Freiheit und Fairness erfordern Mut und Selbstverantwortung.
IG-Milch, Februar 2015

Interview zum Thema Direktvermarkter Regelung auf Radio FREEQUENNS live

Die neue Direktvermarktung Regelung in der Milchindustrie soll mit 1. März 2020 in Kraft treten. Was das genau bedeutet, darüber informiert der Obmann der IG-Milch Ewald Grünzweil im Gespräch mit Jackie Rehak.

https://cba.fro.at/442900

Medienberichte

13.2.2020: faz.net: Landwirtschaft in Deutschland : Jedem zweiten Bauernhof droht das Aus
Für Landwirte wird es immer schwieriger, in der eigenen Familie einen Nachfolger zu finden. Eine Studie zeigt, welche dramatischen Folgen das in den kommenden Jahren haben wird.

12.2.2020: derstandard.at: Molkereibesitzer: Kleine Bauern überleben nur in der Nische
Die Bauern klagen über zu niedrige Milchpreise. Landwirt Gerhard Wagner hat sich mit einer eigenen Molkerei zumindest von den Auflagen der Großmolkereien unabhängig gemacht

6.2.2020: derfreitag.de: Agrargipfel: Sozialpolitik ist nicht das Feld der Bauern
Das Argument „Wir brauchen billige Lebensmittel für die armen Menschen“ ist ein scheinheiliges Ablenkungsmanöver der Profiteure des industriellen Systems

Berichte zur aktuellen Presseaussendung

6.2.2020: der Standard.at: Milchbauern begehren gegen das System auf
Die IG-Milch liegt im Clinch mit der Molkerei Ennstal Milch. Die stellt Abschlagszahlungen in den Raum, die Bauern fühlen sich geknebelt.
Bauern im Milchkrieg. Geht es um dem Strauß, den die IG-Milch derzeit mit der Molkerei Ennstal Milch ausficht, fallen drastische Worte. Er verstehe ja gar nicht, warum er die Presse in Wien erneut zusammentrommeln müsse, poltert Ewald Grünzweil, rebellischer Obmann der IG und selbst lange Milchbauer im Mühlviertel. Zumindest bis Ende vergangenen Jahres.

6.2.2020: der Standard.at: Landwirte beklagen ihre schwierige Lage, helfen können sie sich aber nur selbst
Rund ein Drittel des Preises, den der Konsument für Milch bezahlt, landet bei den Bauern. Er ist der Molkerei aber nicht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert
Im Feinkostland Österreich gärt es wieder einmal. Eine Truppe an Rebellen begehrt auf. Es geht nicht um die Wurst, sondern um die Milch.

5.2.2020: www.finanzen.at: IG Milch droht Ennstal Milch weiterhin mit BWB-Beschwerde
Der alternative Milchbauernverein IG Milch droht der steirischen Ennstal Milch weiterhin mit einer Sachverhaltsdarstellung bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB), sollte eine geplante Abschlagsregelung für Direktvermarkter mit 1. März in Kraft treten. Die steirische Molkerei hatte ursprünglich die Richtlinie für Oktober angekündigt, dann aber nicht in Kraft gesetzt.

5.2.2020: kleinezeitung.at: Bauern gegen Ennstal Milch: Möglicher Abzug für Milch-Direktvermarkter sorgt wieder für Aufregung
Direktvermarkter-Regelung soll im März kommen – Kritischer Milchbauernverein kritisiert geplante Abschläge und ortet Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung.

5.2.2020: krone.at: Ennstaler Molkerei: Preisabzüge für Milchbauern sorgen für Aufregung
Groß war die Aufregung im Herbst, als geplante neue Regeln der Ennstal Milch für ihre Lieferanten, inklusive Preisabzüge, bekannt wurden. Nun treten sie entschärft in Kraft, wieder gibt es von einigen Landwirten, die Direktvermarktung ihrer Produkte betreiben, Kritik. Laut Molkerei sind die Regeln für eine bessere Planbarkeit notwendig.

 

Presseaussendung: Ennstal Milch droht kritischen Mitgliedern mit Existenzvernichtung!

Adaptierte Direktvermarkter-Regelung ist Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung!

Bad Leonfelden (OTS) – „Obwohl die Aufregung Ende letzten Jahres groß war, haben die Gremien der Ennstal Milch erneut eine diskriminierende Richtlinie für Direktvermarkter beschlossen. Der Entwurf vom Herbst 2019 wurde nach sehr kritischen Medienberichten nur abgeschwächt, aber in der Substanz ähnlich, erneut beschlossen und soll mit 1. März 2020 in Kraft treten“ empört sich Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch.

Im ersten Punkt wird eine regelmäßige Anlieferung gefordert. Sollte eine Absaugung unter 30 % (vorher 50 %) der höchsten Absaugung des Monats erfolgen, muss für die Monatsmilchmenge, die an die Molkerei geliefert wird, ein Strafbetrag von fünf Cent je Liter entrichtet werden.

Im zweiten Punkt ist die Höchstmenge, die ein Betrieb pro Jahr vermarkten darf, mit 80.000 kg (vorher 60.000) Milch festgelegt. Sollte er diese Grenze überschreiten ist für die gesamte Jahresmilchmenge, die an die Molkerei geliefert wird, ein Strafbetrag von fünf Cent je Liter (vorher zehn) zu entrichten.

Damit ist eine zukunftsfähige und arbeitswirtschaftlich vernünftige Direktvermarktung praktisch nicht möglich. Ebenso sind hier große Betriebe deutlich bessergestellt als kleine Betriebe, für die eine Direktvermarktung oft die einzige Möglichkeit ist, den Betrieb weiterzuführen. In jedem Fall ist es ein katastrophales Zeichen der marktbeherrschenden Molkerei, dass sie den Milchviehbetrieben in der Region jede Form von Selbstinitiative und Innovation erschweren. Gleichzeitig wird ein Grundrecht jedes Erzeugers, selber über seine erzeugten Produkte bestimmen zu können, außer Kraft gesetzt.

Wie so oft ist aus einer bäuerlichen Genossenschaft, die als Selbsthilfeorganisation gegründet wurde, nun Selbstzweck geworden. Und dieser Selbstzweck knebelt die eigenen Mitglieder und führt zu sklavenähnlichen Abhängigkeiten. Eine marktbeherrschende Stellung, wie sie die Ennstal Milch in ihrer Region hat, darf nicht zu Auswüchsen führen, sondern sollte zu einem besonders vorsichtigen Umgang mit den Marktteilnehmern und mit den eigentlichen Eigentümern führen. Dies erfordert jedoch moralisch gefestigte und verantwortungsvolle Funktionäre, die die Zeichen der Zeit verstehen und Argumenten zugänglich sind.

Georg Berger, Bauer vom Frienerhof in der Ramsau, ist auch betroffen von der neuen Direktvermarkter-Regelung: „Auch ein Brief der Tourismusverantwortlichen der Region Schladming -Ramsau konnte die verantwortlichen Funktionäre nicht zur Vernunft bringen. Besonders bedenklich ist, dass mit der Veröffentlichung der neuen Direktvermarkter-Regelung auch eine Drohung mit formuliert wurde. So heißt es in dem Rundbrief, dass bei drohendem Imageverlust durch einen Lieferanten für die Ennstal Milch in Absprache mit dem Obmann die Kritiker mit einer Liefersperre belegt werden, was die Existenzvernichtung des Betriebes bedeutet.“

Ernst Halbmayr, verantwortlich für „ A faire Milch“, sieht gravierende Einschränkungen: „Dies zeigt in erschütternder Weise, dass weder demokratische Grundprinzipien noch Hausverstand oder Anstand für die Verantwortlichen in der Molkerei gelten. Aber es sind auch die logischen Auswüchse, wenn die regionale Genossenschaft zu einer marktbeherrschenden Stellung kommt und die gesetzliche Interessensvertretung der Bauern – die Landwirtschaftskammer – durch den entstehenden Interessenskonflikt nicht tätig wird. Wir werden in jedem Fall eine Sachverhaltsdarstellung an die Bundeswettbewerbsbehörde übermitteln. Diese Vorgehensweise der Ennstal Milch bedarf einer grundsätzlichen juristischen Klärung.“

„Wir fordern daher die Verantwortlichen der Ennstal Milch auf, die neue Zusatzvereinbarung für Direktvermarkter ersatzlos zu streichen um weiteren Imageschaden von der Molkerei abzuwenden. Gleichzeitig ist die Drohung, kritische Äußerungen mit Existenzvernichtung zu bestrafen, sofort zurückzunehmen und die Statuten (§6 1.c) entsprechend zu ändern. Ansonsten müsste über den Obmann die Liefersperre ausgesprochen werden, da die Vorgehensweise der letzten Monate in jedem Fall dem Ansehen der Molkerei unnötig geschadet hat. Ebenso ist es notwendig, das Grundrecht der bäuerlichen Betriebe anzuerkennen, dass sie ihre selbsterzeugte Milch auch am Hof verarbeiten und vermarkten können. In jedem Fall sehen wir uns veranlasst, die diskriminierenden Regelungen und undemokratischen Vorgänge und massiven Drohungen bei den zuständigen Ämtern und Behörden, aber auch den Marktpartnern zu melden“, so Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch.

Rückfragen & Kontakt:

Ewald Grünzweil, Obmann IG-Milch: 0664 2023869
Ernst Halbmayr, Projektleiter A faire Milch: 0664 9249635
Georg Berger, Frienerhof: 0660 6008802

OTS-Presseaussendung: Ennstal-milch-droht-kritischen-mitgliedern-mit-existenzvernichtung

Aussendung Ennstal Milch
Schreiben Unterstützung Direktvermarktung_Kleinregion Schladming
Beispiel Berechnung Strafzahlung

O-Ton Pressemappe:

IG-Milch: Ennstal Milch droht kritischen Mitgliedern:
“Gesamte Pressekonferenz” 

Ewald Grünzweil:
“Was hat sich seit letztem Jahr in der Causa Ennstal Milch getan?”

Ewald Grünzweil:
“Wie ergeht es Milchbauern, die Kritik üben?”

Ernst Halbmayr:
“Wie waren die Reaktionen auf Ihren offenen Brief?”

Ernst Halbmayr:
“Wie sieht die Regelung konkret aus?”

Ernst Halbmayr:
“Wen betreffen diese Strafzahlungen?”

Ernst Halbmayr:
“Wie nutzt Ennstal seine Vormachtstellung aus?”

Ernst Halbmayr:
“Gibt es eine funktionierende Gesprächsbasis?”

Ernst Halbmayr:
“Erwägen Sie rechtliche Schritte?”

Georg Bauer:
“Mit wem suchen Sie das Gespräch?”

Georg Bauer:
“Wie sieht Ennstal Milchs Definition von Direktvermarktung aus?”

 

IG-Milch Einladung Pressegespräch

Ennstal Milch droht kritischen Mitgliedern mit Existenzvernichtung!

Adaptierte Direktvermarkter-Regelung ist Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung!

Neben Ewald Grünzweil und Ernst Halbmayr wird nun auch ein betroffener Direktvermarkter, der Genossenschaftsmitglied in der Ennstal Milch ist, teilnehmen.

Mittwoch, 5. Februar 2020, 10:30 Uhr

Café Museum
Operngasse 7 | 1010 Wien

Teilnehmer:

Ewald Grünzweil, Obmann IG-Milch
Ernst Halbmayr, Projektleiter A faire Milch
Betroffener Direktvermarkter – Genossenschaftsmitglied der Ennstal Milch

 

Kino-Filmtipp

„Milchkrieg in Dalsmynni“

vom Kampf einer Milchbäuerin gegen die entgleiste Monopolwirtschaft einer ehemaligen Solidargemeinschaft.

Landwirtschaft ist im Kino als Thema gerade total „in“. Allerdings geht es dabei meist entweder um die positiven Seiten des Öko-Anbaus oder die negativen Seiten der Massentierhaltung. Der isländische Regisseur Grímur Hákonarson („Sture Böcke“) nimmt sich in seinem zweiten Kinofilm allerdings einer sehr viel weniger medial ausgeschlachteten Problematik an: Als die isländischen Bauern vornehmlich im 19. Jahrhundert eigene lokale Genossenschaften gegründet haben, ging es darum, gemeinsam gegen die übermächtige Konkurrenz bestehen zu können. Aber inzwischen haben sich viele der Genossenschaften „verselbstständigt“ – und die Bauern sind erneut vollkommen abhängig, wenn diesmal auch von einer Organisation, die sie selbst geschaffen haben. In Hákonarsons Tragikomödie legt sich nun eine verwitwete Milchbäuerin mit einer besonders korrupten Genossenschaft irgendwo im isländischen Niemandsland an.

Ab 10.01.2020 in den Kinos!

https://thimfilm.at/Filmdetail/milchkrieg
Trailer auf youtube

 

Medienberichte

24.1.2020: elite-magazin.de: Die Milchbranche muss sich endlich neu erfinden!
Wenn 100 Vertreter der deutschen Milchwirtschaft eine Sektorstrategie erarbeiten, dann sollte man einen großen Wurf erwarten dürfen … Maßnahmen, mit deren Hilfe sich die Branche krisenfest und zukunftsorientiert aufstellen will. Denkste!

27.1.2020: bauernzeitung.ch: Deutschland: Edeka-Werbung treibt Bauern auf die Strasse
Der deutsche Lebensmittelhändler wirbt mit Komiker Otto Waalkes und zeigt wenig Wertschätzung für die Landwirtschaft.

22.1.2020: orf.at: Fairtrade im Inland: „Perfekte“ Lebensmittel per Urabstimmung
Die Konsumentinnen und Konsumenten bestimmen die Eigenschaften des Produkts, bevor es auf den Markt kommt – und auch den Preis. Gleichzeitig werden die Produzenten fair bezahlt. Was nach Utopie klingt, ist auf dem französischen Lebensmittelmarkt zum Erfolgsrezept geworden. „C’est qui le patron?!“ („Wer ist der Chef?“) wurde zur am schnellsten wachsenden Marke in Frankreichs Geschichte.

22.1.2020: agrarheute.com: Deutschland: Milchviehhaltung: Petition gegen den Preisverfall gestartet
Weil Landwirte von den aktuellen Preisen für Milch und Fleisch nicht leben können, hat Bernd Linke eine Online-Petition gestartet. Die Forderungen und den Link haben wir für Sie hier zusammengestellt. https://www.agrarheute.com/tier/rind/petition-gegen-preisverfall-gestartet-563945

8.1.2020: schweizerbauer.ch: Österreich: Jährlich 4000 ha Boden verbaut
In den letzten drei Jahren hat Österreich durch Verbauungen jährlich rund 4000 ha Agrarflächen verloren.

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Aktion für eine klimagerechte Landwirtschaft!

Wann? Dienstag, 21.01.2020 8:00 Uhr
Wo? Austria Center Wien, Kongresszentrum, Bruno-Kreisky-Platz 1, 1220  Wien (U1 VIC)

Am Dienstag den 21.1.2020, bei der Eröffnung der Wintertagung des Ökosozialen Forums mit dem Titel „Von Almen zu Palmen – Die Agrarpolitik im (Klima-)Wandel“, zeigen wir gemeinsam mit Farmers for Future, wie eine klimagerechte Landwirtschaft der Zukunft aussieht. Mit der Plattform „Wir haben es satt!“ werden wir in Zeiten der Verhandlungen der neuen Agrarpolitik ein deutliches Zeichen für eine Agrarwende setzen!
Zum Eröffnungstag der Wintertagung werden Ministerin Elisabeth Köstinger und Janusz Wojciechowski, EU-Agrarkommissar erwartet.

Sei auch du dabei – in Tracht oder ohne. Wir freuen uns, dich um 8:00 Uhr vor dem Austria Kongresscenter zu sehen. Melde dein Kommen bitte bei info@wir-haben-es-satt.at

Und damit die Botschaft der Aktion gut rüber kommt, basteln wir am Mittwoch, 15.1. ab 16.00 Uhr im Attac-Büro an Transparent und Zubehör. Sei dabei und mal und bastel mit uns. Anmeldung ebenfalls unter info@wir-haben-es-satt.at

 

ORF-Fernsehtipp “BAUER UNSER” am 2.1.2020

Der Film wurde leider aus dem Programm genommen und durch den Beitrag “Wer ist Sebastian Kurz?” ersetzt. Ein Ersatztermin steht leider noch nicht fest.

Am 2. Jänner 2020: ORF 1 um 20.15 Uhr “Bauer unser”

“Wachse oder weiche” – Über Jahrzehnte war Österreichs Landwirtschaft geprägt von diesem Leitspruch. Regisseur Robert Schabus, der selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, kennt diese Arbeitswelt, die sich im Spannungsfeld zwischen Profit und Nachhaltigkeit befindet. Weiterlesen…

Bauernproteste in Holland und Deutschland – Beitrag aus der aktuellen IG-MilchPost

In den letzten Wochen waren Tausende Traktoren in Holland und später auch in Deutschland auf den Straßen und in den Städten zu Protestaktionen unterwegs. Auslöser dafür waren Umweltprogramme und Insekten- und Bienenschutzmaßnahmen, die eine Extensivierung der Landwirtschaft nach sich ziehen. In Holland war sogar davon die Rede, dass die Tierbestände um 50 % reduziert werden müssen, um das Grundwasser und die Flora und Fauna zu schützen. Dies hatte in Holland zu Straßensperren und Verwüstungen durch aufgebrachte Bauern mit ihren Traktoren geführt. Kurz darauf hat sich über die sozialen Netzwerke in Deutschland die Gruppe „Land schafft Verbindung“ gegründet und auch Tausende Bäuerinnen und Bauern zu Traktoraktionen motiviert. Es war für viele überraschend, welche Breite die Bewegung sehr schnell bekam. Mit tausenden Traktoren wurden in mehreren Städten eindrucksvolle Veranstaltungen durchgeführt. Die Wut, Verzweiflung und Frustration im Bauernstand war deutlich spürbar. Doch was sind die Gründe und wofür kämpfen diese neuen Bewegungen? Weiterlesen…

Medienberichte

18.12.2019: krone.at: Bauern-Aufstand gegen Kammer in Schloss Krastowitz
Rund 50 Bauern besetzten, wie angekündigt, Mittwochvormittag das Klagenfurter Schloss Krastowitz, wo die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Kärnten läuft. Die Landwirte protestieren gegen die extreme Erhöhung der Einheitswerte und fordern den Rücktritt von LK-Chef Johann Mößler. Durch den Eklat musste die Sitzung für drei Stunden unterbrochen werden.

17.12.2019: schweizerbauer.ch: Niederlande: Milchbauern verklagen Bank
Eine Gruppe von zwölf niederländischen Milchbauern hat die Rabobank verklagt. Sie werfen dem Finanzinstitut vor, sie nicht vor den Risiken einer Betriebsaufstockung gewarnt zu haben.

11.12.2019: kaernten.orf.at: Abgaben für Bauern massiv gestiegen
Der Einheitswert, die Grundlage für die Bewertung landwirtschaftlicher Betriebe, ist Thema bei den Kärntner Bauern, weil bei einer Erhöhung auch die Abgaben gestiegen seien, heißt es von Betroffenen. Kommenden Mittwoch ist eine Protestkundgebung geplant.
 

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So entstanden die hohen Einheitswerte – Beitrag aus der aktuellen IG-MilchPost

Bei der letzten Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Kärnten haben verärgerte Bauern bei einer Demo wieder einmal die gestiegenen Einheitswerte an die Öffentlichkeit gebracht. Ihr Vorwurf an die Kammer war dabei, dass die Erhöhung mit voller Zustimmung der Landwirtschaftskammer passiert ist und sie daher den Rücktritt von Kammerpräsident Mössler fordern.

Laut Heimo Urbas, der vor Jahren das hoheitliche Desaster der Republik bei der Almvermessung („Almchaos“) aufgezeigt hatte, habe sich die finanzielle Belastung durch die Einheitswertanpassung für viele Betriebe drastisch verschärft. Bei manchen Betrieben habe sich die daraus resultierende Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge bei gleichzeitig sinkendem Einkommen verfünffacht! Es gibt bereits die ersten Exekutionsandrohungen der SVB.

Da unsere Bauernvertreter (mehrheitlich ÖVP) gerne verschweigen wie es wirklich zu diesen Erhöhungen gekommen ist, sollte man sie sich wieder einmal in Erinnerung rufen.

Wie aus dem Vorschlag der Landwirtschaftskammer vom 8. März 2012 zur Einheitswert-Hauptfeststellung eindeutig hervorgeht, haben damals alle neun Präsidenten der Landwirtschaftskammern eine Erhöhung der Einheitswerte ausdrücklich verlangt.

In Pkt. 1 wird die Vorverlegung der Hauptfeststellung und die Einrechnung der öffentlichen Mittel vorgeschlagen. Pkt. 3 behandelt die Grundsätze für die Hauptfeststellung: die Einheitswertsumme Landwirtschaft muss mind. 100 % zu derzeit 95 % betragen, die Einheitswerte sollen etwas höher als bisher sein, Miteinberechnung der öffentlichen Gelder der 1. Säule, höhere Gewichtung der Viehzuschläge. Unter Pkt. 6 werden die Beitragsgrundlagen in der Sozialversicherung behandelt.

Der Vorschlag der Landwirtschaftskammer: In Summe soll es zu keiner Verminderung der Beiträge bzw. der Beitragsgrundlagen kommen!

 

 

Dieser Beitrag stammt aus unserer aktuellen Zeitschrift:

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Zeitung direkt hier bestellen: office@ig-milch.at

Kosten: € 35,- jährlich für 4-5 Ausgaben

 

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Buchtipps zu Weihnachten

Tanja Busse
Das Sterben der anderen
ISBN: 978-3-89667-592-7
Erschienen am 26. August 2019

Naturschützer schlagen Alarm: Sie haben beobachtet,
dass die Zahl der Insekten in den letzten
27 Jahren um mehr als 75 Prozent abgenommen hat.

Tanja Busse analysiert schonungslos die Situation und
schlägt wirkungsvolle Gegenmaßnahmen vor.

 

 

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Kino-Filmtipps zu Weihnachten

BUT BEAUTIFUL
Nichts existiert unabhängig

Dokumentation, 116 Minuten, jugendfrei

Die neue Dokumentation von Erwin Wagenhofer (We feed the World, Let’s make Money, Alphabet) über die Freiheit glücklich zu sein!

BUT BEAUTIFUL stellt Menschen in den Mittelpunkt, für die das Verbindende der wesentliche Impuls für ein gelungenes Leben ist. Ein Film gegen die Angst und für den Mut zur Veränderung.

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EU-weite Unterschriftensammelaktion von “Save Bees and Farmers!”

Die Allianz „Save Bees and Farmers!“ European Citizens-Initiative ist ein wachsendes Netzwerk von derzeit über 70 Umwelt-NGOs, Bauern- und Imkerorganisationen, gemeinnützigen Stiftungen und wissenschaftlichen Einrichtungen in der gesamten Europäischen Union, die zusammenarbeiten, um Landwirtschaft, Gesundheit und biologische Vielfalt in Einklang zu bringen.

Unterstützer der Initiative sind in Deutschland die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) und die Grünen, in Österreich die Berg- und Kleinbäuerinnen-Vereinigung ÖBV, in Italien der WWF und die Vinschgauer Obstbauern vom “Malser Weg” und in Frankreich die Mohnblumen-Bewegung. Die stellvertretende ÖDP- Landesvorsitzende Agnes Becker und der Grünen-Fraktions-Chef Ludwig Hartmann wollen sich als Erste in die Unterschriftenliste eintragen, meldet der Bayerische Rundfunk (BR).
Die Vision des ECI-Bündnisses “Save Bees and Farmers!” ist die einer Europäischen Union, in der die Landwirtschaft ein Faktor für das Wohlergehen der Menschen in Bezug auf Beschäftigung, Gesundheit und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt ist. Sie möchten dynamische ländliche Gebiete sanieren, in denen kleine Bauernhöfe den Dorfbewohnern menschenwürdige Arbeitsplätze bieten und gleichzeitig gesunde Lebensmittel im Einklang mit der Natur produzieren.
https://www.savebeesandfarmers.eu/

 


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