteste der Bauern gegen Palmölimporte
Französische Bauern wehren sich massiv gegen steigende Importe von Palmöl. Seit Sonntag blockieren sie Raffinerien und Tankstellen.

5.6.2018: tvthek.orf.at: REPORT:  Agrarmarkt – David gegen Goliath
Bauern in Österreich stehen unter enormem Preisdruck. Immer weniger Betriebe liefern immer größere Mengen zu immer kleineren Preisen. Eine Entwicklung, die sich auf dem Weltmarkt der Agrarindustrie vollzieht und vor allem die vielen Kleinbauern in Österreich trifft.

Die Milchbauern spüren die Übermacht von Handel und Molkereien besonders stark. Der „Report“ fragt nach: Wer verdient wie viel an einem Agrarprodukt? Welche Initiativen können Bauern von der Machtkonzentration von Handel und Industrie unabhängig machen? Und welche Rolle spielen die Konsumenten? Martina Schmidt und Jakob Horvat berichten.

zum Nachsehen

 

Offener Brief: Für eine bäuerliche Landwirtschaft! Stoppen Sie CETA!

Sehr geehrte Bundesministerin, sehr geehrte Abgeordnete zum National- und Bundesrat, sehr geehrte Agrarlandesräte, sehr geehrte InteressenvertreterInnen,

wir wenden uns an Sie, da die Abstimmung zur CETA-Ratifizierung am 13. Juni im Parlament stattfinden wird.
 
Im Rahmen der Initiative „Bauern und Bäuerinnen gegen TTIP, CETA und TiSA“ haben 79 Ortsbauernausschüsse in Österreich und 2.195 Bauern und Bäuerinnen die Resolution für eine TTIP- und CETA-freie Landwirtschaft unterzeichnet.

Sie sehen in CETA eine Gefährdung für die bäuerliche Landwirtschaft in Österreich und in Europa und Kanada. Der zunehmende Konkurrenzdruck infolge des vermehrten Handels mit agroindustriell hergestellten Produkten würde die bäuerliche Landwirtschaft einem existenzbedrohenden Preiskampf aussetzen. Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards, sowie das Vorsorgeprinzip kommen unter Druck. Zugleich wird über die „Regulierungszusammenarbeit“ dem Einfluss von Agrarindustrie und Konzernen Tür und Tor geöffnet.

Sie fordern die Bundesregierung sowie die Abgeordneten des National- und Bundesrats auf, das CETA-Abkommen abzulehnen! Sie fordern die Präsidenten der Landwirtschaftskammern und die Agrarlandesräte auf, sich für eine Ablehnung einzusetzen!

CETA ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil es einen neuen Standard für zukünftige Abkommen setzt. Der Handel mit Kanada ist deshalb bei weitem nicht die das einzige Thema, das mit diesem Vertragswerk aufgeworfen ist. Darüber hinaus ist das Abkommen weiterhin nicht zustimmungsfähig. Seit 2016 gab es keine Änderungen am Vertragswerk, die Interessen der bäuerlichen Landwirtschaft wurden in diesem Abkommen nicht ausreichend berücksichtigt. Die Existenzbedingungen werden sich dadurch weiter verschlechtern. Darüber hinaus bleiben die bekannten Probleme der Sondergerichte für Konzerne ungelöst. Ein EuGH-Urteil zur Rechtmäßigkeit dieser Sondergerichte ist weiterhin ausständig – und dennoch soll die Umsetzung in Österreich in Hochgeschwindigkeit vorangetrieben werden. Seit September 2017 sind Teile des Abkommens in Kraft, jedoch ist das kontroverse Investorenschutzkapitel davon ausgenommen.

In Österreich lehnen 75 Prozent der Bevölkerung CETA ab, 562.552 Menschen haben das Volksbegehren gegen TTIP, CETA und TiSA unterzeichnet. Mehr als 400 Städte und Gemeinden stellen sich per Gemeinderatsbeschluss gegen die geplanten Konzern- und Deregulierungsabkommen.
 
Wir rufen Sie dazu auf, die Ratifizierung unter diesen Umständen zu verweigern. Dieses Abkommen muss gestoppt werden. Stattdessen braucht es eine EU-Handelspolitik, die im Dienste der Menschen, der bäuerlichen Landwirtschaft, der Umwelt und des Klimaschutzes steht.
 
Mit freundlichen Grüßen,
 
David Jelinek und Johann Kriechbaum
Obmänner der Österreichischen Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung, ÖBV-Via Campesina Austria

Ewald Grünzweil
Obmann der IG Milch

Clemens Stammler
Obmann der Grünen Bauern- und Bäuerinnen

Den offenen Brief_herunterladen

 

Kommt zur Aktion gegen CETA!

 
Am Mittwoch soll CETA im Parlament abgestimmt werden. Deshalb werden wir in der Früh dort stehen, wo die ParlamentarierInnen an uns vorbei müssen.

CETA – Es reicht! Sie fallen um, wir stehen auf! Und zwar am 13.06., ab 7:45 am Josefsplatz.

 

 

 

 

 

Fernseh-Tipp “David gegen Goliath” im Report

5.6.2018,   21.05 Uhr, ORF 2,   REPORT:  Agrarmarkt – David gegen Goliath

Wiederholung am 6.6.18: 11:55 Uhr

Bauern in Österreich stehen unter enormem Preisdruck. Immer weniger Betriebe liefern immer größere Mengen zu immer kleineren Preisen. Eine Entwicklung, die sich auf dem Weltmarkt der Agrarindustrie vollzieht und vor allem die vielen Kleinbauern in Österreich trifft.

Die Milchbauern spüren die Übermacht von Handel und Molkereien besonders stark. Der „Report“ fragt nach: Wer verdient wie viel an einem Agrarprodukt? Welche Initiativen können Bauern von der Machtkonzentration von Handel und Industrie unabhängig machen? Und welche Rolle spielen die Konsumenten? Martina Schmidt und Jakob Horvat berichten.

zum Nachsehen

 
 
 

Weltmilchtag: „Milchbartl“ befreit ErzeugerInnen nicht von der Geißel des Überschusses

Die Stimmung der österreichischen MilcherzeugerInnen ist ohne Zweifel auf einem absoluten Tiefpunkt. Trotz doppelt so hoher Verkaufspreise von Butter kommt bei den Milcherzeugebetrieben davon nichts an. Die starke Ausweitung der Milchproduktion seit dem Ende der Milchquote im April 2015 führte zu einem deutlichen Preisverfall. Dies hat die Einkommenssituation der MilcherzeugerInnen in Österreich dramatisch verschärft, ohne Aussicht auf Verbesserung. Anstatt sofort die Produktionsmenge zurückzufahren, gibt es immer noch Anreizsysteme, die Produktion auszuweiten. So gibt es immer noch Investitionszuschüsse (mit Steuergeld finanziert) für den Neubau von Milchviehställen, Staffelpreissysteme in den Molkereien und Mindestabholmengen für Hofabholung. Dies sind nur einige Beispiele einer völlig verfehlten Marktpolitik. Niemand übernimmt Verantwortung für ein Marktgleichgewicht. Die Verantwortlichen treffen sich lieber bei Milchköniginnen-Wahlen, Trachtenfesten und „Milchbartl-Challenges“. Damit wird der Gesellschaft eine heile bäuerliche Welt vorgegaukelt, die in keiner Weise der Realität entspricht.

„Wir als IG-Milch fordern daher anlässlich des Weltmilchtages Molkerei- und landwirtschaftliche InteressensvertreterInnen auf, allgemein verbindliche Mengenreduktionsmodelle zu entwickeln. Diese Maßnahme ist die einzige Chance, die dringend notwendigen höheren Erzeugerpreise zu erreichen. Gleichzeitig wäre das ein wichtiger Beitrag für die Umwelt und die Tiergesundheit, da die Übermengen ausschließlich mit Kraftfutter und nicht mit heimischem Gras erzeugt werden“, so Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch.

 

Medienberichte

31.5.2018: schweizerbauer.ch: «Aus Milchstreik nichts gemacht»
Martin Haab hat vor zehn Jahren zusammen mit seinen Kollegen von BIG-M zu einem Milchstreik in der Schweiz aufgerufen. Im Interview hält er einen Rückblick auf die turbulente Zeit.

30.5.2018: schweizerbauer.ch: «Exportdumping endlich stoppen»
Milchüberschüsse im Ausland zu entsorgen, sei keine Lösung. Die Bauernorganisation Big-M fordert eine Mengensteuerung und kündigt am 4. Juni eine “spektakuläre Aktion” an.

29.5.2018: elite-magazin.de: EU-Freihandel mit Australien und Neuseeland kritisch für Milchproduzenten

24.5.2018: blickinsland.at: Rinderbauern fürchten Freihandel mit Ozeanien

19.5.2018: derstandard.at: LK-Präsident: EU-Kommission spart nicht bei sich selbst
Der neue LK-Präsident Josef Moosbrugger will sich dafür einsetzen, dass Bauern mehr Geld für ihre Ware bekommen

16.5.2018: diepresse.at: Großbauern zittern um Förderungen
Den Bauern stehen Kürzungen ins Haus. Geplant ist auch eine Obergrenze von 60.000 Euro. In der EU fließen 80 Prozent der Förderungen an 20 Prozent der Betriebe.

Weiterlesen

Fernseh-Filmtipp BAUER UNSER

Im Rahmen der ORF-Schwerpunktwoche „Schau, wo dein Essen herkommt!“ wird der Dokumentarfilm von Robert Schabus “BAUER UNSER” gezeigt:

Mittwoch, 23.5. um 20:15 Uhr auf ORF eins

 

Mehr Infos zu der Filmreihe:

http://muttererde.orf.at/

https://www.facebook.com/muttererdesocialmedia

 

Buchpräsentation und Diskussion zur Agrarpolitik

FRANZ ROHRMOSER:

Mein Einsatz für bäuerliche Zukunft – eine Autobiografie

am 8. Mai 2018, 19:00

Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz
Langenloiserstraße 4
3500 Krems

Franz Rohrmoser – Autor, Ernährungsrebell
Dr. Andreas Wagner – Lektor
Martina Walch – Moderation

Seit über 40 Jahren in der kritischen Agrardiskussion, setzt sich Rohrmoser für ein neues Modell politischer Arbeit, der „Politik von unten“ ein – mit dem Ziel eine neue, demokratische Ernährungspolitik auf der Grundlage des Welternährungsberichtes zu entwickeln. Wesentlich sind dabei Bündnisse zwischen Bäuerinnen und Bauern und aufgeklärten KonsumentInnen ebenso wie Zusammenarbeit und Standesvertretung über alle parteipolitischen Grenzen hinweg.

Ende der 1960er Jahre war der geborene Bergbauernsohn Rohrmoser mit seinem Bruder als Entwicklungshelfer im brasilianischen Amazonasgebiet, Anfang der 1980er Jahre wurde er Mitbegründer der Österreichischen Berg- und Kleinbäuer_innenvereinigung ÖBV Via Campesina und deren erster Geschäftsführer. 1986 gründete er die „Entwicklungswerkstatt Austria“ für Westafrika-Hilfe.

Mit seiner Website https://bauernkonflikte.wordpress.com/  bietet er ein Forum für offiziell unterdrückte, verschwiegene und verdrängte Fragen in der Agrarpolitik. Aktuell unterstützt er die IG-Milch in ihrem Kampf um eine nachhaltige demokratische Lebensmittelpolitik.

Einladung

 

Medienberichte

27.4.2018: orf.at: Risiko für Wild- und Honigbienen
Drei bienenschädliche Insektengifte (Neonicotinoide) werden europaweit verboten. Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsstaaten stimmten am Freitag mehrheitlich für ein Freilandverbot der Insektizide, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte. Der Einsatz in Gewächshäusern bleibt erlaubt.

25.4.2018: wp.de: Milchbauern fordern ein Ende der Überproduktion
Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter fordert am Rande der Agrarministerkonferenz in Münster von der Politik eine Marktregulierung ein.

24.4.2018: tvthek.orf.at: konkret: Wegwerf-Kühe
Im Ausland setzt man immer stärker auf sogenannte Turbokühe: Diese Rinder werden früh geschlachtet und gleichen Wegwerfprodukten, die man nach kurzer Zeit entsorgt. Ein Thema, das auch auf dem 1. Internationalen Tierschutzgipfel in Wien im Mittelpunkt stand.

25.4.2018: schweizerbauer.ch: Verluste der Milchbauern steigen
Konventionell wirtschaftende Milchbauern in Deutschland machen nach Berechnungen des Büros für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) seit Jahresbeginn wieder grössere Verluste.

21.4.2018: ooe.orf.at: Weniger Milchbauern aber größere Produzenten
Die Zahl der heimischen Milchbauern wird immer kleiner: Trotzdem sehen Milchgenossenschaften und Politik die Zukunft der Milchwirtschaft in OÖ durchaus zuversichtlich. Die bestehenden Höfe würden mehr und auch günstiger produzieren.

20.4.2018: tv-thek.orf.at: Zuversicht für Milchbauern
Sie werden immer weniger: pro Jahr haben in Oberösterreich zuletzt 400 Milchbauern den Betrieb eingestellt. Trotzdem sehen Milchgenossenschaften und Agrarpolitik die Zukunft der Milchwirtschaft im Bundesland durchaus zuversichtlich.

17.4.2018: tt.com: Neuseeland: Mehr Kühe als Menschen: Neuseelands Milch-Dilemma
Die rasant gewachsene Milchindustrie des Inselstaats gerät unter Druck. Die Umwelt leidet stark unter der Milchproduktion.

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Solidaritätsaktion 29.3.2018

Am Gründonnerstag in Wien unterwegs: für Gleichbehandlung und gegen Diskriminierung von Bäuerinnen und Bauern!

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmern für diese gelungene Veranstaltung!

mehr Bilder

Medienberichte zur Aktion:

29.3.2018: w24.at: 24 Stunden Wien, 29.3.2018
Interview mit Ewald Grünzweil ab Minute 3:50

29.3.2018: puls.com: Puls 4 News vom 29.3.2018
kurzer Bericht von Solidaritätsaktion ab den letzten 3:30 Minuten

29.3.2018: heute.at: heute am Punkt, 29.3.2018
ab Minute 0:44

30.3.2018: mosaik-blog.at: 200 Jahre Raiffeisen: Wie die Idee der Genossenschaft verraten wurde
Heute vor 200 Jahren wurde Friedrich Wilhelm Raiffeisen geboren. Der Raiffeisen-Konzern, der seinen Namen trägt, bezieht sich bis heute auf seine Idee der Genossenschaften. Doch welche Rolle spielen die Prinzipien einer Genossenschaft heute noch? Julianna Fehlinger hat genau hingesehen.

30.3.2018: tt.com: Zwei Jahrhunderte: Protestaktion zum Raiffeisen-Geburtstag
Heute wäre „Genossenschafts-Vater“ Friedrich Wilhelm Raiffeisen 200 Jahre alt geworden. Aktuell sehen sich „Milchrebellen“ vom Raiffeisenkonzern diskriminiert.

30.3.2018: nachrichten.at: IG Milch kritisiert Raiffeisen
WIEN. Die alternative Bauernorganisation IG Milch hat gestern, Gründonnerstag, erneut angeprangert, dass Molkereigenossenschaften manchen Bauern verringerte Milchpreise zahlen. Ministerin Elisabeth Köstinger müsse diese Diskriminierung beenden.

29.3.2018: diepresse.com: IG Milch: Milchrebellen zahlen noch immer Strafgebühren
IG-Milch-Obmann Grünzweil kritisiert das Verhalten der Milchgenossenschaften. Auch der “Oligarch Raiffeisen” bleibt von den Vorwürfen nicht verschont.

29.3.2018: news.at: IG Milch: Noch immer Preisabschlag für Milchrebellen:
Grünzweil: “Es gilt das Recht des Stärkeren und der Stärkere ist Raiffeisen”

29.3.2018: oe24.at: Traktor-Demo legt heute Wiener City lahm
Etwa 20 Traktoren ziehen quer durch die Wiener Innenstadt – Verkehrssperren. 

26.3.2018: kurier.at: Protestaktion unzufriedener Milchbauern
Sie fordern ein Ende der von ihnen kritisierten “Diskriminierungen im Genossenschaftssektor, insbesondere im Molkereibereich”.

26.3.2018: vienna.at: Traktor-Konvoi: Milchbauern protestieren am Donnerstag in Wien
Am Donnerstag werden in Wien wieder unzufriedene Milchbauern erwartet. Die Mitglieder der IG-Milch protestieren aus Anlass des bevorstehenden 200. Geburtstages von Friedrich Wilhelm Raiffeisen.

26.3.2018: derstandard.at: Protestaktion unzufriedener Milchbauern zum Raiffeisen-Geburtstag
Gegen “Diskriminierungen im Genossenschaftssektor, insbesondere im Molkereibereich”

24.3.2018: derstandard.at: Zum 200. Geburtstag: “Raiffeisen würde im Grab rotieren”
In Niederösterreich wirkte Raiffeisen einst allgegenwärtig, mit dem Bauernsterben brechen den Genossenschaften Mitglieder weg

 

 

Buchvorstellung

„Mein Einsatz für bäuerliche Zukunft. Die Revolution für eine demokratische Ernährungspolitik hat begonnen“

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Franz Rohrmoser erzählt in seiner neuen Autobiografie seine bewegte Lebensgeschichte.
Die Bauernbefreiung von 1848 ist unvollständig geblieben, schreibt Franz Rohrmoser. Sie muss heute endlich nachgeholt werden. Dazu bedarf es einer echten Demokratisierung der Agrarpolitik und Agrarwirtschaft in Österreich und in Europa. Die “Untertänigkeit” ist ein nicht aufgearbeitetes geschichtliches Erbe der Bauern. Es bedarf nicht nur neuer Strukturen, sondern auch neuer Selbstreflexion – gemäß dem Prinzip seiner Autobiografie: Das Politische ist persönlich, das Persönliche ist politisch.

 

 

Franz Rohrmoser

 

Franz Rohrmoser:

auf einem Bauernhof im Salzburger Innergebirge geboren, Gründer der Österreichischen Berg- und Kleinbäuer_innen-Vereinigung (ÖBV), Konfliktforscher, Mitautor des Buches “Im Kampf um Ihre Rechte”
www.bauernkonflikte.wordpress.com

 

 

 

 

Im Landgasthof Wirt im Feld, Steyr-Dietachdorf wird Franz Rohrmoser sein neues Buch am 4. April 2018 um 20:15 Uhr vorstellen.

 

7.2.2018: sn.at: Ein bewegtes Leben im Dienst der “Hilfe zur Selbsthilfe”
Mehr als 40 Jahre Entwicklungshilfe im In- und Ausland, zehn Jahre Kampf mit Parkinson und mehr – der Kuchler Franz Rohrmoser hat in seiner jetzt erschienenen Autobiografie viel zu erzählen.

 

Auszug aus dem Buch über die IG-Milch bei der Wien-Aktion (vor dem Raiffeisengebäude):

… Es herrschte dicke Luft. Enorme Spannung war da. Die Gruppe zeigte Nerven wie Drahtseil. Einige Herren im dunklen Anzug wirkten angespannt. So etwas war noch nie da. An den Fensterscheiben des Glasturmes in Wien, in dem im 20. Stockwerk Österreichs Milchproduktion zu 95 Prozent verwaltet wird, drückten sich Menschen die Nase platt, während der Bauer Grünzweil, in seiner besonnenen und humorvollen Art weitere Interviews abwickelte. Das ist die IG-Milch! Sie war mit diesem rebellischen, mutigen Akt am Machtzentrum der österreichischen Agrarpolitik angekommen. Das war spürbar. Sie läutete damit eine neue Epoche der Agrarpolitik ein, bei der die Milchbauern mehr mitzureden haben sollten. Die alte Untertänigkeit wurde damit ein Stück weiter aufgelöst. …

 

Solidaritätsaktion am 29. März 2018 in Wien

Wir dürfen Euch herzlich einladen zur:

Solidaritätsaktion IG-Milch, 29.3.2018, Bauern-Bäuerinnen

Solidaritätsaktion für diskriminierte Bäuerinnen und Bauern am 29.3.18 in Wien

Im Geiste des Gründers des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, fordern wir die Diskriminierungen im Genossenschaftssektor, insbesondere im Molkereibereich, umgehend abzustellen.

Die vor etwa einem Jahr von großen Molkereien – erst nach massivem öffentlichen Druck – zurück übernommenen Bäuerinnen und Bauern müssen noch immer Strafgebühren – sogenannte Schüttgebühren  – zahlen, die ihnen automatisch vom Milchgeld abgezogen werden. Manche von Ihnen, die Bio-Milch liefern, erhalten keinen Bio-Milchaufschlag auf den konventionellen Grundpreis.  

Friedrich Wilhelm Raiffeisen,  der Gründer der landwirtschaftlichen Genossenschaftsidee, würde sich angesichts dieser Ungerechtigkeiten und Ungleichbehandlung bäuerlicher Lieferanten im Grabe umdrehen.

Bei einer Aktion am 29. März wollen wir diese Diskriminierung in den öffentlichen Fokus stellen. Anfahrt mit den Traktoren schon am Mittwoch 28.3. nachmittags. 

Start ist am Gründonnerstag um 10 Uhr am Friedrich Wilhelm Raiffeisen Platz. Dauer bis ca. 11:30 Uhr.
Thema: “Raiffeisen würde sich im Grab umdrehen” 

Danach fährt der Konvoi zum Haus der EU. Dort soll es eine Aktion zur Abschaffung der Milchquote und zu ungerechten globalen Handelsbeziehungen geben.  

Anschließend (ca. 13.00 Uhr) wird eine Pressekonferenz abgehalten bei der unter anderem die Verträge, mit denen viele IG Milch Bauern momentan konfrontiert sind, zum Thema gemacht werden.

Zur Unterstützung haben wir uns drei Experten eingeladen:

Franz Rohrmoser,
erster Geschäftsführer der österreichischen Bergbauernvereinigung und kritischer Raiffeisenexperte

Wolfgang Pirklhuber,
ehemaliger Agrarsprecher der Grünen im Nationalrat

Heini Staudinger,
Gründer der Waldviertler Schuhwerkstatt und der neuen Genossenschaftsbewegung Rückenwind.

Wir freuen uns über Unterstützung von weiteren Organisationen. 

Team IG-Milch 

Medienberichte

24.3.2018: derstandard.at: Raiffeisen, ein wirtschaftlicher und politischer Machtfaktor
Zucker, Mehl und Stärke, Banken, Versicherungen und Medien: Die wahre Stärke des Raiffeisensektors ist seine politischen Vernetzung

19.3.2018: kleinezeitung.at: Milchpreis fällt wieder: Minus zehn Prozent in zwei Monaten
Ende 2017 haben Landwirte im Schnitt noch 42 Cent pro Kilogramm Milch erhalten. Im Februar waren es nur noch 38,2 Cent.

19.3.2018: orf.at: Freihandel und Fleischskandal: Bauernprotest in Brüssel
Die FUGEA-Landwirte befürchten Massenimporte durch Billigfleisch und sehen ihre auf kleine, regionale Produktion ausgerichteten Betriebe bedroht. Als jüngstes Negativbeispiel des auf immer billigeres Fleisch setzenden Handels gilt den Organisatoren zufolge der Skandal rund um die belgische Großschlachterei Veviba. Die Landwirte sehen sich als Opfer der Affäre, bei der unter anderem Fleisch mit falschem Haltbarkeitsdatum in den Handel kam.

13.3.2018: nachrichten.at: Gleich nach dem Buttermangel kam die Milchflut
LINZ. Molkereien ersetzen EU-Quoten durch Preissystem, das Mehrlieferung bestraft und Selbstbeschränkung belohnt.

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Medienberichte

28.2.2018: orf.at: Risikobewertung ohne Wenn und Aber
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Gefahr von Neonicotinoiden für Bienen in einer neuen Risikobewertung am Mittwoch klargestellt. „Die meisten Anwendungen neonicotinoider Pestizide stellen ein Risiko für Wild- und Honigbienen dar“, so die EFSA.

28.2.2018: topagrar.at: Auch Ennstal Milch mit neuem Begrenzungssystem
Mit der Ennstal Milch führt jetzt nach Berglandmilch und NÖM eine weitere Molkerei ein Mengenbegrenzungssystem ein. Die Kärntner Milch verzichtet hingegen heuer darauf.

27.2.2018: tirol.orf.at: Milchpreis für Bauern wird wieder gesenkt
Auf die Tiroler Milchbauern kommt der nächste Einkommensverlust zu. Erst Anfang Februar sank der Milchpreis, Anfang März sinkt er erneut. Wegen des großen Milchangebots in Europa schloss die Tirol Milch weitere Senkungen nicht aus.

Weiterlesen

Die neue BauernPost ist da!

Die Plattform „Wir haben es satt“ hat die 3. Ausgabe der alternativen BauernPost produziert. Am Montag, den 29.1.2018, bei der Eröffnung der Wintertagung des Ökosozialen Forums mit dem Titel „Von Milchseen zur Butterknappheit. Was kommt als Nächstes?“, wird mit der BauernPost gezeigt wie eine demokratische Lebensmittelpolitik der Zukunft aussieht.  Zum Eröffnungstag werden Elisabeth Köstinger, Nachhaltigkeitsministerin, Georg Strasser, Präsident des Österreichischen Bauernbundes und Helmut Brunner, Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erwartet.

BauernPost_WEB-1

Bergeübung der FF Freistadt

Unsere Faironika unterstützte die FF Freistadt heuer bei der Bergeübung am 8.2.2018:

IG-Milch, A faire Milch, Faironika

Faironika bei Berge-Übung der FF Freistadt

Medienberichte

30.1.2018: tagesspiegel.de: Protest gegen EU-Agrarpolitik: Wegwerfware Milch
Die EU hortet 400.000 Tonnen Milchpulver und kauft ab sofort keines mehr auf. Die Maßnahme dürfte den Milchpreis wieder unter Druck setzen.

29.1.2018: viacampesina.at: Wintertagung: Milchseen und Butterknappheit sind die logische Folge einer verfehlten Agrarpolitik, wir wollen Lösungen!

29.1.2018: topagrar.com: Verbraucher würden für “ethische Milch” mehr bezahlen
Ein Großteil der Verbraucher in Deutschland ist bereit für eine Milch mit ethischen Attributen mehr zu bezahlen, wenn bei der Produktion Faktoren wie eine tiergerechtere Haltung, Artenschutz, faire Preise für die Landwirte oder eine regionale Erzeugung verwirklicht werden.

28.1.2018: n-tv.de: 380.000 Tonnen eingelagert, EU sitzt auf Bergen von Milchpulver: Die Milchpreiskrise scheint überstanden, doch der langfristigen Erholung des Marktes stehen Hunderttausende Säcke Milchpulver entgegen. Die EU hatte sie gekauft, um den Bauern beizuspringen, als die Preise einbrachen. Jetzt muss sie selbst billig verkaufen.

23.1.2018: hasepost.de: Zehn Prozent der Milchbauern haben binnen zwei Jahren aufgegeben

23.1.2018: agrarheute.com: BayernMEG fordert EU-weites Reinheitsgebot für Milchaustauscher
Nach Auffassung von Markus Seemüller, Geschäftsführer der BayernMEG, kann ein EU-weites Reinheitsgebot für Milchaustauscher helfen, drohende Überschüsse am Milchmarkt zumindest zu lindern. agrarheute hakt nach.

21.1.2018: kurier.at: Grüne Woche: Ein Prosit auf die Landwirtschaft
Die Agrarmesse in Berlin zieht Agrarier, Städter und jene an, die die Sau raus lassen wollen.

20.01.2018: zdf.de: Für Ökolandwirtschaft “Wir haben es satt”: Bauern setzen Zeichen
Sie “haben es satt”: Tausende Bauern und Umweltaktivisten setzen bei der Grünen Woche mit einem Protestmarsch ein Zeichen gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft. https://www.zdf.de/politik/laenderspiegel/bauernprotest-in-berlin-100.html

16.1.2018: topagrar.com: Guhl: Bauern melken sich in die nächste Krise
Nach drei Monaten des Aufatmens stehen für Peter Guhl, Vorstandsvorsitzenden der MEG Milch Board, die Zeichen wieder auf Sturm. Der Butterpreis habe in den letzten Wochen viel von seiner marktstützenden Wirkung verloren, die Preise für Milchpulver blieben unterirdisch, und auch im so wichtigen Käsesegment sehe es nicht gut aus. Alles in allem führe dies aktuell leider zu deutlichen und zügigen Milchpreisrückgängen. Fraglich sei nur: Wie weit werden die Preise sinken und steuern die Erzeuger bereits wieder auf eine neue Milchpreiskrise zu? Lesen Sie mehr auf: https://www.topagrar.com/news/Rind-Rindernews-Guhl-Bauern-melken-sich-in-die-naechste-Krise-8985984.html

12.1.2018: tt.com: „Das System Milch“: Albträume mit Athleten im Stall
Der Südtiroler Regisseur Andreas Pichler erzählt im TT-Interview von Auswüchsen und Alternativen zum „System Milch“.

12.1.2018: agrarheute.com: Frankreich plant Gesetz gegen Preisdumping
Die französische Regierung will ein Gesetz gegen den Verkauf unter Einstandspreisen im Lebensmitteleinzelhandel auf den Weg bringen. Supermärkte sollen demnach den Erzeugern mindestens den Produktionspreis zahlen.

12.1.2018: bayerische-staatszeitung.de: Die Macht der Verbraucher
Immer mehr Unternehmen verbannen Glyphosat aus der Erzeugerkette – weil die Konsumenten das Herbizid ablehnen

5.1.2018: topagrar.at: Milchanlieferung deutlich über Vorjahr
Die Milchanlieferung an die österreichsichen Molkereien stieg in den letzten Monaten des Jahres 2017 immer stärker an. Laut letzter Erhebung der AMA lag die Anlieferung im November im Vergleich zum Vorjahr um 10,2 % höher. Insgesamt hebt sich die Milchmenge immer stärker vom Vorjahr ab.

4.1.2018: gmeiner-meint.blogspot.co.at: Politik für die Bauern? Oder Showprogramm für die Gesellschaft?

Medienberichte

23.12.2017: ooe.orf.at: Gmundner Molkerei zahlt weniger für Milch
Schlechte Nachrichten für die Milchbauern in Oberösterreich kommen von der Gmundner Molkerei. Sie senkt mit Jahresbeginn den Preis für Rohmilch um 3,2 Cent pro Kilo. Zuletzt lag der Preis bei rund 40 Cent.

20.12.2017: sueddeutsche.de: Aldi bereitet strenge Glyphosat-Kontrollen vor
In einem Brief verlangt der Discounter von den Lieferanten genaue Informationen über die Verwendung des umstrittenen Unkrautvernichters. Geht es um die Gesundheit der Kunden? Oder um einen Marketing-Gag?

19.12.2017: agrarheute.com: Milchpreis: Spotmilch stürzt unter 20 Cent
Die Preise für die zwischen den Molkereien gehandelte Spotmilch sind Ende Dezember dramatisch abgestürzt.

19.12.2017: topagrar.at: Mehr Bio- als konventionelle Milch
In den Monaten Jänner bis Oktober 2017 stieg die Gesamtmilchanlieferung in Österreich im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 2,5 % oder 69 Mio. kg an.

18.12.2017: vorarlberg.orf.at: Wie die Milchproduktion im Ländle funktioniert
Damit der Konsument täglich Milch konsumieren kann, müssen Milchkühe immer wieder besamt werden. Die Milchproduktion ohne Förderungen wäre unrentabel. Ein Blick hinter die Kulissen.

17.12.2017: tt.com: Bauernbund und Kammer: Verflechtung im Visier
Dass über die Bauernkammer auch der „Parteitag“ des VP-Bauernbunds organisiert wird, sorgt für Kritik. Präsident Hechenberger verweist auf die strikte Trennung.

13.12.2017: derstandard.at: Landwirtschaftskammer: Ist da ein Wolf im Schafstall?
Userkommentar Franziskus Forster: Statt einer Diskussion der Pflichtmitgliedschaft brauchen wir eine Debatte über die Pflichten gegenüber den Mitgliedern – und gegenüber der Gesellschaft. Aktuell kommen einige Fragen zu kurz. Etwa: Was ist eigentlich eine öffentlich-rechtliche Interessenvertretung?

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Jahreshauptversammlung 2017

Die heurige Jahreshauptversammlung fand am 9.12.2017 wieder in Steyr beim Gasthaus “Wirt im Feld” statt. Sie war auch heuer wieder gut besucht und die Ehrengäste waren Frau Julianna Fehlinger von der Österreichischen Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung (ÖBV) und Herr Franz Rohrmoser, Konfliktforscher.

Hier ein paar Eindrücke dazu:

Ewald Grünzweil, IG-Milch, A faire Milch, Faironika, Jahreshauptversammlung

Jahreshautpversammlung 2017

 

TV-Filmtipp

ARTE zeigt den Dokumentarfilm “Das System Milch” am Di. 21.11.2017, 20.15 Uhr;
Nächste Ausstrahlung : Freitag, 8. Dezember um 09:25

Milch ist Big Business. Die Doku “Das System Milch” zeigt die Machenschaften der globalen Milchindustrie und die Folgen für Tiere, Umwelt und Menschen.utopia.de

https://tvheute.at/…/send…/das-system-milch-doku_-1148653855

 

Medienberichte

29.11.2017: kleinezeitung.at: Glyphosat: Breite Front für nationales Verbot in Österreich
Nach EU-weiter Verlängerung: Spar-Vorstandschef fordert österreichweites Glyphosatverbot. Auch einige Molkereien und Pflanzenhändler Bellaflora für Verbot.

28.11.2017: kaernten.orf.at: Kärntner Milch überlegt Glyphosat-Verbot
Die Oberkärntner Molkerei „Kärntner Milch“ will künftig ihren Milchlieferanten verbieten, das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat einzusetzen. Die Entscheidung soll in der nächsten Woche fallen. 1.250 Milchbauern beliefern die Molkerei.

27.11.2017: diepresse.de: Warum Deutschland bei Glyphosat umfiel
Die verlängerte Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters hat auch wirtschaftliche Hintergründe. Sie ist dennoch falsch und wird sich langfristig rächen.

27.11.2017: tagesspiegel.de: Studie: EU-Agrarpolitik ist widersprüchlich und veraltet
Die Gemeinsame Agrarpolitik sichert sowohl das Einkommen der Landwirte als auch die Lebensmittelsicherheit in der EU. Aber sie ist veraltet und muss radikal geändert werden, lautet das Ergebnis einer Studie von Nichtregierungsorganisationen und Europaabgeordneten. Samuel White

23.11.2017: cbo.fro.at: Radio AGEZ-Radio Helsinki: Vergossene Milch?
Zusammenschnitt der Veranstaltung „Vergossene Milch?“ von Leonie Groihofer, die am 18. September 2017 im Welthaus Graz stattgefunden hat.

Preise im Keller, Bauernsterben und trotzdem Überproduktion am Milchmarkt. Durch Orientierung auf den Weltmarkt kommen Kleinbauern unter die Räder. Wie kann aber eine Landwirtschaft aussehen, die gleichzeitig sozial und ökologisch nachhaltig ist und ohne Dumping von Überschüssen auskommt?

Darüber diskutieren: Ewald Grünzweil (IG-Milch), Karl Buchgraber (Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein), Stephan Pöchtrager (Werner Lampert Beratungsges. m. b. H., Projektmanagement)

22.11.2017: agrarheute.com: Milch: FrieslandCampina beschließt Krisenmaßnahmen
Der Mitgliedsrat von FrieslandCampina hat einer vorübergehenden vorläufigen Maßnahme zugestimmt, falls die Milchbauern im Frühjahr wieder zuviel Milch anliefern.

10.11.2017: agrarheute.com: Milchmarkt: Bayerischer Landtag will Mengensteuerung
Am Donnerstagabend hat der Bayerische Landtag fraktionsübergreifend beschlossen, dass es ein EU-weites Instrument zur Mengenreduzierung in Krisenzeiten braucht.

 

Franz Rohrmoser: Die IG-Milch und die kritische Bürgerbewegung

Die IG-Milch und die kritische Bürgerbewegung

Von Franz Rohrmoser

Manchmal glauben wir es aus der Sicht einer Bauernorganisation gar nicht, wie viele kritische KonsumentInnen und BürgerInnen sich kritisch und kompetent mit der Agrarpolitik auseinandersetzen. Die IG-Milch ist dabei ein geachteter Gesprächspartner. Das hat sich in den letzten Herbstmonaten wieder bei drei Veranstaltungen gezeigt.

Gauting bei München

Ein Medium, über das die IG-Milch in diesem Jahr wieder sehr bekannt wurde, ist der kritische Film „Bauer unser“ von Robert Schabus, in dem ja bekanntlich IG-Milch-Obmann Ewald Grünzweil mehrmals sehr markant und auch provokativ auftritt. Das wirkt bis nach Deutschland und so wurde Ewald am 13. September von einer kritischen Bürgergruppe nach Gauting im Landkreis Starnberg, südwestlich von München, zu einer Filmvorführung „Bauer unser“ mit anschließender Diskussion geladen. Ernst Halbmayr und ich begleiteten Ewald und wir nutzten dabei die Fahrtzeiten mit der Bahn für interne Gespräche, wie es mit der IG-Milch weitergehen kann und wird.

Die Moderatorin der Veranstaltung Christiane Lüst, die uns bei der Ankunft empfängt, betreibt in der Kleinstadt Gauting ein Umweltzentrum mit Fair-Café und einen Fairtrade Hofladen. Sie ist eine sehr energische, starke Frau. Christiane Lüst ist die Gründerin des Netzwerkes „Aktion GEN-Klage“ mit dem Ziel, die Einführung der Agrogentechnik in Europa auf juristischem Weg zu stoppen. Inzwischen haben sich ihrer Aktion GEN-Klage über 60 Organisationen aus Europa, Asien, Amerika und Afrika angeschlossen. Sie definieren den Schutz vor Gentechnik als Menschenrecht und kontrollieren, ob die Regierungen das auch einhalten. Bei Nichteinhaltung wird dies auf juristischem Weg eingefordert und öffentlich gemacht und sie zwingen dabei die Regierungen, die allgemein die UNO-Menschenrechte angenommen und beschlossen haben zur Umsetzung. Das ist ein sehr wirksamer Ansatz wo jeder, jede etwas bewirken kann, betont Christiane.

Der Film „Bauer unser“ und das anschließende Gespräch wurde im Kino der Klein-stadt Gauting aufgeführt. Ewald Grünzweil stellte sich anschließend der Debatte und kam beim Publikum sehr gut an. Die Diskussion mit der bewährten Moderatorin Christiane Lüst war ein Erfolg. Gesprochen wurde über unterschiedlichste Themen und Probleme der heutigen Landwirtschaft, deren Vermarktung und Verbrauchern. Ewald konnte alle Fragen beantworten und zeichnete sich – wie der Veranstalter es in einem Bericht nachher schrieb – durch sein enormes Fachwissen aus. Er erklärte auch das im Jahr 2016 in Österreich von der IG-Milch veröffentlichte „Milch-Manifest“. So wurde festgestellt, dass Probleme in der Österreichischen und der Deutschen Landwirtschaft oft ähnlich gelagert sind. Gleiche oder ähnliche Forderungen sollten also auch – gerade jetzt, in der Zeit der Bundestagswahl in Deutschland – und auch in Europa angedacht und erhoben werden. Das Milch-Manifest wurde an Teilnehmer verteilt und mit Interesse angenommen.

Nach der Diskussion ließen wir bei einem Feierabendbier den interessanten und für viele Teilnehmer lehrreichen Abend ausklingen.

Welthaus Graz

Eine zweite Veranstaltung, in der die Verbindung der IG-Milch mit kritischen Bürgerbewegungen sichtbar wurde, fand am 18. September im Welthaus Graz statt. Man kennt sich über die Plattform „Wir haben es satt“, wo neben der ÖBV unter anderen auch Dritte Welt Organisationen, darunter das Welthaus beteiligt sind. Zu dieser Diskussion im Welthaus Graz wurde wiederum Ewald Grünzweil als Experte geladen. Weitere Experten waren: Stephan Pöchtrager (Werner Lampert Beratungs Ges. m. b. H.) und Karl Buchgraber (Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein). Die Diskussion moderierte Markus Meister vom Welthaus. Von der IG-Milch war noch Bernd Kaufmann anwesend, der sich in einer sehr kritischen Wortmeldung einbrachte. Es ging um die schwierige Lage der Bauern – hier bei uns und weltweit -, Billigpreise und Butterengpässe, der Klimawandel und Wetterextreme, die Rolle der Handelsketten und die Macht der KonsumentInnen. Das waren einige der Themen, über die die Expertenrunde Montagabend im Grazer Welthaus diskutierte.

Das Publikumsinteresse war groß, wie auch die vielen Fragen an die Experten zeigten. Als Ewald Grünzweil als Milchbauer mit 40 Kühen und als Obmann der IG-Milch sagte: “Wenn die Bedingungen nicht besser werden, weiß ich nicht ob es mit meinem Hof nach mir weitergeht“, ließ das die Zuhörer aufhorchen. Stephan Pöchtrager erklärte durchaus spannend wie die Lampert-Gruppe es schafft, dass ein Billiganbieter, wie der Hofer, einzelne, regional definierte Spezialprodukte mit einem höheren Preis verkauft, um auch den Bauern einen höheren Preis zu zahlen. Karl Buchberger von Raumberg-Gumpenstein zeigt sich als gewiefter Politiker, der zwar die notwendigen Neuerungen recht gut kennt und auch vertritt, aber gleichzeitig auch die gängige Agrarpolitik in Schutz nimmt.

Im Rahmen der Veranstaltung in Graz fand auch ein Gespräch mit dem Grazer Professor für Soziologie Franz Höllinger statt, der im Sommer gemeinsam mit Ernst Halbmayr in einer Radiosendung diskutierte. Es ging um eine mögliche Zusammen-arbeit, wobei bisher keine besondere Möglichkeit sichtbar wurde.

City-Kino in Steyr

Eine dritte Veranstaltung fand ein Monat später am 18. Oktober im City-Kino in Steyr statt, dort wo auch die letzte Jahreshauptversammlung der IG-Milch war. Gezeigt wurde der sehenswerte Dokumentarfilm „Das System Milch“ von Andreas Pichler. Es wird auf erschreckende Weise gezeigt, wie die europäische Milchwirtschaft auf Abwege geraten ist. Hier vertrat Ernst Halbmayr die IG-Milch und bereicherte mit seinem großen Wissen die anschließende Diskussion neben dem kritischen Tierarzt Dr. Vinzenz Loimayr aus der Region Steyr. Auch Ewald Grünzweil, Erwin Thumfart und Thomas Schmidthaler mit Frau, sowie Stefan Scheipl nahmen von der IG-Milch teil.

Der Filmemacher Andreas Pichler, geboren 1967 in Südtirol, ist ein gelernter Profi. Er arbeitet in Deutschland und hat schon mehrere berühmt gewordene Filme gemacht und hat Auszeichnungen dafür erhalten. Sein Film „System Milch“ zeigt in einer anderen Form die gleiche Grundproblematik auf wie der Film „Bauer unser“ von Robert Schabus. Der von der Agrarpolitik selbst gemachte Wachstumswahn und Verdrängungswettbewerb zwischen Bauern geht von der Illusion aus, dass wir unsere Milch in den asiatischen Ländern verkaufen können. Der Film zeigt aber auch auf der fundierten Basis des Welternährungsberichtes klar und beeindruckend auf, dass die künftige Welternährung nicht die agrarindustriellen Großbetriebe sichern. Diese Ernährung wird nur gesichert durch eine lokale, bäuerliche Produktion, mit breit gestreuten Kleinbetrieben vor Ort, die mit biologischem Anbau, direkt vom Menschen essbares Getreide und Gemüse erzeugen und wo Kühe die natürliche Ressource Gras, das der Mensch nicht essen kann, wunderbar in Milch und Fleisch verwandeln. Wenn eine solche Produktion in regionaler, direkter Verbindung mit der lokalen Bevölkerung erfolgt, kann sie am besten die Welternährung mit wenig Energieaufwand sichern.

Fazit

Die drei Veranstaltungen zeigen eindrucksvoll wie verschiedene Gesellschafts-gruppen sich auf hohem Niveau, in unterschiedlichen Formen sich mit Bauern, Ernährung und Agrarpolitik befassen. Sei es die Gruppe im Raum München, die hoch effizient Gentechnik verhindert. Oder das Welthaus Graz zeigt uns wie Organisation, die sich für Entwicklungshilfe einsetzen, auch die Agrarpolitik bei uns studieren und die Öffentlichkeit aufmerksam machen, wenn wieder Milchpulver mit Dumpingpreisen nach Afrika gebracht wird und dort die eigenen Bauern zerstört. Und der neue Film „System Milch“ von Andreas Pichler zeigt wie immer mehr professionelle Filme-macher, die Probleme aufgreifen. Für Bauern, Bäuerinnen kann und soll das ein Ansporn sein:

  • Erstens entsteht immer mehr Wissen über die Zustände und Zusammen-hänge. Das mögen unsere Eliten nicht. Dieses Wissen ist also eine wesentliche Voraussetzung für notwendige Änderungen, es ist jedenfalls ein wesentliches Potential für Veränderungen.
  • Zweitens entstehen aus diesem Potential immer mehr Möglichkeiten der Kooperation zwischen Erzeugern und Verbrauchern.
  • Drittens stellt sich dabei aber die Frage ob Bäuerinnen und Bauern überhaupt noch das Interesse, den Mut, die Kraft und die Zeit aufbringen dieses Potential und Möglichkeiten für sich und die bäuerliche Zukunft zu nutzen.

Ewald Grünzweil hat mich als Begleiter zu allen drei Treffen mitgenommen, ich fand es spannend und bereichernd, dass ich mit dabei war.

 

Franz Rohrmosers “Offener Brief an Bundesminister Andrä Rupprechter”

Offener_BRIEF_an_BM_Rupprechter-1

Offener Brief an Bundesminister Andrä Rupprechter

Offener_BRIEF_an_BM_Rupprechter – Download

 

Neues Attac-Buch: Entzauberte Union. Warum die EU nicht zu retten und ein Austritt keine Lösung ist

Der europaweite Aufstieg rechter und rechtsextremer Parteien findet in Österreich seine Fortsetzung. Ein Hauptgrund dafür ist die zunehmende soziale Spaltung der Gesellschaft: Die Mehrheit sieht ihr Stück vom Kuchen immer kleiner werden. Wenn das so ist, sollen immer weniger Menschen überhaupt etwas vom Kuchen bekommen, so die angebliche Lösung.

Wer glaubt, „mehr EU“ wäre die Antwort auf das Erstarken der Rechten, wird enttäuscht werden. Denn in ihrem Kern ist die EU selbst ein Raum verschärfter Konkurrenz – sowohl zwischen den EU-Staaten als auch auf globaler Ebene.

Mit unserem neuen Buch „Entzauberte Union. Warum die EU nicht zu retten und ein Austritt keine Lösung ist“ liefern wir den Anstoß für einen neuen Umgang mit der EU: Hat die EU überhaupt das Potenzial, jenes „soziale und demokratische Europa“ zu werden, das uns seit Jahrzehnten als politisches Idealbild präsentiert wird?

Um Antworten darauf zu finden ist es nötig, viele unserer liebgewonnenen EU-Bilder zu entzaubern. Doch wenn die EU nicht zu retten und auch eine Rückkehr zum Nationalstaat keine Lösung ist – was dann?

 

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herausgegeben von Attac Österreich

Download: Leseprobe

Mandelbaum Verlag, edition Kritik & Utopie
250 Seiten, EUR 15,00
ISBN: 978-3854766698

 

Medienberichte

31.10.2017: schweizerbauer.ch: Fertig mit Kraftfutter für Milch
Weniger ausländisches Kraftfutter entlastet den Milchmarkt und die Umwelt, spart Kosten und stärkt die Positionierung der Schweizer Milch, schreibt die Agrarallianz.

30.10.2017: wallstreet-online.de: Frankreich: Schlimmster Butternotstand seit dem Zweiten Weltkrieg
Der Preis für Butter am Weltmarkt hat sich innerhalb eines Jahres verdreifacht. In Frankreich kommt es indes zu Lieferengpässen. Auch Deutschland ist von massiven Preissteigerungen betroffen.

28.10.2017: topagrar.com: Milch-Boom in Irland und kein Ende?
Bis 2020 wollte Irland seine Milchmenge verdoppeln, jetzt erreicht die grüne Insel dieses Ziel schon nächstes Jahr. Wie viel mehr Milch kommt noch? Vollgas nach dem Quoten-Ende: Mit Neueinsteigern, mehr Kühen und höheren Leistungen steigerte Irland die Milchanlieferung bis 2016 um 1,1 Mio. t auf 6,7 Mio. t. Damit kamen knapp 20% der zusätzlichen Milch der EU im letzten Jahr aus Irland.

25.10.2017: Molkerei Berchtesgadener Land: Glyphosat-Verbot für Bauern
Die Molkerei Berchtesgadener Land verbietet Bauern die Nutzung des Umkrautvernichters Glyphosat. Piding/Brüssel – Im Gegensatz zur EU-Kommission hat die Molkerei Berchtesgadener Land am Mittwoch eine Entscheidung zum Thema Glyphosat gefällt: Einstimmig beschloss der Aufsichtsrat der Genossenschaft, seinen Zulieferern den Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichters mit sofortiger Wirkung zu untersagen. Das sagte Geschäftsführer Gerhard Pointner dem „Münchner Merkur“.

19.10.2017: kleinezeitung.at: Butter könnte bald wieder billiger werden, Milch wird teurer
Butterpreis sinkt ab November in Deutschland. Dafür werden andere Molkereiprodukte teurer.

19.10.2017: science.orf.at: Deutlich weniger Vögel und Insekten
In Deutschland ist die Zahl der Vögel und Insekten laut zwei neuen Studien in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft. Die Ursachen dafür sind nicht sicher, aber intensive Landwirtschaft und Umweltgifte dürften eine Rolle spielen.

17.10.2017: topagrar.at: Nach Glyphosateinsatz auf Grünland denkt Molkerei über Konsequenzen nach

15.10.2017: br.de: Arbeitsbelastung der Landwirte Bauernfamilien leiden immer öfter unter Burnout
Die Werbung gaukelt uns ein romantisches Bild der Landwirtschaft vor: Glückliche Kühe, sonnengebräunte Bauern, Blumenwiesen. Doch die Realität schaut meist anders aus: Arbeitsverdichtung und Stress führen immer öfter zu Konflikten auf den Höfen. Die Landwirtschaftliche Familienberatung der Kirchen bietet Hilfe an.

9.10.2017: br.de: Protest gegen Preisverfall: Bauern versprühen Milchpulver in München
Spektakuläre Aktion am Montagmittag vor der Bayerischen Staatskanzlei in München: Bei seiner “Milch-(Ver)-Pulver-Tour” ist der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter mit 200 Schleppern vorgefahren. Dann wurde Milchpulver versprüht.

6.10.2017: gmeiner-meint.blogspot.co.at: Geben sich die Bauernvertreter auf?

5.10.2017: tt.com: Rücktritt nach Wirbel um „falsche“ Eier im Außerfern
Der Außerferner Bezirksbauernchef Richard Wörle hatte einem Pflegeheim Eier aus deutschen Legebatterien statt aus heimischer Freilandhaltung geliefert. Unterschiedliche Stempel hatten den Verdacht der Heimleitung erregt.

4.10.2017: noen.at: Bauern beklagen Steuerlast
Einheitswerte erhöhten sich in St. Georgen/Reith um bis zu 168 Prozent. Kleinbauern vor dem Aus.

St. Georgen/Reiths Bauern beklagen die massive Abgabenlast durch die neuen Einheitswerte. Am Bild: Martin Helmel, Franz Hager, Klaus Hobiger, Andreas Hager, Erich Baumann und Thomas Haidler (v.l.). |© Kössl

3.10.2017: orf.at: Glyphosat: Österreich gegen Zulassungsverlängerung
Österreich wird auf EU-Ebene künftig gegen eine Verlängerung der Zulassung des umstrittenen Pestizids Glyphosat stimmen. Der Beschluss wurde heute auf Initiative der Grünen im EU-Unterausschuss des Parlaments gefasst. SPÖ und FPÖ schlossen sich dem Antrag an.

Nyéléni Herbsttreffen der Bewegung für Ernährungssouveränität

Tagung “Gutes Essen für Alle”, 26.-29. Oktober 2017 in Graz!

Nyeleni Herbsttreffen 2017 Bewegung für Ernährungssouveränität

Gutes, gesundes und lokal angepasstes Essen für alle Menschen zugänglich zu machen, ist die Vision der Bewegung für Ernährungssouveränität. Den akuten Krisen unserer Zeit setzt Ernährungssouveränität eine bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft entgegen.

Von 26. bis 29. Oktober erwarten die Teilnehmer*innen der Tagung in ganz Graz Workshops, Buchvorstellungen, Podiumsdiskussionen, eine Posterausstellung von Studierendenarbeiten und Exkursionen zur Gelawi Jaklhof und ins Stadtteilzentrum Jakomini.

Programmpunkte: Demokratische Lebensmittelpolitik, Klima-smarte Landwirtschaft und andere Verirrungen, Solidarische Landwirtschaft, Vereinnahmung von Rechts und Zivilcourage, Milch und Macht, Pflegearbeit, Food Literacy, Zugang zu Land, Rechte von Erntehelfer*innen, Landgrabbing-Geschäfte von Finanzinvestoren, Degrowth, Ernährungsräte, uvm.

Für vegane, saisonale Verpflegung wird gesorgt. Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung unter: www.ernährungssouveränität.at/anmeldung

Details unter:
http://www.ernährungssouveränität.at/nyeleni-herbst-2017/
https://www.facebook.com/events/1715509192077070/

 

Medienberichte

29.9.2017: tirol.orf.at: Erneut EU-Kritik wegen Almfutterflächen
Österreich drohen laut EU-Rechnungshof erneut Millionen-Rückzahlungen wegen der Almflächen. Das Problem begann vor Jahren, betroffen waren damals auch tausende Tiroler Bauern. Die sollen laut Agrarlandesrat Josef Geisler jedoch nicht erneut zur Kasse gebeten werden.

29.9.2017: salzurg.orf.at: Neue Lungauer Öko-Milch um zwei Euro
Die Salzburg Milch verkauft nun spezielle Milch aus dem Lungau. Sie kostet stolze zwei Euro pro Liter. Die „Reine Lungau“ soll besonders wertvoll, tier- und naturfreundlich sein. Sie wird die teuerste Milch in allen Regalen.

29.9.2017: topagrar.at: Milchpreise ziehen weiter an
Die Berglandmilch und die Gmundner Milch haben bekannt gegeben, die Erzeugerpreise mit 1. Oktober zu erhöhen. Berglandmilch erhöht um netto 0,5 Ct/kg, Gmunden um netto 1,7 Ct/kg. Die Erhöhungen gelten bei beiden Unternehmen bis einschließlich 31. Dezember 2017.

29.9.2017: tips.at: Gmundner Milch erhöht erneut Bauernmilchpreis
GMUNDEN. Die vorerst stabile Situation am europäischem Milchmarkt kommt auch den Milchlieferanten der Gmundner Molkerei zu Gute. 

26.9.2017: tvthek.orf.at: Salzburg Heute: 19.00 Uhr: Geschäft mit der Butter:
Die Butterpreise sind hoch wie nie. Innerhalb von 16 Monaten ist der Preis für ein Viertel Kilo Butter um bis zu 80 Prozent gestiegen. Aber wer profitiert eigentlich davon?

 

IG-Milch: Buttermangel beweist das Chaos am Milchmarkt

Rekordpreise, ja sogar Lieferengpässe bei Butter sind die logische Folge, wenn niemand in der Milchbranche Verantwortung übernimmt.

Vor einigen Monaten sah sich die größte Molkerei Österreichs (Berglandmilch mit der Marke Schärdinger) außerstande die letzten 37 Bauern der Freien Milch Austria zu übernehmen. Wenige Monate später können einzelne Buttersorten nicht mehr vollständig geliefert werden, während mehr als hundert Bauern, die zu den drei größten (Genossenschafts-)Molkereien zurückgekehrt sind, Strafzahlungen leisten müssen. Dieses Chaos hinterlässt viele Verlierer und wenige Gewinner. Die Konsumentinnen und Konsumenten müssen Rekordpreise für Butter bezahlen, während Bäuerinnen und Bauern nur geringfügig von steigenden Verkaufspreisen profitieren.

Ebenso schwierig ist auch die Situation für große Lebensmittelverarbeiter, die aus gutem Grund Milchfett in der Rezeptur haben, was sich jetzt als unkalkulierbar beweist. „Das freie Spiel der Kräfte ist wie von uns vorhergesagt, schon nach kürzester Zeit gescheitert. Wir fordern daher einen runden Tisch mit Verantwortungsträgern aus Molkereiwirtschaft, Handel, Politik und IG-Milch, um tragfähige Modelle für eine vernünftige Milchpolitik zu entwickeln,“ so Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch. „Es darf nicht hingenommen werden, dass Milch zum Spekulationsobjekt verkommt und dabei tausende Bäuerinnen und Bauern auf der Strecke bleiben. Die IG-Milch fordert daher, die sofortige Beendigung der Strafsanktionen gegen ehemalige Freie Milch Lieferanten und verbindliche Vereinbarungen über Liefermengen. Nur dies führt zu einem stabilen und fairen Milchpreis, sowohl für Bäuerinnen und Bauern, als auch für Konsumenten und Konsumentinnen,“ so Grünzweil abschließend.

 

Rückfragehinweis:
IG-Milch
Ewald Grünzweil
Obmann IG-Milch
0664 2023869
office@ig-milch.at
www.ig-milch.at

 

Unsere Faironika als Theatermaskottchen

Das Bauernstück “Das sündige Dorf” wurde am 13. und 14. September 2017 in Altenhof aufgeführt:

“Assista Soziale Dienste GmbH bedankt sich herzlich bei der IG-Milch für die Leihgabe einer roten Kuh. (FAIRONIKA!!)

Faironika war unser Theatermaskottchen, als eine Gruppe von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung die Komödie „Das sündige Dorf“ aufführten und sie passte sich wunderbar unserer ländlichen Kulisse an.”

 

Wenn auch Sie unsere Faironika ausleihen möchten, dann melden Sie sich doch rechtzeitig im IG-Milch-Büro (office@ig-milch.at, 07213/20591). Wir helfen Ihnen gerne!

 

Gewinner einer Plüsch-Faironika bei den Krone Adventure Days Erzberg 2017

A faire Milch, IG-Milch, Milch, Kühe, Kuh, Faironika, AfaireMilch Kühe_Up&Down MTB Challenge_(c) Mario Kuhnke

Faironikas bei den Krone Adventure Days Erzberg 2017 © Mario Kuhnke

Um bei den Krone Adventure Days Erzberg 2017 eine Plüschfaironika zu gewinnen, musste folgende Frage richtig beantwortet werden:

Wie viele Liter Milch konsumieren die Österreicher durchschnittlich pro Kopf und Jahr?

Die richtige Antwort lautet: 76 Liter

 

Gewonnen haben:

Karl Detschmann:

Karl Detschmann - Enkelin Sophie Tramposch, IG-Milch, Faironika, Plüschfairo, Kuschelfairo, A faire Milch

Enkelin Sophie Tramposch aus der Hochsteiermark freut sich über die Kuschelfaironika

Anna Klinser:

A faire Milch, Anna Klinser, Plüschfairo mit Kinder

Die Plüschfaironika wurde herzlichst in den Kreis der neuen Familie aufgenommen!

Wolfgang Zöchbauer-Pröll:

Wolfgang Zöchbauer-Pröll, Plüschfairo, A faire Milch

Plüschfaironika mit Erzberg-Medaille und Pokal

 

Herzlichen Dank für die Teilnahme und die Zusendung der tollen Bilder!

 

Medienberichte

26.9.2017: salzburg.orf.at: Teure Butter: Keiner will daran verdienen
Die Butterpreise befinden sich weiter im Höhenflug – sie sind in den vergangen 16 Monate um bis zu 80 Prozent in die Höhe geschnellt. Sowohl Lebensmittelindustrie als auch Konsumenten müssen für den Rohstoff Butter also deutlich mehr bezahlen.

22.9.2017: burgenland.orf.at: Butter: Bauern und Konsumenten in Sorge
Derzeit kostet Butter um bis zu 80 Prozent mehr als Mitte 2016. Vor allem Bäcker und Konditoren stöhnen. Der Grund für den Preisanstieg liegt an der verstärkten Nachfrage und dem geringeren Angebot.

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