Radiosendung Ö1 am 12.6. 2019 um 13:00 Uhr

12.6. 2019, 13:00 Uhr, Ö1, Sendung: “Punkt eins”

Prost Milch!

Zwischen Almwiesen und Melkroboter
Gäste: Thomas Stollenwerk, Autor “Schwarzweißbuch Milch”, Chefredakteur des Magazins Biorama und Ewald Grünzweil, Bio-Milchbauer aus Oberösterreich, Obmann der IG-Milch
Moderation: Natasa Konopitzky. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79

Natasa Konopitzky spricht mit dem Autor Thomas Stollenwerk, Autor des “Schwarzweißbuch Milch” und dem oberösterreichischen Bio-Milchbauern Ewald Grünzweil über Milchimage, Milchmarkt und Milchproduktion: Welche Auswirkungen hatte das Ende der Milchquote auf den Milchmarkt? Warum könnten heimische Milchbetriebe ohne Subventionen nicht überleben? Unter welchen Bedingungen werden Milchkühe gehalten? Welche Auswirkungen hat die Technisierung der Ställe auf die bäuerlichen Arbeitsbedingungen und das Tierwohl? Und wo landet eigentlich die Milchüberproduktion?

https://oe1.orf.at/programm/20190612/556252/Prost-Milch

zum Nachhören: https://oe1.orf.at/player/20190612/556252

 

Medienberichte zum Aktionstag 31.5.2019

31.5.2019: noe.orf.at: Milchbauern kritisieren „Schüttgebühren“
Die IG-Milch übt Kritik an der Bundeswettbewerbsbehörde. Diese habe nichts dagegen unternommen, dass Bauern ihrer Gemeinschaft „Schüttgebühren“ bei Großmolkereien bezahlen müssten. Die Behörde weist den Vorwurf zurück.

31.5.2019: topagrar.at: Kritik an BWB und Großmolkereien
Nach dem Ende der Milchhandelsgesellschaft „Alpenmilch Logistik“ (ehemals „Freie Milch Austria“) mussten die Bauern zu den Molkereigenossenschaften zurückkehren. Die IG Milch kritisiert die Schüttgebühren von Berglandmilch und NÖM sowie das Einschlafen der BWB-Ermittlungen scharf.

Obmann Ewald Grünzweil und Ex-FMA-Geschäftsführer Ernst Halbmayr prangern die ihrer Überzeugung nach großen Missstände in der Molkereiwirtschaft an. (Bildquelle: Spanring)

30.5.2019: bauernladen.at: Milch macht Muckis
Am 1. Juni feierten wir den Weltmilchtag. Aber wir müssen auch reden: Über Muskelaufbau, das Comeback der Glasflasche, Bio und faire Preise.

30.5.2019: oekonews.at: Missstände am Milchmarkt gefährden KonsumentInnen und Klima
Die Lage am Milchmarkt ist nach wie vor sehr angespannt. Nur die starke Trockenheit letzten Jahres hat ein völliges Überlaufen des Marktes verhindert.

3.6.2019: medianet.com: IG Milch deckt Missstände in der Milchindustrie auf
In einer Pressekonferenz am 29. Mai 2019 anlässlich des Welt-Milch-Tages am 1. Juni informierten Mitglieder der IG Milch über die aktuell sehr angespannte Lage am Milchmarkt.

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Aktionstag am 31. Mai 2019 + Streiken mit Greta!

Aktionstag für Klimagerechtigkeit von System Change not Climate Change
Aktion und Kundgebung #FarmersForFuture

Die Klimakrise zeigt deutlich: So kann es nicht weitergehen! Anlässlich des “Aktionstages für Klimagerechtigkeit” und des “Weltmilchtages” wollen wir aufzeigen, was aus unserer Sicht ein wichtiger Fortschritt wäre: Statt ein immer besseres Klima für Konzerne zu schaffen braucht es endlich Platz für Alternativen! Die Machtkonzentration durchzieht alle wichtigen Bereiche unseres Agrar- und Lebensmittelsystems: Ob bei Milch, Fleisch, Saatgut, bei Tierzucht, Düngemitteln, Digitalisierung, Pestiziden, Maschinen oder im Handel. Diese Machtkonzentration ist nicht gut für ein gutes Klima für alle. Durch diese Global Player wird ein Agrar- und Ernährungssystem befördert, das in die falsche Richtung geht. Wir wollen in der Klimakrise nicht von diesen Playern abhängig sein. Zusätzlich können Konzerne mit den ISDS-Sonderklagerechten in Handels- und Investitionsabkommen Regulierungen zum Schutz von Umwelt und Klima aushebeln. Deshalb fordern wir endlich Platz für Alternativen! Diese müssen demokratisch sein. Das wollen wir bei dieser Aktion zum Ausdruck bringen und rufen zur Beteiligung auf! Hinkommen und mitmachen! #FarmersForFuture

Aufruf von Nyéléni Austria  – Bewegung für Ernährungssouveränität, ÖBV-Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung, IG-Milch, FIAN Österreich, Attac, Netzwerk Soziale Verantwortung, Südwind

www.ernährungssouveränität.at   www.klimacamp.at/aktionstag

 

Wir werden dann auch noch bei der Klimastreik-Aktion Fridays for Future Austria am Heldenplatz dabei sein!

Beginn 11.55 Uhr

Fridays For Future Austria wird bei einem gemeinsamen Streik mit Greta Thunberg in Wien ein Zeichen setzen, um die Entscheidungsträger*innen aufzufordern, gegen das Fortschreiten des Massenaussterben und der Klimakrise vorzugehen. Greta wird dazu eine Rede halten, ebenso Vertreter*innen der österreichischen Fridays For Future Ortsgruppen.

 

Streiken wir zusammen mit Greta! Farmers for Future streiken mit! Streiken wir alle mit!

FB Banner

Wir spüren tagtäglich und direkt die Folgen der Klimakrise und des Artensterbens. Wir wollen gute Lebensmittel für alle produzieren. Damit das auch in Zukunft möglich ist, brauchen wir endlich neue Wege! Wir wollen eine Landwirtschaft, die nicht die eigenen Grundlagen zerstört. Weiter wie bisher ist keine Option!

Es braucht mehr neue Bauernhöfe! Für Agrarökologie! Für Vielfalt und Klimagerechtigkeit! Deshalb streiken wir!

Busfahrplan zur Wien-Aktion:
Abfahrtszeit        Treffpunkt
05:00 Uhr            Vorderweissenbach
05:05 Uhr            Grünzweilreith
05:10 Uhr            Bad Leonfelden
05:15 Uhr            Stiftung
05:20 Uhr            Zwettl/Rodl
05:30 Uhr            Glasau
05:40 Uhr            OBI, Freistädter Straße 302, 4040 Linz
06:20 Uhr            Landzeit St. Valentin
06:40 Uhr            Parkplatz Autobahnabfahrt Amstetten West
07:05 Uhr            Autobahnabfahrt Ybbs
ca. 8:00 Uhr       Ankunft Wien

ca. 13:00 Uhr      Rückfahrt

Wer noch weitere Zustiegsmöglichkeiten sucht, bitte im Büro oder beim Ansprechpartner melden!

 

Medienberichte

22.5.2019: krone.at: Vor der EU-Wahl: Steirische Bauern kämpfen gegen Bürokratie-Wahn
Vor der EU-Wahl am Sonntag wird die Forderung wieder ganz laut: endlich weg von überbordender Bürokratie! Vor allem steirische Bauern wenden Dutzende Stunden im Monat für den Amtsschimmel auf und wollen sich nicht mehr „überregulieren“ lassen; die Lebensmittelkennzeichnung wird gar als Schikane gesehen.

20.5.2019: schweizerbauer.ch: Milchbauern «sterben» langsamen Tod
Das Bekenntnis zur bäuerlichen Landwirtschaft ist eine Standardphrase der deutschen Politik. In Wahrheit stirbt die bäuerliche Landwirtschaft einen langsamen Tod, wie das Beispiel der chronisch defizitären Milchproduktion in Deutschland zeigt.

17.5.2019: sn.at: “Rettet die Kühe auf unseren Wiesen”
Milchpreise im Keller, Bauernsterben und trotzdem eine Überproduktion am Milchmarkt. Durch die Orientierung auf den Weltmarkt kommen unsere Kleinbauern still und leise unter die Räder.

14.5.2019: meinbezirk.at: Das ist “freie Marktwirtschaft”!
Die Landwirtschaft ist schon seit Jahren aus den Rudern gelaufen. Ein Appell an die Landwirte also: Lasst euch nicht von eurer Kammer und dem Ministerium so fehlleiten! Letztendlich werdet wieder IHR den Preis dafür bezahlen, dass andere das große Geld machen können. Ihr zerstört eure eigenen Lebensräume! Nachhaltigkeit schaut anders aus!

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Medienberichte

29.4.2019: daserste.de: Video: Die Story im Ersten: Gekaufte Agrarpolitik?
| 43:35 Min. | Verfügbar bis 29.04.2020

Die EU verhandelt derzeit eine Reform der Agrarpolitik. Das klingt technisch, dahinter steckt aber die Frage: Welche Landwirtschaft wollen wir haben?

28.4.2019: sueddeutsche.de:Landwirtschaft: Fragwürdige Verflechtungen
Eine Studie des Instituts Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen weist nach, wie eine kleine Gruppe von Akteuren aus Politik, Bauernverband und Agrarwirtschaft Schlüsselpositionen besetzt.

Trockenheit in der Landwirtschaft

Der Studie zufolge wirke die Agrarpolitik in Europa “zunehmend belastend” auf Biodiversität, Gewässer- und Luftqualität, das Klima, das Tierwohl und die Agrarstruktur.(Foto: dpa)

23.4.2019: weltagrarbericht: Intensivierung: Höhere Erträge auf Kosten der Artenvielfalt

land

Große Flächen, intensive Nutzung, geringer Artenvielfalt (Foto: CC0)

Die Intensivierung in der Landwirtschaft hat ihren Preis, da sie zulasten der Biodiversität geht. Wie hoch der Verlust der Artenvielfalt allerdings je nach Grad der Intensivierung der Landnutzung ausfällt, haben nun Wissenschaftler unter Leitung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) ermittelt. Rund 80% der Landflächen in Europa sind besiedelt und werden land- und forstwirtschaftlich genutzt, schreibt das UFZ in seiner Pressemitteilung. „Um die Erträge weiter zu steigern, wird die Nutzung intensiviert: Flächen werden zusammengelegt, um sie mit größeren Maschinen effizienter zu bewirtschaften. Es werden vermehrt Pestizide und Düngemittel eingesetzt oder eine größere Anzahl an Tieren auf der Weide gehalten.“ Solche Maßnahmen wirken sich zwar positiv auf den Ertrag, aber auch gleichzeitig negativ auf die Biodiversität aus, erläutert der Erstautor der Studie, Dr. Michael Beckmann. „Denn auch landwirtschaftlich genutzte Flächen bieten Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum.“

27.4.2019: blickinsland.at: EU-Milchproduktion wird weiter steigen
Die Milchproduktion der EU dürfte im Jahr 2019 weiter zunehmen. Die Zahl der Milchkühe war im Dezember 2018 in der Union zwar um 1,6% geringer als ein Jahr zuvor und die extreme Trockenheit des vergangenen Sommers wirkte sich negativ auf die Futterversorgung der Tiere aus. Ein erhöhter Kraftfutteraufwand in zahlreichen Ländern lässt jedoch die Milchleistungen je Kuh wieder steigen. Somit dürfte die Rohmilch-Anlieferung im ersten Quartal 2019 nur um 1% unter dem Rekordwert des Vorjahres liegen. Im Frühjahr und in der zweiten Jahreshälfte könnte die Erzeugung – normale Witterungsbedingungen vorausgesetzt – kontinuierlich zulegen und im Jahresschnitt um 0,7% auf 167,3 Mio. t steigen. Dies geht aus der jüngsten Kurzfrist-Prognose („Short Term Outlook“) der EU-Kommission hervor.

26.4.2019: kaernten.orf.at: Bauernprotest gegen Erhöhung von Einheitswert
Die zuletzt erhöhten Einheitswerte lassen Kärntens Bauern auf die Barrikaden steigen: Sie fordern erneut den Rücktritt von Landwirtschaftskammerpräsident Johann Mößler. Bei der Kammervollversammlung trat der Konflikt offen zutage.

19.4.2019: nachrichten.at: Politik will die heimischen Molkereien in einen Dachverband zwingen
LINZ/WIEN. Unter den gut 25.000 österreichischen Milchbauern herrscht Nervosität, weil der Lebensmittelhandel Druck auf die Preise von Molkereiprodukten ausübt. Die Politik will nun die Molkereien zur Zusammenarbeit zwingen, um wirtschaftlichen Spielraum zu schaffen.

18.4.2019: servus.com: Talk im Hangar 7: Mythos Milch: Gesund oder gefährlich
Milch, Käse, Topfen: Sie sind fester Bestandteil der österreichischen Küche – und obendrein gesund, wie uns Politiker und Mediziner versichern. Doch immer mehr Menschen begegnen dieser Behauptung mit Skepsis. Sie sind überzeugt: Milchkonsum trage Schuld an vielen Zivilisationskrankheiten von Übergewicht bis Diabetes und begünstige Krebs. Ist Milch tatsächlich gefährlich? Ist der menschliche Körper überhaupt darauf ausgelegt, Kuhmilch zu verdauen?

17.4.2019: servus.com: Factum:  Milch ist gesund, das erzählt uns die Werbung seit Jahrzehnten. Und nicht nur die Werbung: Die österreichische Ernährungspyramide empfiehlt drei Portionen Milch und Milchprodukte pro Tag. Doch brauchen wir tatsächlich Milchprodukte, um unseren Kalziumbedarf zu decken? Und kann zu viel Milch uns vielleicht sogar schaden?

16.4.2019: addendum.org: Milch – warum eigentlich?

16.4.2019: addendum.org: Wie die EU 400.000 Tonnen Milch verpulverte
Um den Milchmarkt zu stabilisieren, kaufte die EU ab dem Jahr 2014 400.000 Tonnen Milchpulver und lagerte sie ein. Inzwischen ist der Großteil davon verkauft – mit einem Verlust von geschätzt 24 Millionen Euro. Wo das Milchpulver gelandet ist, weiß niemand.

16.4.2019: otv.de: Floß: Faire Milchpreise in Europa und Afrika
Die Milchpreispolitik in der europäischen Union hat direkte Auswirkungen auf die Preise vor Ort in Afrika. Das wurde beim Besuch von 2 westafrikanischen Vertretern auf dem landwirtschaftlichen Anwesen von Werner Reinl in Floß heute noch einmal betont.

15.4.2019: vorarlberg.orf.at: „Wegwerftiere der Milchproduktion“
Männliche Kälber sind keine Nutztiere mehr, sondern tatsächlich „Wegwerftiere der Milchproduktion“, sagt die Bregenzer Tierärztin Tanja Warter. Wollte man Kälberexporte reduzieren, wäre eine grundlegende Umstellung der heimischen Landwirtschaft notwendig.

10.4.2019: tvthek.orf.at: Oberösterreich heute: Schwierige Zeiten für die heimische Landwirtschaft
Ministerin Elisabeth Köstinger hat bei einer Veranstaltung in der Raiffeisenlandesbank in Linz einen harten Kampf gegen finanzielle Einschnitte und für eine Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln, zur Abgrenzung von Billigprodukten aus dem Ausland, angekündigt.

5.4.2019: topagrar.com: Neue Einheitswerte belasten Bauern
Mit der Hauptfeststellung der agrarischen Einheitswerte stiegen die Einheitswerte und damit die Abgaben. Trotz teilweiser Abfederung bei Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge über 10% habe sich die Belastung bei manchen verfünffacht, beklagen Kärntner Landwirte. Erste Exekutionsandrohungen der SVB gibt es bereits.

3.4.2019: nzz.ch: Warum die Wertschöpfung in der Landwirtschaft so gering ist
Nicht die geringe Produktivität oder die hohen Produzentenpreise sind das Problem der Schweizer Landwirtschaft, sondern die geringe Wertschöpfung auf dem Bauernhof.

2.4.2019: 3sat.de: FILMTIPP: Milliardenschwer – Das System Milch
Milch ist Big Business. Hinter dem unschuldig anmutenden Lebensmittel verbirgt sich ein milliardenschweres Industriegeflecht. Profit wird auf Kosten der Umwelt, der Tieren, der Menschen und unserer Gesundheit gemacht. Dabei ginge es auch anders… ” Das System Milch” ist eine cineastische Reise über mehrere Kontinente, die mit Vorurteilen aufräumt und Lösungen aufzeigt.

6.4.2019: deutschlandfunk.de: Landwirte in Deutschland – Das Sterben der Höfe
Hohe Investitionen, geringe Erzeugerpreise: Landwirte müssen häufig ums Überleben kämpfen. Viele werfen das Handtuch, weil sie sich von der EU-Agrarpolitik nicht ausreichend unterstützt fühlen. Betriebe ab 200 Hektar aufwärts profitieren, Ökobauern dagegen haben es in Deutschland schwer.

24.3.2019: cio.de: Einschätzung von Zott, Ehrmann und DMK: Der Brexit könnte den Milchpreis senken
Abstrakt und irgendwie weit weg ist für viele Deutsche der geplante Austritt Großbritanniens aus der EU. Dabei könnten sie die Auswirkungen direkt zu spüren bekommen – etwa im Kühlregal.

7.3.2019: ndr.de: Niedrige Milchpreise: Bauern fordern Maßnahmen
Nordmagazin – 07.03.2019 19:30 Uhr: Milchbauer Peter Guhl kämpft für einen fairen Milchmarkt: Auch die Genossenschaftsmolkereien sollen den Bauern ihre Preise nicht mehr am Monatsende diktieren.

Einladung zur Veranstaltung

Veggieday und Bauernsterben

Die steirische Landwirtschaft zwischen EU-Richtlinien und Nahrungsmittelindustrie

Woher kommt unser Essen? Echt Bio, Gütesiegel, wie geht es den Bauern/Bäuerinnen, wenn sie Bio produzieren? Was trägt die EU dazu bei?

Mit:
* Ök.-Rat Franz Titschenbacher (Präsident Steirischer Bauernbund)
* Dipl.Ing.in Katharina Varadi-Dianat (Obfrau der ARGE Streuobst)
* Peter Kerschbaumer (Biohühnerbauer)

am Freitag, 26. April 2019, 19.00 – 22.00 Uhr
in 8020 Graz, Lagergasse 98a, Bildungsverein der KPÖ Steiermark

 

Beitrag aus der aktuellen IG-MilchPost: “Regionalentwicklung als Konfliktlösung”

Der ungelöste Kernkonflikt
Im reichen deutschen Bundesland Baden-Württemberg sind die Bauern so überschuldet, dass ein Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe bereits quasi den Banken gehört. Dies berichtet der Ökonom Christian Hiß aus Freiburg im Breisgau. Dabei sind das meistens gewachsene, große Betriebe. Die Politik ist ratlos. Ein solcher Zustand verschwendet viel Potenzial und sichert nicht mehr die Ernährung. Das muss erst in unseren Köpfen bewusst werden. Es macht sichtbar, dass dieses Wachstumssystem in sich selbst zerstörend ist. Wir sollten in Österreich die Bremse ziehen, denn auch bei uns dominiert inzwischen dieser Mechanismus der Intensivierung mit Wachstum der Betriebe und der Produktion ohne Grenzen (keine Quote), mit Überschüssen die den Erzeugerpreis des Bauern niedrig halten. Bauern geraten dabei in Überschuldung oder sie scheiden aus. Genau dieser gewaltvolle Mechanismus hat auch Österreich erfasst und dies trotz sehr guter Programme im Ministerium für Nachhaltigkeit wie das ÖPUL-Umweltprogramm, die Berg- und Biobauernförderung, die Programme für Ländliche Entwicklung. Warum machen die Bauern, selbst Biobauern, bei diesem destruktiven Mechanismus mit? Weiterlesen

Medienberichte

27.3.2019: adennum.org: factum: Großbauernhof contra Kleinbetrieb
Was ist besser fürs Tierwohl? Die Factum-Reporter gehen in der Rubrik „Planet B“ am Beispiel zweier Milchbauern der Frage auf den Grund, ob „Massentierhaltung“ wirklich automatisch schlechter für die Kuh ist als ein Leben auf einem Kleinbauernhof.

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Filmtipp: “Wie schaffen wir die Agrarwende?”

Film zu sehen auf arte.tv: Wie schaffen wir die Agrarwende?

Die industrielle Landwirtschaft stellt zwar unsere Ernährung sicher und hat Gemüse, Obst und Fleisch billiger gemacht. Immer deutlicher aber bekommen wir ihre negativen Folgen zu spüren. Ein Jahr lang begleitet die Dokumentation Landwirte, die Alternativen zur industriellen Landwirtschaft suchen. Und sie fragt, welche Rolle wir Verbraucher und EU-Subventionen dabei spielen.

Welche Alternativen gibt es zur industriellen Landwirtschaft? Ist „Bio für alle“ möglich? Oder lässt sich auch die konventionelle Landwirtschaft in entscheidenden Punkten nachhaltiger gestalten? Große Hoffnungen setzen Wissenschaftler auch auf die nach ökologischen Prinzipien wirtschaftende neue Anbaumethode Permakultur. Kann sie einen entscheidenden Beitrag zu einer Landwirtschaft der Zukunft leisten? Ein Jahr lang begleitet die Dokumentation Landwirte in Deutschland und Frankreich, die nach Alternativen suchen. Sven Wilhelm aus dem Renchtal im Schwarzwald hat seinen Gemüseanbau auf bio umgestellt. In der Umstellungsphase braucht er einen langen Atem, um zu überleben. Michael Reber aus Schwäbisch-Hall geht einen Zwischenweg: Statt immer mehr Geld für Mineraldünger und Spritzmittel auszugeben, versucht er, mit speziellem Humusdünger die Bodenfruchtbarkeit auf seinen Äckern zu erhöhen. Und in der Normandie beschreiten Perrine und Charles Hervé-Gruyer mit der Permakultur ein Experiment, das trotz Verzichts auf Chemie die Produktivität deutlich steigert. Es zeigt sich aber auch: Ohne eine Änderung der Subventionsregeln der EU und des Kaufverhaltens der Verbraucher ist eine Agrarwende nicht zu schaffen.

Regie : Tatjana Mischke, Caroline Nokel
Land : Deutschland
Jahr : 2018
Herkunft : SWR

Dauer: 53 Min.
Verfügbar vom 16/03/2019 bis 20/06/2019
Nächste Ausstrahlung am Samstag, 13. April um 07:20
 

Rechtes Gedankengut & Landwirtschaft – Vortrag & Workshop

Vortrag und Diskussion: Fr, 5. April 2019, 19:30

Workshop: Sa, 6. April 2019, 9:30 – 16:00

im Seminarhaus Auf der Gugl (LK, LFI) – Seminarraum 7 (Birke), Auf der Gugl 3, Linz (OÖ)

Dass Neonazis auch Bio-Bauern sein können, ist ein alter Hut. Aber auch in unseren bäuerlichen Organisationen, in unserem ländlichen Umfeld oder in der Bewegung für Ernährungssouveränität können rechte oder rechtsextreme Kommentare fallen.

Wir laden ein zu Vortrag, Diskussion, Erfahrungsaustausch und Erarbeitung von Handlungsstragien. Was tut sich aktuell in Bezug auf rechte Positionen zur Landwirtschaft? Was ist überhaupt problematisch an „rechts“? Wie erkenne ich rechtsextreme Botschaften? Was können wir rechten Argumentationsmustern entgegensetzen?

Mehr Infos zum Workshop. Für den Workshop bitte anmelden bis 27. März.

Weitere Infos zum Vortrag

Flyer

veranstaltet von der ÖBV – Via Campesina Austria Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung

Interview mit Franz Rohrmoser

Die Plattform Pioneers of Change präsentiert spannende Interviews mit unterschiedlichen Gesprächspartnern, unter anderem auch mit Franz Rohrmoser. Das Interview wird geführt von Martin Kirchner:

Franz Rohrmoser spricht über seinen Lebensweg vom Bergbauernbub im streng katholisch geprägten Pinzgau, über seinen Weg als ‚Entwicklungshelfer‘ in Brasilien und seinen Weg der inneren Befreiung in Bezug auf Glauben und Sexualität. Wir sprechen über das Konzept des „kreativen Schuldbewusstseins“ und wie das sogenannte „Gottesgnadentum“ immer noch auf uns und die Agrarpolitik wirkt. Franz ist ein leidenschaftlicher und reflektierter und trotz Parkinson noch sehr engagierter Mensch, der extrem offen über alle Aspekte seines so reichen Lebens erzählt.

Trailer zum Interview: https://pioneersofchange-summit.org/slp/franz-rohrmoser/

Leserbrief: Es ist so weit, wir schließen unseren Heumilch-Betrieb!

Nachdem wir die Tierwohlvorschriften für die Heumilchproduktion seit 1. Jänner 2018 durch die eingeengte Lage im Dorf nicht mehr erfüllen können, haben wir uns entschieden, die Heumilch-Erzeugung einzustellen. Eine nicht so leichte Entscheidung, nachdem seit über hundert Jahren auf unserem Hof Heumilch erzeugt wird. Und wieder hat man es geschafft, ein ganzes Dorf Milchbauern frei zu machen, eine wirklich tolle Leistung. Mit den Eigenmarken wie Billa Heumilch und dergleichen hat man unsere Seele gleich mit verkauft und uns zu Sklaven der Handelsketten gemacht, wie das Beispiel der „Zurück zum Ursprung“-Lieferanten in Osttirol zeigte. Da ändert auch das zahnlose Fairness-Abkommen nichts daran – nur ein PR-Gag.

Für eine kurzfristige Umsatzsteigerung hat man alles aus der Hand gegeben, über die Folgen hat damals niemand nachgedacht. Jetzt kommen wir mit lauter Umbauen und Investieren nicht mehr nach, wo schon vorher ein kostendeckendes Produzieren fast nicht mehr möglich war. Und das alles zum Nulltarif, Vorschrift um Vorschrift und Auflage um Auflage im Jahrestakt. Die Handelsketten, die in sinnlosen Aktionen hochwertige Lebensmittel unter den Entstehungskosten verschleudern, fordern plötzlich Tierwohlvorschriften, wie pervers ist das.

Für mich hat sich das Ende schon abgezeichnet, wie man uns bei der Freien Milch Austria vernichtet hat, es wurde mit Kanonen auf Spatzen geschossen, nicht weil wir ein Konkurrent waren, nein, weil wir zu viel Insider-Wissen hatten.

Warum fällt es so schwer anzuerkennen, dass sich auch die anderen ernsthaft bemühen, beste Arbeit zu machen. Der unerbittliche Kampf um Pachtgrund und das Schlechtreden unserer Kollegen, die andere Produkte erzeugen, nur um besser sein zu wollen, ist für mich unerträglich geworden. Jeden Tag zu melken, mit dem Wissen, dass ein Drittel der Milch in veredelter Form wieder weggeschmissen wird, da läuft es mir kalt über den Rücken. Da stellt sich mir die Frage, will ich da wirklich noch dabei sein?

Der Stall wird immer leerer, die Kühe spüren „da stimmt was nicht“, Frust macht sich breit, großzügige Standplätze mit viel Licht und frischer Luft werden verlassen.  Verschwendung von Volksvermögen, nur um ein paar Konzernen die Profitgier zu ermöglichen. Den Kühen, die zum Schlachter müssen, kann ich nur ein besseres nächstes Leben wünschen, das sie nicht mehr zu einem Tierquäler kommen. Und jetzt bin ich froh, die moderne Sklavenhaltung verlassen zu können, es hat sich bei mir sehr viel Frust angesammelt.
Grüße
Herbert Birgmann

Dieser Beitrag stammt aus unserer aktuellen Zeitschrift:

Lust auf mehr bekommen? –
Zeitung direkt hier bestellen: office@ig-milch.at

Kosten: € 35,- jährlich für 4-5 Ausgaben

 

Filmtipp: Das Bio-Dilemma

7. März 2019: tvthek.orf.at: Am Schauplatz: Das Bio-Dilemma Der Bio-Boom in Österreich ist ungebrochen. Die Konsumenten kaufen gerne und immer mehr Bio-Produkte ein, sagen die Zahlen der AMA. Aber es gibt auch eine Kehrseite des Booms: Bei vielen Bio-Bauern kämen die Gewinne der Handelskonzerne nicht an, klagen viele Landwirte.

Weltweiter Klimastreik am 15.3.2019

Greta Thunberg – den Namen dieses 16-jährigen schwedischen Mädchens kennt inzwischen die ganze Welt seit sie im Dezember auf der Weltklimakonferenz den Staatschefs ins Gewissen redete. Weltweit schließen sich ihr junge Menschen an, treten freitags in den Schulstreik für das Klima und fordern eine Zukunft für ihre Generation. “Wofür soll ich lernen, wenn ich eh keine Zukunft habe?”, fragen sie. Zehntausende gehen inzwischen in Brüssel, Paris, Berlin auf die Straßen.

Für den 15. März rufen die Schüler*innen zu einem noch größeren weltweiten Klimastreik auf – auch in Österreich finden Streiks in Wien, Graz, Linz, Innsbruck, Klagenfurt und weiteren Städten statt.

Alle Infos zu Klimastreiks in Österreich gibt es hier.

Auf die Jugend ist halt doch Verlass! Wir sind total begeistert, dass so viele junge Menschen für den Klimaschutz aktiv sind und möchten alle Jugendlichen dazu ermutigen, für ihre Zukunft zu kämpfen.

Medienberichte

21.2.2019: noen.at: Immer weniger Bergbauern: Schluss mit Alpen-Romantik Immer mehr Bergbauern sperren die Stalltüren zu. St. Oswalder Bauer kritisiert Konsumgesellschaft und Klischees in der Werbung.

13.2.2019: schweizerbauer.ch: Milchmarkt: Weniger als 20’000 Milchbauern
Der Trend zu weniger Milchproduzenten setzt sich unvermindert fort. 2018 wurde die Grenze von 20’000 Betrieben unterschritten. Im vergangenen Jahr wurden hierzulande noch 19’568 Milchbauern gezählt, 3.2 Prozent weniger als im Vorjahr.

12.2.2019: tt.com: Tausende Milchbauern aus Sardinien demonstrierten in Rom
Rom (APA) – Tausende Schäfer und Milchbauern aus Sardinien haben am Dienstagvormittag vor der Abgeordnetenkammer in Rom gegen die niedrigen Milchpreise protestiert. Die Demonstranten skandierten Slogans gegen die ihrer Ansicht nach lächerlich niedrigen Milchpreise, die auf 60 Cent pro Liter gefallen seien. Damit könnten sie die Kosten der Produktion nicht decken.

11.2.2019: orf.at:  „Schockierender“ Bericht: Insektensterben führt zu „Kollaps der Natur“
Insekten sind auf dem Weg auszusterben – zu diesem Schluss kommt ein aktueller Bericht. Schon innerhalb eines Jahrhunderts könnten, wenn es zu keiner Trendumkehr kommt, 40 Prozent der Insektenarten der Vergangenheit angehören, heißt es darin. Das könnte zu einem „Kollaps der Ökosysteme der Natur führen“.

Vortrag und Diskussion: Kuh und Gras: Klimaschutz statt Klimakiller

Davor finden Gesprächsrunden zur kleinbäuerlichen Landwirtschaft statt.
Im Cardijn Haus, Kapuzinerstraße 49, 4020 Linz

Cartoon: Much

13:00 – 15:00 Uhr:  Workshop-Runde 1
–    Tierwohl in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft – Teil 1
–    GAP-Reform: Was fordert die ÖBV?
–    Gemüse

15:30 – 17:30 Uhr: Workshop-Runde 2
–    Tierwohl in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft – Teil 2
–    Vernetzung Junge ÖBV
–    Neue Gentechnik und Saatgutpolitik

Ab 17:30 Uhr: Gemeinsames Abendessen

Für wen: Willkommen sind alle Bäuerinnen und Bauern, Menschen, die zukünftig in der Landwirtschaft tätig werden wollen und alle anderen Interessierten.
Wir bitten möglichst um Anmeldung unter: https://www.viacampesina.at/Veranstaltung/vollversammlung2019/

 

Medienberichte

Warum es kleine Bauernhöfe in Bayern immer schwerer haben
Fast 14.000 landwirtschaftliche Betriebe haben in den letzten acht Jahren laut Agrar-Atlas dicht gemacht. Warum ist das Leben auf dem Bauernhof schwerer geworden? Zu Besuch bei zwei Milchbauern – in Oberbayern und Unterfranken.

11.1.2019: derstandard.com: 19.000 Landwirte gaben seit 2012 in Österreich den Betrieb auf
Der anstehende Brexit schmälert den Fördertopf für Europas Bauern. Bereits jetzt landet ein Löwenanteil bei Landbesitzern

10.1.2019: topagrar.com: AbL: Ruin vieler Milchviehbetriebe droht
Scharfe Kritik an der Milchpreis-Prognose des Deutschen Bauernverbandes und der Preispolitik des Handels übt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft.

8.1.2019: br.de: Molkereien fordern Ausstieg aus der Anbindehaltung von Kühen
Die meisten Verbraucher wünschen sich “glückliche” Kühe mit viel Platz und Auslauf, doch in Bayern ist die Anbindehaltung nach wie vor weit verbreitet. 60 Prozent der Milchvieh-Betriebe haben noch Anbindeställe. Das soll sich ändern.

5.1.2019: nachrichten.at: Warum hat eine Kammer mit 35.000 Mitgliedern 135.000 Wahlberechtigte?
In der gesetzlichen Bauernvertretung dürfen Junge, Opas und Raika-Obleute wählen.

 

“Wir haben es satt!” – Aktion bei Wintertagung

Am Eröffnungstag der Wintertagung hat die Plattform „Wir haben es satt!“ eine Aktion organisiert, mit der sie ihre Kritik an der aktuellen Agrarpolitik zum Ausdruck bringen. Vor dem Eingang wurde ein Haufen fauler Äpfel abgeladen.

Nach dem Aufruf von Köstinger, dass alle Bauern und Bäuerinnen zusammenhalten müssen, haben ÖBV-Bäuerinnen versucht, eine spontane Protestrede auf der Tagung zu halten. Die Bäuerinnen wurden jedoch von den Securities abgeführt, bevor sie zu Wort kommen konnten. (VIDEO und FOTOS) Die Rede im Wortlaut wird aber online veröffentlicht.

„Wir haben heute einen Haufen fauler Äpfel mitgebracht, um diese Agrarpolitik der faulen Kompromisse aufzuzeigen Wir sind Bäuerinnen, die es satt haben, dass die österreichische Agrarpolitik uns seit Jahren verspricht, für die bäuerlichen Betriebe da zu sein. Tatsächlich werden die Förderungen von den niedrigen Preisen geschluckt. Nur die großen Betriebe und die Verarbeiter profitieren von den Subventionen. Die Politikerinnen und Politiker versprechen, im Interesse der bäuerlichen Betriebe zu handeln. Doch 80 Prozent der Förderungen gehen aber an nur 20 Prozent der Betriebe. Jene, die das Geld dringend brauchen, gehen leer aus.“, so Julianna Fehlinger von der ÖBV-Via Campesina Austria.

„Wir wollen Höfe fördern, die auf Vielfalt setzen, anstatt sich in Abhängigkeit von Molkereien, Banken und Agrarkonzernen zu bringen. Jene Betriebe, die mit dem Kreislauf der Natur wirtschaften, schützen unser Klima und sichern die Ernährung unserer Zukunft. Und sie erhalten den Lebensraum für Vögel, Bienen, Wildtiere und Biodiversität. Zugleich sperrt aber in Österreich im Schnitt alle zweieinhalb Stunden ein Hof zu. Hier läuft grundsätzlich etwas falsch. Hier müssen längst die Alarmglocken läuten. Es muss sich endlich etwas ändern. Diese Stimmen haben wir heute bei der Wintertagung hörbar gemacht“, so Fehlinger weiter.

Die Plattform „Wir haben es satt“ hat diese Aktion unterstützt und bekräftigt damit die Forderung nach einer sozialen und ökologischen Wende in der Agrarpolitik, hin zu einer Demokratischen Lebensmittelpolitik.

 

Hintergrund:

Fotos von der Aktion

Die vollständige Rede von Julianna Fehlinger

Download Papier zur Demokratischen Lebensmittelpolitik

 

Rückfragehinweis:

Franziskus Forster
ÖBV-Via Campesina Austria, Referent für Öffentlichkeitsarbeit
franziskus.forster@viacampesina.at, +43-650-68 888 69