IG-Milch – Presseaussendung: Ergebnis der Einigung für Betroffene der Dürre sehr enttäuschend!

Pram: „Als ich von der Einigung der Regierung und der Höhe der Mittel bezüglich des Dürre-Hilfspaketes erfuhr, freute ich mich! Umso enttäuschender ist das Ergebnis in der geplanten Umsetzung und ich kann nur hoffen, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. So ein schlechtes Ergebnis für die wirklich Betroffen kann nur dann zustande kommen, wenn kein Praktiker mit am Tisch sitzt!“ so Andreas Hetzlinger, Obmannstellvertreter der IG-Milch, aus Pram in Oberösterreich.

„Was sich auf den ersten Blick gut anhört, ist dann handwerklich schlecht umgesetzt. Wenn wir auf unseren Höfen die immer knappen Ressourcen so verschwenderisch einsetzen würden, könnten wir nicht bestehen!“ so Ernst Halbmayr, Markenverantwortlicher von
„A faire Milch“, aus St. Peter in der Au in NÖ.

Es ist für uns unerklärlich, dass man sich in diesem Dürre-Jahrhundertereignis nicht die Mühe macht, die schwierig errungenen Mittel treffsicher einzusetzen. Eines ist jetzt schon sicher: Die am meisten betroffenen Milch und Grünlandbauern bekommen in dieser Ausgestaltung die wenigsten Mittel.

Dies ergibt sich aus folgenden Tatsachen:

  • Grünlandbauern sind prozentuell nur zu 20 Prozent versichert, weil sie bisher von Totalausfällen wie heuer noch nie betroffen waren
  • Grünlandbetriebe zahlen weniger Sozialversicherung, weil die Ertragskraft des Bodens niedrig ist
  • Stundung von Krediten und Zinszuschüsse kommen nicht so zur Geltung, weil Grünlandbetriebe weniger investieren können

Damit bleibt noch die Erhöhung des Bundesanteils der Hagelversicherungsprämie von 55% auf 65%. Dies wird aber für die jetzt betroffenen Betriebe erst wirksam, wenn die Kühe geschlachtet und damit das Produktionskapital für die nächsten Jahre zerstört ist.

Weiters ist auch zu befürchten, dass bei Häufung der Schadensereignisse die Prämien so stark steigen, dass sich diese wieder viele Betriebe nicht leisten können.

„Am meisten frustriert mich, dass alle Daten vorhanden wären, um zielgerichtet zu helfen. Auch die Hagelversicherung könnte aus dem Stand der Regierung die betroffenen Betriebe und Regionen nennen. So lange zu verhandeln und dann mit der Gießkanne zu arbeiten ist vollkommen unverständlich. Mit dieser Umsetzung der Dürrehilfe fließt ein Großteil der Mittel an den tatsächlich betroffenen Betrieben vorbei und das ist sehr, sehr schade!“ so Andreas Hetzlinger.

Rückfragehinweis:
Andreas Hetzlinger
Obmann Stellvertreter IG-Milch aus Pram in Oberösterreich
0650 7736652
office@ig-milch.at

Ernst Halbmayr
Mitbegründer European Milkboard und der Marke „A faire Milch“ aus St. Peter
in der Au in NÖ
0664 9249635
halbmayr@aon.at