IG-Milch befürchtet Nachteile für OM Lieferanten
Pram: „Viele besorgte Bäuerinnen und Bauern haben sich in den letzten Wochen bei uns gemeldet, was denn die geplante Fusion für ihre Stellung als Lieferant bedeuten würde. Das Abstimmungsergebnis war erwartbar, die Folgen sind jedoch noch nicht absehbar!“ so Andreas Hetzlinger Obmannstellvertreter der IG-Milch aus Pram in Oberösterreich.
Doch eher überraschend war vor einigen Monaten die Ankündigung, dass sich die Berglandmilch (BLM) die Obersteirische Molkerei (OM) einverleiben möchte. Besonders eigenartig ist jedoch das Tempo das an den Tag gelegt wurde und das wird seine Gründe haben.
Es war wenig Zeit die Absichten und Auswirkungen dieser Fusion zu prüfen und die dadurch entstehende Marktmacht wird die Möglichkeiten der Mitbestimmung deutlich einschränken. In vielen Regionen ist man regelrecht existentiell dieser neuen Marktmacht ausgeliefert. Daher ist es besonders wichtig, dass die Lieferantenrechte gestärkt werden.
„Aus vielen Kontakten, Berichten, Vorfällen und Ereignissen die wir als IG-Milch und viele unserer Mitglieder mit der Berglandmilch hatten, befürchten wir eine Verschlechterung bei wichtigen Rahmenbedingungen. Besonders sichtbar wurde dies für die Betriebe, die über die Freie Milch Austria kurzzeitig ihre Milch lieferten. Da wurde klar, welche Folgen so eine Marktmacht für innovative Betriebe haben kann. Wir hoffen daher, dass bei der Prüfung der Bundeswettbewerbsbehörde dies erkannt wird und die Lieferanten durch Auflagen geschützt werden. Vor allem gilt das für Vertragsbedingungen, Transparenz, demokratische Rechte, Hofabholung und Direktvermarktung. Es ist eine Kernaufgabe unseres Vereins, den Bäuerinnen und Bauern eine Stimme zu geben im Kampf um ihre Reche bei solchen Machtkonzentrationen. Wie wichtig das ist, haben die Vorgänge der letzten Wochen gezeigt.“ so Andreas Hetzlinger.
Rückfragehinweis:
Andreas Hetzlinger
Obmann Stellvertreter IG-Milch aus Pram in Oberösterreich
0650 7736652
office@ig-milch.at
