Aktion für eine klimagerechte Landwirtschaft!

Wann? Dienstag, 21.01.2020 8:00 Uhr
Wo? Austria Center Wien, Kongresszentrum, Bruno-Kreisky-Platz 1, 1220  Wien (U1 VIC)

Am Dienstag den 21.1.2020, bei der Eröffnung der Wintertagung des Ökosozialen Forums mit dem Titel „Von Almen zu Palmen – Die Agrarpolitik im (Klima-)Wandel“, zeigen wir gemeinsam mit Farmers for Future, wie eine klimagerechte Landwirtschaft der Zukunft aussieht. Mit der Plattform „Wir haben es satt!“ werden wir in Zeiten der Verhandlungen der neuen Agrarpolitik ein deutliches Zeichen für eine Agrarwende setzen!
Zum Eröffnungstag der Wintertagung werden Ministerin Elisabeth Köstinger und Janusz Wojciechowski, EU-Agrarkommissar erwartet.

Sei auch du dabei – in Tracht oder ohne. Wir freuen uns, dich um 8:00 Uhr vor dem Austria Kongresscenter zu sehen. Melde dein Kommen bitte bei info@wir-haben-es-satt.at

Und damit die Botschaft der Aktion gut rüber kommt, basteln wir am Mittwoch, 15.1. ab 16.00 Uhr im Attac-Büro an Transparent und Zubehör. Sei dabei und mal und bastel mit uns. Anmeldung ebenfalls unter info@wir-haben-es-satt.at

 

Kino-Filmtipp

„Milchkrieg in Dalsmynni“

vom Kampf einer Milchbäuerin gegen die entgleiste Monopolwirtschaft einer ehemaligen Solidargemeinschaft.

Landwirtschaft ist im Kino als Thema gerade total „in“. Allerdings geht es dabei meist entweder um die positiven Seiten des Öko-Anbaus oder die negativen Seiten der Massentierhaltung. Der isländische Regisseur Grímur Hákonarson („Sture Böcke“) nimmt sich in seinem zweiten Kinofilm allerdings einer sehr viel weniger medial ausgeschlachteten Problematik an: Als die isländischen Bauern vornehmlich im 19. Jahrhundert eigene lokale Genossenschaften gegründet haben, ging es darum, gemeinsam gegen die übermächtige Konkurrenz bestehen zu können. Aber inzwischen haben sich viele der Genossenschaften „verselbstständigt“ – und die Bauern sind erneut vollkommen abhängig, wenn diesmal auch von einer Organisation, die sie selbst geschaffen haben. In Hákonarsons Tragikomödie legt sich nun eine verwitwete Milchbäuerin mit einer besonders korrupten Genossenschaft irgendwo im isländischen Niemandsland an.

Ab 10.01.2020 in den Kinos!

https://thimfilm.at/Filmdetail/milchkrieg

 

Medienberichte

8.1.2020: schweizerbauer.ch: Österreich: Jährlich 4000 ha Boden verbaut
In den letzten drei Jahren hat Österreich durch Verbauungen jährlich rund 4000 ha Agrarflächen verloren.

3.1.2020: blickinsland.at: Molkereien 2019 in Rekordlaune

3.1.2020: topagrar.at: Regierungsprogramm steht: Das sind die Eckpunkte für die Land- und Forstwirtschaft
Gestern wurde das Regierungsprogramm der Volkspartei und der Grünen vorgestellt. Elisabeth Köstinger wird auch künftig Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) sein.

3.1.2020: topagrar.com: Agrargipfel: Bauer Willi frustriert: “Landwirtschaft ist der Politik egal”
Dr. Kremer-Schillings hat letztes Jahr beim Agrargipfel im Kanzleramt teilgenommen. Sein Fazit ist mehr als ernüchternd, er hat den Glauben an die Unterstützung von Regierung und Politik verloren.

 

 

ORF-Fernsehtipp “BAUER UNSER” am 2.1.2020

Der Film wurde leider aus dem Programm genommen und durch den Beitrag “Wer ist Sebastian Kurz?” ersetzt. Ein Ersatztermin steht leider noch nicht fest.

Am 2. Jänner 2020: ORF 1 um 20.15 Uhr “Bauer unser”

“Wachse oder weiche” – Über Jahrzehnte war Österreichs Landwirtschaft geprägt von diesem Leitspruch. Regisseur Robert Schabus, der selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, kennt diese Arbeitswelt, die sich im Spannungsfeld zwischen Profit und Nachhaltigkeit befindet.

Der Dokumentarfilm zeigt gleichermaßen ungeschönt wie unaufgeregt wie es auf Österreichs Bauernhöfen zugeht. Schabus bleibt vordergründig unparteiisch. Doch so vielfältig die Bauern, vom Biobauern bis zum konventionellen Agraringenieur, so einhellig der Tenor: So wird es nicht weitergehen. Es läuft etwas falsch. Das Mantra der Industrie – schneller, billiger, mehr – stellen die meisten von ihnen in Frage.
Effizient ist unser Agrarsystem allerdings nicht: 40 Prozent der derzeit weltweit in der Landwirtschaft produzierten Kalorien werden verschwendet oder gehen irgendwo auf dem Weg zwischen Produzenten und Konsumenten verloren. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ließen sich derzeit global 12 Milliarden Menschen ernähren – ohne radikale Umstellungen. Einfach nur durch eine nachhaltigere Verteilung und Nutzung der Nahrungsmittel.
BAUER UNSER ist ein sehenswerter Film, der zeigt, wie Wirtschaftspolitik und Gesellschaft immer öfter vor der Industrie kapitulieren. Es sind keine rosigen Bilder, und doch gibt es Momente der Hoffnung. Etwa wenn der Vorarlberger Gemüsebauer und Rinderzüchter Simon Vetter stolz darauf ist, ein Bauer zu sein, der seine Kunden kennt und der Entfremdung entgegenhält. Oder wenn die Weinviertler Bio-Schafzüchterin Maria Vogt händisch Schafe melkt und frohlockt, Hey, es geht ja auch ganz anders!
BAUER UNSER ist ein Film, der Lust macht, dem Bauern ums Eck einen Besuch abzustatten, bewusst heimische Lebensmittel zu genießen – und auch als KonsumentIn das Bekenntnis abzulegen: „Bauer unser“.

Regie: Robert Schabus / Drehbuch: Robert Schabus / Kamera: Lukas Gnaiger / Schnitt: Paul Michael Sedlacek, Robert Schabus / Musik: Andreas Frei / Ton: Bernhard Maisch, Andreas Frei, Bertram Knappitsch / Produktion: Allegro Film / Produzenten: Helmut Grasser

Österreich 2016 / 92 Minuten

 

Bauernproteste in Holland und Deutschland – Beitrag aus der aktuellen IG-MilchPost

In den letzten Wochen waren Tausende Traktoren in Holland und später auch in Deutschland auf den Straßen und in den Städten zu Protestaktionen unterwegs. Auslöser dafür waren Umweltprogramme und Insekten- und Bienenschutzmaßnahmen, die eine Extensivierung der Landwirtschaft nach sich ziehen. In Holland war sogar davon die Rede, dass die Tierbestände um 50 % reduziert werden müssen, um das Grundwasser und die Flora und Fauna zu schützen. Dies hatte in Holland zu Straßensperren und Verwüstungen durch aufgebrachte Bauern mit ihren Traktoren geführt. Kurz darauf hat sich über die sozialen Netzwerke in Deutschland die Gruppe „Land schafft Verbindung“ gegründet und auch Tausende Bäuerinnen und Bauern zu Traktoraktionen motiviert. Es war für viele überraschend, welche Breite die Bewegung sehr schnell bekam. Mit tausenden Traktoren wurden in mehreren Städten eindrucksvolle Veranstaltungen durchgeführt. Die Wut, Verzweiflung und Frustration im Bauernstand war deutlich spürbar. Doch was sind die Gründe und wofür kämpfen diese neuen Bewegungen?

Bauern und Bäuerinnen fühlen sich immer mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Man spürt jeden Tag, dass man am sozialen Leben immer weniger teilnehmen kann, weil man gefühlt ständig dazu gezwungen ist, mehr zu produzieren und damit mehr zu arbeiten. Die Entwertung der bäuerlichen Produkte frustriert zusehends und die Erkenntnis, dass der Preis schneller fällt und die Kosten rascher steigen als man mehr produzieren kann, fühlt sich an wie eine Sackgasse. Zudem gibt es keinen vernünftigen Dialog mit den KonsumentInnen und den Umweltverbänden. Zu lange haben wir tatenlos zugesehen, wie wir allen weismachten, dass es möglich ist, höchste Qualität zum billigsten Preis im Einklang mit der Natur zu produzieren. Es wäre zu einfach die Schuld immer bei den anderen zu suchen. Wir sind Opfer dieser Entwicklung, aber auch Mittäter.

Die Forderungen der neuen Gruppierungen sind unklar. Gehen diese eher in die Richtung: keine Einschränkungen bei der Düngung, Pflanzenschutz, Tierhaltung. So unter dem Motto, wir lassen uns von euch in der Stadt nicht anschaffen, wie wir an Land zu produzieren haben. Oft liest man auch die Slogans: „Wir machen eure Lebensmittel, wir sind die Ernährer des Volkes. Dafür möchten wir uneingeschränkt wirtschaften.“

Tatsache ist aber, dass die aktuelle Ausprägung der Landwirtschaft mitverantwortlich ist für Nitratanreicherung, Insektensterben, Pestizidrückstände und auch durch immer größere Tierbestände eine schlechtere Form der Tierhaltung. Wir ernähren nicht nur das Volk sondern exportieren in die ganze Welt und genau das ist die Ursache für die meisten negativen Erscheinungen. An einer Extensivierung der Landwirtschaft führt kein Weg vorbei. Egal ob auf dem Acker, der Wiese oder bei den Tieren, wir müssen wieder mit Vernunft und Hausverstand im Einklang mit der Natur Lebensmittel mit den vorhandenen Ressourcen produzieren. Dieser Wechsel kann nur stattfinden mit einem nationalen und konstruktiven Dialog, wo wir offen aufeinander zugehen und uns nicht die Verfehlungen der Vergangenheit an den Kopf werfen. Gemeinsam muss es gelingen, die größten Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Das sind der Klimawandel, die immer größere Kluft in der Gesellschaft, der ständige Bedeutungsverlust des Landes im Vergleich zur Stadt und die irreführende Kommunikation, wo die Basis nicht die Wahrheit sondern der Profit ist. Bevor noch mehr Porzellan zerschlagen wird, sollten wir in uns kehren und alte Muster aufbrechen. Die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel sind eine gute Zeit dafür.

Dieser Beitrag stammt aus unserer aktuellen Zeitschrift:

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Medienberichte

18.12.2019: krone.at: Bauern-Aufstand gegen Kammer in Schloss Krastowitz
Rund 50 Bauern besetzten, wie angekündigt, Mittwochvormittag das Klagenfurter Schloss Krastowitz, wo die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Kärnten läuft. Die Landwirte protestieren gegen die extreme Erhöhung der Einheitswerte und fordern den Rücktritt von LK-Chef Johann Mößler. Durch den Eklat musste die Sitzung für drei Stunden unterbrochen werden.

17.12.2019: schweizerbauer.ch: Niederlande: Milchbauern verklagen Bank
Eine Gruppe von zwölf niederländischen Milchbauern hat die Rabobank verklagt. Sie werfen dem Finanzinstitut vor, sie nicht vor den Risiken einer Betriebsaufstockung gewarnt zu haben.

11.12.2019: kaernten.orf.at: Abgaben für Bauern massiv gestiegen
Der Einheitswert, die Grundlage für die Bewertung landwirtschaftlicher Betriebe, ist Thema bei den Kärntner Bauern, weil bei einer Erhöhung auch die Abgaben gestiegen seien, heißt es von Betroffenen. Kommenden Mittwoch ist eine Protestkundgebung geplant.
 

10.12.2019, 22.45 Uhr: programm.ard.de:
Dokumentarfilm im Ersten: Irgendwer zahlt immer – Vom Wert der Arbeit
Film von Sascha Adamek und Martin Hahn | Das Erste
Tipp
Das Leben im Hamsterrad: Die einen machen ein Vermögen, die anderen schuften zum Billiglohn. Was ist unsere Arbeit noch wert und wo liegt die Schmerzgrenze? Persönliche Einblicke geben in diesem Film der Milliardär Reinhold Würth und eine seiner Fabrikarbeiterinnen, der Start-up-Unternehmer Niklas Östberg und eine seiner Fahrradkurierinnen, sowie der Jungbauer Bertram Dohle, der mit seinem Dorf der Globalisierung trotzt.
Der Jungbauer Bertram Dohle aus dem sauerländischen Dorf Kallenhardt sagt, man habe hier so etwas “wie ein eigenes kleines Wirtschaftssystem”. Das heißt, man hilft sich, wo man kann – und das oft unentgeltlich. Denn die Landwirte sind am Ende der Wertschöpfungskette in der Nahrungsmittelwirtschaft.

1.12.2019: otv.de: Reuth: Sind Biomilchpreise wirklich fair?

29.11.2019: topagrar.com: Biomilch-Erzeugung kostet 60,3 Cent
Wie viel kostet es den Landwirt, einen Liter Biomilch zu erzeugen? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine neue Studie – und stellt ernüchternde Ergebnisse fest.

 

So entstanden die hohen Einheitswerte – Beitrag aus der aktuellen IG-MilchPost

Bei der letzten Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Kärnten haben verärgerte Bauern bei einer Demo wieder einmal die gestiegenen Einheitswerte an die Öffentlichkeit gebracht. Ihr Vorwurf an die Kammer war dabei, dass die Erhöhung mit voller Zustimmung der Landwirtschaftskammer passiert ist und sie daher den Rücktritt von Kammerpräsident Mössler fordern.

Laut Heimo Urbas, der vor Jahren das hoheitliche Desaster der Republik bei der Almvermessung („Almchaos“) aufgezeigt hatte, habe sich die finanzielle Belastung durch die Einheitswertanpassung für viele Betriebe drastisch verschärft. Bei manchen Betrieben habe sich die daraus resultierende Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge bei gleichzeitig sinkendem Einkommen verfünffacht! Es gibt bereits die ersten Exekutionsandrohungen der SVB.

Da unsere Bauernvertreter (mehrheitlich ÖVP) gerne verschweigen wie es wirklich zu diesen Erhöhungen gekommen ist, sollte man sie sich wieder einmal in Erinnerung rufen.

Wie aus dem Vorschlag der Landwirtschaftskammer vom 8. März 2012 zur Einheitswert-Hauptfeststellung eindeutig hervorgeht, haben damals alle neun Präsidenten der Landwirtschaftskammern eine Erhöhung der Einheitswerte ausdrücklich verlangt.

In Pkt. 1 wird die Vorverlegung der Hauptfeststellung und die Einrechnung der öffentlichen Mittel vorgeschlagen. Pkt. 3 behandelt die Grundsätze für die Hauptfeststellung: die Einheitswertsumme Landwirtschaft muss mind. 100 % zu derzeit 95 % betragen, die Einheitswerte sollen etwas höher als bisher sein, Miteinberechnung der öffentlichen Gelder der 1. Säule, höhere Gewichtung der Viehzuschläge. Unter Pkt. 6 werden die Beitragsgrundlagen in der Sozialversicherung behandelt.

Der Vorschlag der Landwirtschaftskammer: In Summe soll es zu keiner Verminderung der Beiträge bzw. der Beitragsgrundlagen kommen!

 

 

Dieser Beitrag stammt aus unserer aktuellen Zeitschrift:

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Buchtipps zu Weihnachten

Tanja Busse
Das Sterben der anderen
ISBN: 978-3-89667-592-7
Erschienen am 26. August 2019

Naturschützer schlagen Alarm: Sie haben beobachtet,
dass die Zahl der Insekten in den letzten
27 Jahren um mehr als 75 Prozent abgenommen hat.

Tanja Busse analysiert schonungslos die Situation und
schlägt wirkungsvolle Gegenmaßnahmen vor.

 

 

 

 

 

Ophelia Nick
Neue Bauern braucht das Land
ISBN 978-3-96238-122-6
Erschienen am 7. Oktober 2019

Zufriedene Bauern, glückliche Tiere, idyllische
Landschaften: Romantische Vorstellungen prägen
unser Bild vom Bauernhof. Doch die Realität ist
längst eine andere.
Ein Plädoyer für gute Lebensmittel aus einer gesunden
Umwelt von der Biobäuerin und Politikerin Ophelia Nick.

 

 

 

Christian Hiß
Richtig rechnen!
Durch die Reform der Finanzbuchhaltung zur ökologisch-ökonomischen Wende
ISBN 978-3-86581-749-5
Erscheinungstermin: 04.06.2015

Ökologische und soziale Nachhaltigkeit kommt in unserer kapitalistisch orientierten Welt meist an letzter Stelle nach dem Motto: »Wir können uns Natur- und Umweltschutz und soziale Leistungen erst dann erlauben, wenn das Wirtschaftliche stimmt.« Dabei ist das heutige Verständnis von Kapitalismus lediglich eine zurechtgelegte Rumpfform seiner selbst und baut auf einem Konstruktionsfehler der betriebswirtschaftlichen Rechnung auf. Das Buch beschäftigt sich mit der Abbildung der ökonomischen Wahrheit in zukünftigen Bilanzen.

 

Josef Krammer, Franz Rohrmoser
Im Kampf um ihre Rechte:
Geschichte der Bauern und Bäuerinnen in Österreich
ISBN: 978-3-85371-342-6
2012 erschienen

Es geht um die Geschichte der Landwirtschaft und der
das Land bearbeitenden Menschen.
Über die Verfügungsmacht von Grund und Boden,
die ungleiche Verteilung und den Kampf um Gerechtigkeit.
Durch das ausführliche Datenmaterial ist es eine
Fundgrube für alle, die an der Landwirtschaft
interessiert sind.

 

Folgende Bücher können direkt im Büro bestellt werden:

Tanja Busse
Die Wegwerfkuh
ISBN: 978-3-89667-538-5
Erschienen am  30. März 2015

Wie unsere Landwirtschaft Tiere verheizt, Bauern ruiniert,
Ressourcen verschwendet und was wir dagegen tun können.

Tanja Busse ist eine renommierte deutsche Journalistin und selber aufgewachsen auf einem Bauernhof in Ostwestfalen. „Die Wegwerfkuh“ ist ein Buch das berührt, viele Fragen aufwirft, aber auch Antworten bietet. Es geht nicht nur um das Anprangern von Missständen in der Intensiv-Landwirtschaft, sondern es versucht auch, Lösungsmöglichkeiten und Alternativen aufzuzeigen.

 

Franz Rohrmoser
„Mein Einsatz für bäuerliche Zukunft.
Die Revolution für eine demokratische Ernährungspolitik hat begonnen“
2018 erschienen

Franz Rohrmoser erzählt in seiner neuen Autobiografie seine bewegte Lebensgeschichte.
Die Bauernbefreiung von 1848 ist unvollständig geblieben, schreibt Franz Rohrmoser. Sie muss heute endlich nachgeholt werden. Dazu bedarf es einer echten Demokratisierung der Agrarpolitik und Agrarwirtschaft in Österreich und in Europa. Die “Untertänigkeit” ist ein nicht aufgearbeitetes geschichtliches Erbe der Bauern. Es bedarf nicht nur neuer Strukturen, sondern auch neuer Selbstreflexion – gemäß dem Prinzip seiner Autobiografie: Das Politische ist persönlich, das Persönliche ist politisch.

Franz Rohrmoser ist auf einem Bauernhof im Salzburger Innergebirge geboren, Gründer der Österreichischen Berg- und Kleinbäuer_innen-Vereinigung (ÖBV), Konfliktforscher, Mitautor des Buches “Im Kampf um Ihre Rechte”

 

Kino-Filmtipps zu Weihnachten

BUT BEAUTIFUL
Nichts existiert unabhängig

Dokumentation, 116 Minuten, jugendfrei

Die neue Dokumentation von Erwin Wagenhofer (We feed the World, Let’s make Money, Alphabet) über die Freiheit glücklich zu sein!

BUT BEAUTIFUL stellt Menschen in den Mittelpunkt, für die das Verbindende der wesentliche Impuls für ein gelungenes Leben ist. Ein Film gegen die Angst und für den Mut zur Veränderung.

Alles wird gut.
So einfach macht es sich Erwin Wagenhofer nicht. In seinem neuesten Film BUT BEAUTIFUL sucht er das Schöne und Gute und zeigt Menschen, die ganz neue Wege beschreiten. Wie könnte ein gutes, ein gelungenes Leben aussehen? Ist ein „anderes“ Leben überhaupt möglich? Entstanden ist ein Film über Perspektiven ohne Angst, über Verbundenheit in Musik, Natur und Gesellschaft, über Menschen mit unterschiedlichen Ideen aber einem großen gemeinsamen Ziel: eine zukunftsfähige Welt.
Frauen ohne Schulbildung, die Solaranlagen für Dörfer auf der ganzen Welt bauen. Permakultur-Visionäre auf La Palma, die Ödland in neues Grün verwandeln. Ein Förster, der die gesündesten Häuser der Welt entwickelt. Ein geistliches Oberhaupt mit Schalk und essentiellen Botschaften und seine tibetische Schwester mit großem Herz für die Jugend. Ein junges Jazztrio, ein etablierter Pianist, eine beseelte kolumbianische Sängerin, die uns den Klang der Schönheit vermitteln. BUT BEAUTIFUL verbindet sie alle. Alles wird gut? Alles kann gut werden.

 

But Beautiful im Kinotreff Leone in Bad Leonfelden am:

Mittwoch, 04.12 – 20:15 Uhr
Mittwoch, 11.12 – 20:15 Uhr

 

 

FAIRTRADERS

Dokumentation, 94 Minuten, jugendfrei

Im inspirierenden Film „Fair Traders“ zeigt der renommierte Regisseur Nino Jacusso die Philosophie und Arbeit dreier Akteure des freien Markts und macht sie emotional miterlebbar – engagiertes Kino mit starken Bildern, das Mut macht, aktiv an der fairen Gestaltung unserer Zukunft teilzunehmen.

Wirtschaften muss auch fair gehen! Das dachten sich die drei Persönlichkeiten dieses Films und begannen sich neu zu orientieren. Sina Trinkwalder, früher Leiterin einer Marketing- Agentur, fertigt heute Zero-Waste-Kleidung mit Angestellten, die auf dem Arbeitsmarkt kaum eine Chance hätten. Der Textilingenieur Patrick Hohmann leitet zwei Großprojekte in Indien und Tansania für die Herstellung von Biobaumwolle, die er direkt vor Ort betreut und unterstützt. Und die ehemalige Pädagogin Claudia Zimmermann betreibt jetzt einen Biohof mit angeschlossenem Dorfladen in der Schweiz und engagiert sich gegen Food Waste. Die drei UnternehmerInnen befinden sich in den unterschiedlichsten Stadien ihres Lebens und ihrer beruflichen Laufbahn. Doch eins vereint sie: die tagtägliche Bemühung faire Arbeitsbedingungen und nachhaltige Produktion mit dem Kostendruck der freien Marktwirtschaft zu vereinen und zu zeigen, dass es möglich ist Produktion und Handel ethisch und fair zu gestalten. Es geht ihnen nicht um die Vergrößerung ihres Profits, nicht um Wachstum und Effizienzmaximierung, sondern um eine faire und soziale Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure.

 

 

Fairtraders Filmabend inkl. Filmdiskussion im Kinotreff Leone in Bad Leonfelden am:
Donnerstag, 5.12. – 20.00 Uhr

 

 

EU-weite Unterschriftensammelaktion von “Save Bees and Farmers!”

Die Allianz „Save Bees and Farmers!“ European Citizens-Initiative ist ein wachsendes Netzwerk von derzeit über 70 Umwelt-NGOs, Bauern- und Imkerorganisationen, gemeinnützigen Stiftungen und wissenschaftlichen Einrichtungen in der gesamten Europäischen Union, die zusammenarbeiten, um Landwirtschaft, Gesundheit und biologische Vielfalt in Einklang zu bringen.

Unterstützer der Initiative sind in Deutschland die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) und die Grünen, in Österreich die Berg- und Kleinbäuerinnen-Vereinigung ÖBV, in Italien der WWF und die Vinschgauer Obstbauern vom “Malser Weg” und in Frankreich die Mohnblumen-Bewegung. Die stellvertretende ÖDP- Landesvorsitzende Agnes Becker und der Grünen-Fraktions-Chef Ludwig Hartmann wollen sich als Erste in die Unterschriftenliste eintragen, meldet der Bayerische Rundfunk (BR).
Die Vision des ECI-Bündnisses “Save Bees and Farmers!” ist die einer Europäischen Union, in der die Landwirtschaft ein Faktor für das Wohlergehen der Menschen in Bezug auf Beschäftigung, Gesundheit und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt ist. Sie möchten dynamische ländliche Gebiete sanieren, in denen kleine Bauernhöfe den Dorfbewohnern menschenwürdige Arbeitsplätze bieten und gleichzeitig gesunde Lebensmittel im Einklang mit der Natur produzieren.
https://www.savebeesandfarmers.eu/