Freiheit und Fairness erfordern Mut und Selbstverantwortung.
IG-Milch, Februar 2015

Medienberichte

12.6.2018: tvthek.orf.at: Report: Österreichischen Bauern droht EU-Förderkürzung
Für die Staaten ist nicht nur die absolute Summe ihrer Beiträge ins Budget relevant, sondern auch, welche Rückflüsse sie erhalten. Der größte Anteil entfiel bisher auf die Landwirtschaft. Das soll sich ändern. auf youtube zum Nachsehen

11.6.2018: agrarheute.com: Frankreich: Massive Proteste der Bauern gegen Palmölimporte
Französische Bauern wehren sich massiv gegen steigende Importe von Palmöl. Seit Sonntag blockieren sie Raffinerien und Tankstellen.

5.6.2018: tvthek.orf.at: REPORT:  Agrarmarkt – David gegen Goliath
Bauern in Österreich stehen unter enormem Preisdruck. Immer weniger Betriebe liefern immer größere Mengen zu immer kleineren Preisen. Eine Entwicklung, die sich auf dem Weltmarkt der Agrarindustrie vollzieht und vor allem die vielen Kleinbauern in Österreich trifft.

Die Milchbauern spüren die Übermacht von Handel und Molkereien besonders stark. Der „Report“ fragt nach: Wer verdient wie viel an einem Agrarprodukt? Welche Initiativen können Bauern von der Machtkonzentration von Handel und Industrie unabhängig machen? Und welche Rolle spielen die Konsumenten? Martina Schmidt und Jakob Horvat berichten.

zum Nachsehen

 

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Offener Brief: Für eine bäuerliche Landwirtschaft! Stoppen Sie CETA!

Sehr geehrte Bundesministerin, sehr geehrte Abgeordnete zum National- und Bundesrat, sehr geehrte Agrarlandesräte, sehr geehrte InteressenvertreterInnen,

wir wenden uns an Sie, da die Abstimmung zur CETA-Ratifizierung am 13. Juni im Parlament stattfinden wird.
 
Im Rahmen der Initiative „Bauern und Bäuerinnen gegen TTIP, CETA und TiSA“ haben 79 Ortsbauernausschüsse in Österreich und 2.195 Bauern und Bäuerinnen die Resolution für eine TTIP- und CETA-freie Landwirtschaft unterzeichnet.

Sie sehen in CETA eine Gefährdung für die bäuerliche Landwirtschaft in Österreich und in Europa und Kanada. Der zunehmende Konkurrenzdruck infolge des vermehrten Handels mit agroindustriell hergestellten Produkten würde die bäuerliche Landwirtschaft einem existenzbedrohenden Preiskampf aussetzen. Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards, sowie das Vorsorgeprinzip kommen unter Druck. Zugleich wird über die „Regulierungszusammenarbeit“ dem Einfluss von Agrarindustrie und Konzernen Tür und Tor geöffnet.

Sie fordern die Bundesregierung sowie die Abgeordneten des National- und Bundesrats auf, das CETA-Abkommen abzulehnen! Sie fordern die Präsidenten der Landwirtschaftskammern und die Agrarlandesräte auf, sich für eine Ablehnung einzusetzen!

CETA ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil es einen neuen Standard für zukünftige Abkommen setzt. Der Handel mit Kanada ist deshalb bei weitem nicht die das einzige Thema, das mit diesem Vertragswerk aufgeworfen ist. Darüber hinaus ist das Abkommen weiterhin nicht zustimmungsfähig. Seit 2016 gab es keine Änderungen am Vertragswerk, die Interessen der bäuerlichen Landwirtschaft wurden in diesem Abkommen nicht ausreichend berücksichtigt. Die Existenzbedingungen werden sich dadurch weiter verschlechtern. Darüber hinaus bleiben die bekannten Probleme der Sondergerichte für Konzerne ungelöst. Ein EuGH-Urteil zur Rechtmäßigkeit dieser Sondergerichte ist weiterhin ausständig – und dennoch soll die Umsetzung in Österreich in Hochgeschwindigkeit vorangetrieben werden. Seit September 2017 sind Teile des Abkommens in Kraft, jedoch ist das kontroverse Investorenschutzkapitel davon ausgenommen.

In Österreich lehnen 75 Prozent der Bevölkerung CETA ab, 562.552 Menschen haben das Volksbegehren gegen TTIP, CETA und TiSA unterzeichnet. Mehr als 400 Städte und Gemeinden stellen sich per Gemeinderatsbeschluss gegen die geplanten Konzern- und Deregulierungsabkommen.
 
Wir rufen Sie dazu auf, die Ratifizierung unter diesen Umständen zu verweigern. Dieses Abkommen muss gestoppt werden. Stattdessen braucht es eine EU-Handelspolitik, die im Dienste der Menschen, der bäuerlichen Landwirtschaft, der Umwelt und des Klimaschutzes steht.
 
Mit freundlichen Grüßen,
 
David Jelinek und Johann Kriechbaum
Obmänner der Österreichischen Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung, ÖBV-Via Campesina Austria

Ewald Grünzweil
Obmann der IG Milch

Clemens Stammler
Obmann der Grünen Bauern- und Bäuerinnen

Den offenen Brief_herunterladen

 

Kommt zur Aktion gegen CETA!

 
Am Mittwoch soll CETA im Parlament abgestimmt werden. Deshalb werden wir in der Früh dort stehen, wo die ParlamentarierInnen an uns vorbei müssen.

CETA – Es reicht! Sie fallen um, wir stehen auf! Und zwar am 13.06., ab 7:45 am Josefsplatz.

 

 

 

 

 

Fernseh-Tipp “David gegen Goliath” im Report

5.6.2018,   21.05 Uhr, ORF 2,   REPORT:  Agrarmarkt – David gegen Goliath

Wiederholung am 6.6.18: 11:55 Uhr

Bauern in Österreich stehen unter enormem Preisdruck. Immer weniger Betriebe liefern immer größere Mengen zu immer kleineren Preisen. Eine Entwicklung, die sich auf dem Weltmarkt der Agrarindustrie vollzieht und vor allem die vielen Kleinbauern in Österreich trifft.

Die Milchbauern spüren die Übermacht von Handel und Molkereien besonders stark. Der „Report“ fragt nach: Wer verdient wie viel an einem Agrarprodukt? Welche Initiativen können Bauern von der Machtkonzentration von Handel und Industrie unabhängig machen? Und welche Rolle spielen die Konsumenten? Martina Schmidt und Jakob Horvat berichten.

zum Nachsehen

 
 
 

Weltmilchtag: „Milchbartl“ befreit ErzeugerInnen nicht von der Geißel des Überschusses

Die Stimmung der österreichischen MilcherzeugerInnen ist ohne Zweifel auf einem absoluten Tiefpunkt. Trotz doppelt so hoher Verkaufspreise von Butter kommt bei den Milcherzeugebetrieben davon nichts an. Die starke Ausweitung der Milchproduktion seit dem Ende der Milchquote im April 2015 führte zu einem deutlichen Preisverfall. Dies hat die Einkommenssituation der MilcherzeugerInnen in Österreich dramatisch verschärft, ohne Aussicht auf Verbesserung. Anstatt sofort die Produktionsmenge zurückzufahren, gibt es immer noch Anreizsysteme, die Produktion auszuweiten. So gibt es immer noch Investitionszuschüsse (mit Steuergeld finanziert) für den Neubau von Milchviehställen, Staffelpreissysteme in den Molkereien und Mindestabholmengen für Hofabholung. Dies sind nur einige Beispiele einer völlig verfehlten Marktpolitik. Niemand übernimmt Verantwortung für ein Marktgleichgewicht. Die Verantwortlichen treffen sich lieber bei Milchköniginnen-Wahlen, Trachtenfesten und „Milchbartl-Challenges“. Damit wird der Gesellschaft eine heile bäuerliche Welt vorgegaukelt, die in keiner Weise der Realität entspricht.

„Wir als IG-Milch fordern daher anlässlich des Weltmilchtages Molkerei- und landwirtschaftliche InteressensvertreterInnen auf, allgemein verbindliche Mengenreduktionsmodelle zu entwickeln. Diese Maßnahme ist die einzige Chance, die dringend notwendigen höheren Erzeugerpreise zu erreichen. Gleichzeitig wäre das ein wichtiger Beitrag für die Umwelt und die Tiergesundheit, da die Übermengen ausschließlich mit Kraftfutter und nicht mit heimischem Gras erzeugt werden“, so Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch.

 

Medienberichte

31.5.2018: schweizerbauer.ch: «Aus Milchstreik nichts gemacht»
Martin Haab hat vor zehn Jahren zusammen mit seinen Kollegen von BIG-M zu einem Milchstreik in der Schweiz aufgerufen. Im Interview hält er einen Rückblick auf die turbulente Zeit.

30.5.2018: schweizerbauer.ch: «Exportdumping endlich stoppen»
Milchüberschüsse im Ausland zu entsorgen, sei keine Lösung. Die Bauernorganisation Big-M fordert eine Mengensteuerung und kündigt am 4. Juni eine “spektakuläre Aktion” an.

29.5.2018: elite-magazin.de: EU-Freihandel mit Australien und Neuseeland kritisch für Milchproduzenten

24.5.2018: blickinsland.at: Rinderbauern fürchten Freihandel mit Ozeanien

19.5.2018: derstandard.at: LK-Präsident: EU-Kommission spart nicht bei sich selbst
Der neue LK-Präsident Josef Moosbrugger will sich dafür einsetzen, dass Bauern mehr Geld für ihre Ware bekommen

16.5.2018: diepresse.at: Großbauern zittern um Förderungen
Den Bauern stehen Kürzungen ins Haus. Geplant ist auch eine Obergrenze von 60.000 Euro. In der EU fließen 80 Prozent der Förderungen an 20 Prozent der Betriebe.

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Fernseh-Filmtipp BAUER UNSER

Im Rahmen der ORF-Schwerpunktwoche „Schau, wo dein Essen herkommt!“ wird der Dokumentarfilm von Robert Schabus “BAUER UNSER” gezeigt:

Mittwoch, 23.5. um 20:15 Uhr auf ORF eins

 

Mehr Infos zu der Filmreihe:

http://muttererde.orf.at/

https://www.facebook.com/muttererdesocialmedia

 

Buchpräsentation und Diskussion zur Agrarpolitik

FRANZ ROHRMOSER:

Mein Einsatz für bäuerliche Zukunft – eine Autobiografie

am 8. Mai 2018, 19:00

Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz
Langenloiserstraße 4
3500 Krems

Franz Rohrmoser – Autor, Ernährungsrebell
Dr. Andreas Wagner – Lektor
Martina Walch – Moderation

Seit über 40 Jahren in der kritischen Agrardiskussion, setzt sich Rohrmoser für ein neues Modell politischer Arbeit, der „Politik von unten“ ein – mit dem Ziel eine neue, demokratische Ernährungspolitik auf der Grundlage des Welternährungsberichtes zu entwickeln. Wesentlich sind dabei Bündnisse zwischen Bäuerinnen und Bauern und aufgeklärten KonsumentInnen ebenso wie Zusammenarbeit und Standesvertretung über alle parteipolitischen Grenzen hinweg.

Ende der 1960er Jahre war der geborene Bergbauernsohn Rohrmoser mit seinem Bruder als Entwicklungshelfer im brasilianischen Amazonasgebiet, Anfang der 1980er Jahre wurde er Mitbegründer der Österreichischen Berg- und Kleinbäuer_innenvereinigung ÖBV Via Campesina und deren erster Geschäftsführer. 1986 gründete er die „Entwicklungswerkstatt Austria“ für Westafrika-Hilfe.

Mit seiner Website https://bauernkonflikte.wordpress.com/  bietet er ein Forum für offiziell unterdrückte, verschwiegene und verdrängte Fragen in der Agrarpolitik. Aktuell unterstützt er die IG-Milch in ihrem Kampf um eine nachhaltige demokratische Lebensmittelpolitik.

Einladung

 

Medienberichte

27.4.2018: orf.at: Risiko für Wild- und Honigbienen
Drei bienenschädliche Insektengifte (Neonicotinoide) werden europaweit verboten. Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsstaaten stimmten am Freitag mehrheitlich für ein Freilandverbot der Insektizide, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte. Der Einsatz in Gewächshäusern bleibt erlaubt.

25.4.2018: wp.de: Milchbauern fordern ein Ende der Überproduktion
Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter fordert am Rande der Agrarministerkonferenz in Münster von der Politik eine Marktregulierung ein.

24.4.2018: tvthek.orf.at: konkret: Wegwerf-Kühe
Im Ausland setzt man immer stärker auf sogenannte Turbokühe: Diese Rinder werden früh geschlachtet und gleichen Wegwerfprodukten, die man nach kurzer Zeit entsorgt. Ein Thema, das auch auf dem 1. Internationalen Tierschutzgipfel in Wien im Mittelpunkt stand.

25.4.2018: schweizerbauer.ch: Verluste der Milchbauern steigen
Konventionell wirtschaftende Milchbauern in Deutschland machen nach Berechnungen des Büros für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) seit Jahresbeginn wieder grössere Verluste.

21.4.2018: ooe.orf.at: Weniger Milchbauern aber größere Produzenten
Die Zahl der heimischen Milchbauern wird immer kleiner: Trotzdem sehen Milchgenossenschaften und Politik die Zukunft der Milchwirtschaft in OÖ durchaus zuversichtlich. Die bestehenden Höfe würden mehr und auch günstiger produzieren.

20.4.2018: tv-thek.orf.at: Zuversicht für Milchbauern
Sie werden immer weniger: pro Jahr haben in Oberösterreich zuletzt 400 Milchbauern den Betrieb eingestellt. Trotzdem sehen Milchgenossenschaften und Agrarpolitik die Zukunft der Milchwirtschaft im Bundesland durchaus zuversichtlich.

17.4.2018: tt.com: Neuseeland: Mehr Kühe als Menschen: Neuseelands Milch-Dilemma
Die rasant gewachsene Milchindustrie des Inselstaats gerät unter Druck. Die Umwelt leidet stark unter der Milchproduktion.

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Solidaritätsaktion 29.3.2018

Am Gründonnerstag in Wien unterwegs: für Gleichbehandlung und gegen Diskriminierung von Bäuerinnen und Bauern!

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmern für diese gelungene Veranstaltung!

mehr Bilder

Medienberichte zur Aktion:

29.3.2018: w24.at: 24 Stunden Wien, 29.3.2018
Interview mit Ewald Grünzweil ab Minute 3:50

29.3.2018: puls.com: Puls 4 News vom 29.3.2018
kurzer Bericht von Solidaritätsaktion ab den letzten 3:30 Minuten

29.3.2018: heute.at: heute am Punkt, 29.3.2018
ab Minute 0:44

30.3.2018: mosaik-blog.at: 200 Jahre Raiffeisen: Wie die Idee der Genossenschaft verraten wurde
Heute vor 200 Jahren wurde Friedrich Wilhelm Raiffeisen geboren. Der Raiffeisen-Konzern, der seinen Namen trägt, bezieht sich bis heute auf seine Idee der Genossenschaften. Doch welche Rolle spielen die Prinzipien einer Genossenschaft heute noch? Julianna Fehlinger hat genau hingesehen.

30.3.2018: tt.com: Zwei Jahrhunderte: Protestaktion zum Raiffeisen-Geburtstag
Heute wäre „Genossenschafts-Vater“ Friedrich Wilhelm Raiffeisen 200 Jahre alt geworden. Aktuell sehen sich „Milchrebellen“ vom Raiffeisenkonzern diskriminiert.

30.3.2018: nachrichten.at: IG Milch kritisiert Raiffeisen
WIEN. Die alternative Bauernorganisation IG Milch hat gestern, Gründonnerstag, erneut angeprangert, dass Molkereigenossenschaften manchen Bauern verringerte Milchpreise zahlen. Ministerin Elisabeth Köstinger müsse diese Diskriminierung beenden.

29.3.2018: diepresse.com: IG Milch: Milchrebellen zahlen noch immer Strafgebühren
IG-Milch-Obmann Grünzweil kritisiert das Verhalten der Milchgenossenschaften. Auch der “Oligarch Raiffeisen” bleibt von den Vorwürfen nicht verschont.

29.3.2018: news.at: IG Milch: Noch immer Preisabschlag für Milchrebellen:
Grünzweil: “Es gilt das Recht des Stärkeren und der Stärkere ist Raiffeisen”

29.3.2018: oe24.at: Traktor-Demo legt heute Wiener City lahm
Etwa 20 Traktoren ziehen quer durch die Wiener Innenstadt – Verkehrssperren. 

26.3.2018: kurier.at: Protestaktion unzufriedener Milchbauern
Sie fordern ein Ende der von ihnen kritisierten “Diskriminierungen im Genossenschaftssektor, insbesondere im Molkereibereich”.

26.3.2018: vienna.at: Traktor-Konvoi: Milchbauern protestieren am Donnerstag in Wien
Am Donnerstag werden in Wien wieder unzufriedene Milchbauern erwartet. Die Mitglieder der IG-Milch protestieren aus Anlass des bevorstehenden 200. Geburtstages von Friedrich Wilhelm Raiffeisen.

26.3.2018: derstandard.at: Protestaktion unzufriedener Milchbauern zum Raiffeisen-Geburtstag
Gegen “Diskriminierungen im Genossenschaftssektor, insbesondere im Molkereibereich”

24.3.2018: derstandard.at: Zum 200. Geburtstag: “Raiffeisen würde im Grab rotieren”
In Niederösterreich wirkte Raiffeisen einst allgegenwärtig, mit dem Bauernsterben brechen den Genossenschaften Mitglieder weg

 

 

Buchvorstellung

„Mein Einsatz für bäuerliche Zukunft. Die Revolution für eine demokratische Ernährungspolitik hat begonnen“

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Franz Rohrmoser erzählt in seiner neuen Autobiografie seine bewegte Lebensgeschichte.
Die Bauernbefreiung von 1848 ist unvollständig geblieben, schreibt Franz Rohrmoser. Sie muss heute endlich nachgeholt werden. Dazu bedarf es einer echten Demokratisierung der Agrarpolitik und Agrarwirtschaft in Österreich und in Europa. Die “Untertänigkeit” ist ein nicht aufgearbeitetes geschichtliches Erbe der Bauern. Es bedarf nicht nur neuer Strukturen, sondern auch neuer Selbstreflexion – gemäß dem Prinzip seiner Autobiografie: Das Politische ist persönlich, das Persönliche ist politisch.

 

 

Franz Rohrmoser

 

Franz Rohrmoser:

auf einem Bauernhof im Salzburger Innergebirge geboren, Gründer der Österreichischen Berg- und Kleinbäuer_innen-Vereinigung (ÖBV), Konfliktforscher, Mitautor des Buches “Im Kampf um Ihre Rechte”
www.bauernkonflikte.wordpress.com

 

 

 

 

Im Landgasthof Wirt im Feld, Steyr-Dietachdorf wird Franz Rohrmoser sein neues Buch am 4. April 2018 um 20:15 Uhr vorstellen.

 

7.2.2018: sn.at: Ein bewegtes Leben im Dienst der “Hilfe zur Selbsthilfe”
Mehr als 40 Jahre Entwicklungshilfe im In- und Ausland, zehn Jahre Kampf mit Parkinson und mehr – der Kuchler Franz Rohrmoser hat in seiner jetzt erschienenen Autobiografie viel zu erzählen.

 

Auszug aus dem Buch über die IG-Milch bei der Wien-Aktion (vor dem Raiffeisengebäude):

… Es herrschte dicke Luft. Enorme Spannung war da. Die Gruppe zeigte Nerven wie Drahtseil. Einige Herren im dunklen Anzug wirkten angespannt. So etwas war noch nie da. An den Fensterscheiben des Glasturmes in Wien, in dem im 20. Stockwerk Österreichs Milchproduktion zu 95 Prozent verwaltet wird, drückten sich Menschen die Nase platt, während der Bauer Grünzweil, in seiner besonnenen und humorvollen Art weitere Interviews abwickelte. Das ist die IG-Milch! Sie war mit diesem rebellischen, mutigen Akt am Machtzentrum der österreichischen Agrarpolitik angekommen. Das war spürbar. Sie läutete damit eine neue Epoche der Agrarpolitik ein, bei der die Milchbauern mehr mitzureden haben sollten. Die alte Untertänigkeit wurde damit ein Stück weiter aufgelöst. …

 

Solidaritätsaktion am 29. März 2018 in Wien

Wir dürfen Euch herzlich einladen zur:

Solidaritätsaktion IG-Milch, 29.3.2018, Bauern-Bäuerinnen

Solidaritätsaktion für diskriminierte Bäuerinnen und Bauern am 29.3.18 in Wien

Im Geiste des Gründers des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, fordern wir die Diskriminierungen im Genossenschaftssektor, insbesondere im Molkereibereich, umgehend abzustellen.

Die vor etwa einem Jahr von großen Molkereien – erst nach massivem öffentlichen Druck – zurück übernommenen Bäuerinnen und Bauern müssen noch immer Strafgebühren – sogenannte Schüttgebühren  – zahlen, die ihnen automatisch vom Milchgeld abgezogen werden. Manche von Ihnen, die Bio-Milch liefern, erhalten keinen Bio-Milchaufschlag auf den konventionellen Grundpreis.  

Friedrich Wilhelm Raiffeisen,  der Gründer der landwirtschaftlichen Genossenschaftsidee, würde sich angesichts dieser Ungerechtigkeiten und Ungleichbehandlung bäuerlicher Lieferanten im Grabe umdrehen.

Bei einer Aktion am 29. März wollen wir diese Diskriminierung in den öffentlichen Fokus stellen. Anfahrt mit den Traktoren schon am Mittwoch 28.3. nachmittags. 

Start ist am Gründonnerstag um 10 Uhr am Friedrich Wilhelm Raiffeisen Platz. Dauer bis ca. 11:30 Uhr.
Thema: “Raiffeisen würde sich im Grab umdrehen” 

Danach fährt der Konvoi zum Haus der EU. Dort soll es eine Aktion zur Abschaffung der Milchquote und zu ungerechten globalen Handelsbeziehungen geben.  

Anschließend (ca. 13.00 Uhr) wird eine Pressekonferenz abgehalten bei der unter anderem die Verträge, mit denen viele IG Milch Bauern momentan konfrontiert sind, zum Thema gemacht werden.

Zur Unterstützung haben wir uns drei Experten eingeladen:

Franz Rohrmoser,
erster Geschäftsführer der österreichischen Bergbauernvereinigung und kritischer Raiffeisenexperte

Wolfgang Pirklhuber,
ehemaliger Agrarsprecher der Grünen im Nationalrat

Heini Staudinger,
Gründer der Waldviertler Schuhwerkstatt und der neuen Genossenschaftsbewegung Rückenwind.

Wir freuen uns über Unterstützung von weiteren Organisationen. 

Team IG-Milch 

Medienberichte

24.3.2018: derstandard.at: Raiffeisen, ein wirtschaftlicher und politischer Machtfaktor
Zucker, Mehl und Stärke, Banken, Versicherungen und Medien: Die wahre Stärke des Raiffeisensektors ist seine politischen Vernetzung

19.3.2018: kleinezeitung.at: Milchpreis fällt wieder: Minus zehn Prozent in zwei Monaten
Ende 2017 haben Landwirte im Schnitt noch 42 Cent pro Kilogramm Milch erhalten. Im Februar waren es nur noch 38,2 Cent.

19.3.2018: orf.at: Freihandel und Fleischskandal: Bauernprotest in Brüssel
Die FUGEA-Landwirte befürchten Massenimporte durch Billigfleisch und sehen ihre auf kleine, regionale Produktion ausgerichteten Betriebe bedroht. Als jüngstes Negativbeispiel des auf immer billigeres Fleisch setzenden Handels gilt den Organisatoren zufolge der Skandal rund um die belgische Großschlachterei Veviba. Die Landwirte sehen sich als Opfer der Affäre, bei der unter anderem Fleisch mit falschem Haltbarkeitsdatum in den Handel kam.

13.3.2018: nachrichten.at: Gleich nach dem Buttermangel kam die Milchflut
LINZ. Molkereien ersetzen EU-Quoten durch Preissystem, das Mehrlieferung bestraft und Selbstbeschränkung belohnt.

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Medienberichte

28.2.2018: orf.at: Risikobewertung ohne Wenn und Aber
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Gefahr von Neonicotinoiden für Bienen in einer neuen Risikobewertung am Mittwoch klargestellt. „Die meisten Anwendungen neonicotinoider Pestizide stellen ein Risiko für Wild- und Honigbienen dar“, so die EFSA.

28.2.2018: topagrar.at: Auch Ennstal Milch mit neuem Begrenzungssystem
Mit der Ennstal Milch führt jetzt nach Berglandmilch und NÖM eine weitere Molkerei ein Mengenbegrenzungssystem ein. Die Kärntner Milch verzichtet hingegen heuer darauf.

27.2.2018: tirol.orf.at: Milchpreis für Bauern wird wieder gesenkt
Auf die Tiroler Milchbauern kommt der nächste Einkommensverlust zu. Erst Anfang Februar sank der Milchpreis, Anfang März sinkt er erneut. Wegen des großen Milchangebots in Europa schloss die Tirol Milch weitere Senkungen nicht aus.

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