Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
sehr geehrter Herr Vizekanzler,
sehr geehrte Ministerinnen und Minister,
In vielen Regionen Österreichs herrscht durch die Jahrhundertdürre nach wie vor große Not.
Besonders betroffen sind Grünlandregionen mit Rinderhaltung.
Diese Betriebe leisten Tag für Tag schwere Arbeit, um das für das Klima und den Humusaufbau wichtige Dauergrünland der menschlichen Ernährung als Fleisch und Milch zugänglich zu machen.
Damit dies funktioniert ist eine höhe Präsenz am Hof, ein sparsamer Umgang mit begrenzten Ressourcen und schnelles Entscheiden durch ständig wechselnde Rahmenbedingungen notwendig.
Genau diese Umstände führen dazu, dass die Interessen dieser Betriebe in der eigenen Interessenvertretung, aber auch in Gesellschafts- und Tagespolitik und damit auch in den Medien nicht präsent sind. Dies ist auch der Grund, dass das sogenannte Dürre-Hilfspaket in der jetzt geplanten Umsetzung für die wirklich betroffenen Betriebe keine Hilfe ist.
Dieses mit circa 240 Millionen Euro ausgestattete Dürre-Hilfspaket ist vollkommen falsch konzipiert.
Mit der Not vieler schwer betroffener Betriebe wurde nach wochenlangen Verhandlungen zwar Geld aufgestellt, dieses landet aber nur in minimalem Ausmaß in den in den betroffenen Regionen.
Es kommt damit weder Futter noch Liquidität auf die Höfe. Die betroffenen Bäuerinnen und Bauern sind verzweifelt. Dies beschädigt das Vertrauen in die Regierung und deren Administration. Obwohl genau bekannt ist wer wie betroffen ist, wird mit der Gießkanne in einer budgetär angespannten Situation Geld verteilt. Solche Fehlentscheidungen beschädigen nicht nur das Vertrauen in die Regierung und das ganze politische System mit ihren ganzen Interessenpolitischen Organisationen, sondern gefährdet auch unsere Zukunft hinsichtlich Klimaschutz und Versorgungssicherheit.
Wir fordern sie daher auf, einen runden Tisch mit Vertretern aus allen bäuerlichen Organisationen, sowie der Hagelversicherung, der GeoSphere Austria, der Agrarmarkt Austria und der Statistik Austria einzuberufen um die Umsetzung des Dürre-Hilfspaketes neu, zielgerichtet und treffsicher zu gestalten.
Nehmen sie ihre staatspolitische Verantwortung war und wechseln sie kein politisches Kleingeld auf dem Rücken hart arbeitender Bäuerinnen und Bauern die durch Eine Jahrhundertdürre in Not geraten sind!
Mit der Bitte um verlässliche Rückmeldung
Andreas Hetzlinger im Namen der IG-Milch
Brief ergeht an: Bundeskanzleramt, Vizekanzleramt, Landwirtschaftsministerium, Finanzministerium
Rückfragehinweis
Andreas Hetzlinger Ernst Halbmayr
Andreas Hetzlinger
Obmann Stellvertreter IG-Milch aus Pram in Oberösterreich
0650 7736652
office@ig-milch.at
Ernst Halbmayr
Mitbegründer European Milkboard und der Marke „A faire Milch“ aus St. Peter
in der Au in NÖ
0664 9249635
halbmayr@aon.at