Medienberichte

21.2.2019: noen.at: Immer weniger Bergbauern: Schluss mit Alpen-Romantik Immer mehr Bergbauern sperren die Stalltüren zu. St. Oswalder Bauer kritisiert Konsumgesellschaft und Klischees in der Werbung.

13.2.2019: schweizerbauer.ch: Milchmarkt: Weniger als 20’000 Milchbauern
Der Trend zu weniger Milchproduzenten setzt sich unvermindert fort. 2018 wurde die Grenze von 20’000 Betrieben unterschritten. Im vergangenen Jahr wurden hierzulande noch 19’568 Milchbauern gezählt, 3.2 Prozent weniger als im Vorjahr.

12.2.2019: tt.com: Tausende Milchbauern aus Sardinien demonstrierten in Rom
Rom (APA) – Tausende Schäfer und Milchbauern aus Sardinien haben am Dienstagvormittag vor der Abgeordnetenkammer in Rom gegen die niedrigen Milchpreise protestiert. Die Demonstranten skandierten Slogans gegen die ihrer Ansicht nach lächerlich niedrigen Milchpreise, die auf 60 Cent pro Liter gefallen seien. Damit könnten sie die Kosten der Produktion nicht decken.

11.2.2019: orf.at:  „Schockierender“ Bericht: Insektensterben führt zu „Kollaps der Natur“
Insekten sind auf dem Weg auszusterben – zu diesem Schluss kommt ein aktueller Bericht. Schon innerhalb eines Jahrhunderts könnten, wenn es zu keiner Trendumkehr kommt, 40 Prozent der Insektenarten der Vergangenheit angehören, heißt es darin. Das könnte zu einem „Kollaps der Ökosysteme der Natur führen“.

Vortrag und Diskussion: Kuh und Gras: Klimaschutz statt Klimakiller

Davor finden Gesprächsrunden zur kleinbäuerlichen Landwirtschaft statt.
Im Cardijn Haus, Kapuzinerstraße 49, 4020 Linz

Cartoon: Much

13:00 – 15:00 Uhr:  Workshop-Runde 1
–    Tierwohl in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft – Teil 1
–    GAP-Reform: Was fordert die ÖBV?
–    Gemüse

15:30 – 17:30 Uhr: Workshop-Runde 2
–    Tierwohl in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft – Teil 2
–    Vernetzung Junge ÖBV
–    Neue Gentechnik und Saatgutpolitik

Ab 17:30 Uhr: Gemeinsames Abendessen

Für wen: Willkommen sind alle Bäuerinnen und Bauern, Menschen, die zukünftig in der Landwirtschaft tätig werden wollen und alle anderen Interessierten.
Wir bitten möglichst um Anmeldung unter: https://www.viacampesina.at/Veranstaltung/vollversammlung2019/

 

Medienberichte

Warum es kleine Bauernhöfe in Bayern immer schwerer haben
Fast 14.000 landwirtschaftliche Betriebe haben in den letzten acht Jahren laut Agrar-Atlas dicht gemacht. Warum ist das Leben auf dem Bauernhof schwerer geworden? Zu Besuch bei zwei Milchbauern – in Oberbayern und Unterfranken.

11.1.2019: derstandard.com: 19.000 Landwirte gaben seit 2012 in Österreich den Betrieb auf
Der anstehende Brexit schmälert den Fördertopf für Europas Bauern. Bereits jetzt landet ein Löwenanteil bei Landbesitzern

10.1.2019: topagrar.com: AbL: Ruin vieler Milchviehbetriebe droht
Scharfe Kritik an der Milchpreis-Prognose des Deutschen Bauernverbandes und der Preispolitik des Handels übt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft.

8.1.2019: br.de: Molkereien fordern Ausstieg aus der Anbindehaltung von Kühen
Die meisten Verbraucher wünschen sich “glückliche” Kühe mit viel Platz und Auslauf, doch in Bayern ist die Anbindehaltung nach wie vor weit verbreitet. 60 Prozent der Milchvieh-Betriebe haben noch Anbindeställe. Das soll sich ändern.

5.1.2019: nachrichten.at: Warum hat eine Kammer mit 35.000 Mitgliedern 135.000 Wahlberechtigte?
In der gesetzlichen Bauernvertretung dürfen Junge, Opas und Raika-Obleute wählen.

 

“Wir haben es satt!” – Aktion bei Wintertagung

Am Eröffnungstag der Wintertagung hat die Plattform „Wir haben es satt!“ eine Aktion organisiert, mit der sie ihre Kritik an der aktuellen Agrarpolitik zum Ausdruck bringen. Vor dem Eingang wurde ein Haufen fauler Äpfel abgeladen.

Nach dem Aufruf von Köstinger, dass alle Bauern und Bäuerinnen zusammenhalten müssen, haben ÖBV-Bäuerinnen versucht, eine spontane Protestrede auf der Tagung zu halten. Die Bäuerinnen wurden jedoch von den Securities abgeführt, bevor sie zu Wort kommen konnten. (VIDEO und FOTOS) Die Rede im Wortlaut wird aber online veröffentlicht.

„Wir haben heute einen Haufen fauler Äpfel mitgebracht, um diese Agrarpolitik der faulen Kompromisse aufzuzeigen Wir sind Bäuerinnen, die es satt haben, dass die österreichische Agrarpolitik uns seit Jahren verspricht, für die bäuerlichen Betriebe da zu sein. Tatsächlich werden die Förderungen von den niedrigen Preisen geschluckt. Nur die großen Betriebe und die Verarbeiter profitieren von den Subventionen. Die Politikerinnen und Politiker versprechen, im Interesse der bäuerlichen Betriebe zu handeln. Doch 80 Prozent der Förderungen gehen aber an nur 20 Prozent der Betriebe. Jene, die das Geld dringend brauchen, gehen leer aus.“, so Julianna Fehlinger von der ÖBV-Via Campesina Austria.

„Wir wollen Höfe fördern, die auf Vielfalt setzen, anstatt sich in Abhängigkeit von Molkereien, Banken und Agrarkonzernen zu bringen. Jene Betriebe, die mit dem Kreislauf der Natur wirtschaften, schützen unser Klima und sichern die Ernährung unserer Zukunft. Und sie erhalten den Lebensraum für Vögel, Bienen, Wildtiere und Biodiversität. Zugleich sperrt aber in Österreich im Schnitt alle zweieinhalb Stunden ein Hof zu. Hier läuft grundsätzlich etwas falsch. Hier müssen längst die Alarmglocken läuten. Es muss sich endlich etwas ändern. Diese Stimmen haben wir heute bei der Wintertagung hörbar gemacht“, so Fehlinger weiter.

Die Plattform „Wir haben es satt“ hat diese Aktion unterstützt und bekräftigt damit die Forderung nach einer sozialen und ökologischen Wende in der Agrarpolitik, hin zu einer Demokratischen Lebensmittelpolitik.

 

Hintergrund:

Fotos von der Aktion

Die vollständige Rede von Julianna Fehlinger

Download Papier zur Demokratischen Lebensmittelpolitik

 

Rückfragehinweis:

Franziskus Forster
ÖBV-Via Campesina Austria, Referent für Öffentlichkeitsarbeit
franziskus.forster@viacampesina.at, +43-650-68 888 69