IG-Milch unterstützt Bauernprotest und möglichen Widerstand gegen Milchpreissenkungen

Die IG-Milch unterstützt die für den 1. April in Wien geplante Demonstration des „Bündnis Zukunft Landwirtschaft“ (BZL) und ruft zur breiten Beteiligung auf. Die Initiative greift zentrale Probleme der heimischen Landwirtschaft auf und setzt ein notwendiges Zeichen gegen steigenden Druck auf die bäuerlichen Betriebe.

„Viele Höfe stehen mit dem Rücken zur Wand. Die Kosten steigen seit Jahren, die Auflagen werden mehr – und gleichzeitig fehlt die Perspektive. Es ist höchste Zeit, dass sich etwas bewegt“, sagt IG-Milch-Obmann Ewald Grünzweil.

Die Forderungen des BZL nach verpflichtender Herkunftskennzeichnung, Bürokratieabbau und fairen Wettbewerbsbedingungen werden von der IG-Milch ausdrücklich unterstützt. Auch die Kritik an internationalen Handelsabkommen wie Mercosur wird geteilt.

Gleichzeitig stellt die IG-Milch klar, dass die aktuelle Diskussion rund um mögliche Milchpreissenkungen die Situation weiter verschärft.

„Eine Senkung der Milchpreise in der jetzigen Situation ist völlig inakzeptabel. Das ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Betrieb, der unter steigenden Kosten arbeitet“, so Grünzweil.

Die IG-Milch kündigt an, mögliche Proteste gegen Milchpreissenkungen klar zu unterstützen.

„Wenn die Molkereien glauben, sie können jetzt wieder an der Preisschraube nach unten drehen, dann werden wir Widerstand unterstützen.“

Für die IG-Milch ist klar:

Das zentrale Problem bleibt die fehlende Wertschöpfung auf den Höfen.

„Alle reden über Auflagen, Herkunft oder Bürokratie – aber wenn am Ende der Preis nicht passt, geht sich das System nicht aus. Ohne gewinnbringende Preise gibt es keine Zukunft für die bäuerlichen Betriebe.“

Die IG-Milch sieht in den aktuellen Entwicklungen eine Chance, dass sich erstmals eine breitere Bewegung innerhalb der Landwirtschaft formiert.

„Es braucht jetzt Zusammenhalt und entscheidend ist, dass wir gemeinsam für bessere Rahmenbedingungen und faire Preise kämpfen“, so Obmann Grünzweil abschließend.