Freiheit und Fairness erfordern Mut und Selbstverantwortung.
IG-Milch, Februar 2015

Medienberichte

10.11.2019: topagrar.com: Landwirte und Gesellschaft: Ideen für ein besseres Miteinander
Zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft eskalieren seit geraumer Zeit die Konflikte. Allerdings deuten sich auch Radikalisierungen der Landwirtschaft an, wie ein zunehmendes Leugnen von Problemen

31.10.2019 shz.de: Frust bei Landwirten groß : Nächste Bauern-Demo angemeldet: Dieses Mal Tausende Trecker in Berlin? Deutsche Landwirte planen erneut eine Großdemonstration – dieses Mal in Berlin. Bauern haben für den 26. November eine Kundgebung mit 5000 Teilnehmern in der Bundeshauptstadt angemeldet. – Quelle: https://www.shz.de/26189737 ©2019

Landwirte aus Mecklenburg-Vorpommern stehen am 22. Oktober mit ihren Treckern bei einer Protestaktion gegen das Agrarpaket der Bundesregierung im Rostocker Stadthafen. Foto: Stefan Sauer/dpa

Landwirte aus Mecklenburg-Vorpommern stehen am 22. Oktober mit ihren Treckern bei einer Protestaktion gegen das Agrarpaket der Bundesregierung im Rostocker Stadthafen. Foto: Stefan Sauer/dpa

 
31.10.2019: blickinsland.at: Studie bekräftigt Rückgang der Insekten
Wie die Tageszeitung Der Standard schreibt, wurde eine weitere Studie zur Insektenbiomasse veröffentlicht. Sie wurde in drei Regionen Deutschlands durchgeführt. Sie belegt, dass auf Wiesen in intensiv genutzten Gebieten nur noch ein Drittel der Insektenbiomasse des Jahres 2008 zu finden ist. Die Entwicklung greift auch auf nahegelegene kleinere Naturschutzgebiete und auch auf Waldgebieten über.  Sebastian Seibold und Jan Hebel sammelten zwischen den Jahren 2008 und 2017 mehr als eine Million Insekten, die rund 2700 Arten repräsentierten.
 
30.10.2019: stern.de: “Ein absurdes System”: Warum in der Milchwirtschaft ein Überfluss-Irrsinn herrscht
Die Lebensmittelindustrie ist mit fast 1,5 Billionen Euro ­Jahresumsatz der größte Wirtschaftszweig der EU, größer als die Auto- oder die Chemieindustrie. Und die Großkonzerne der Milchproduktion, also das, was früher mal eher genossenschaftlich organisierte Molkereien waren, lassen die Bauern in Europa viel zu viel Milch herstellen. Damit sie dann ihre Milchprodukte auf dem internationalen Markt gewinnbringend verkaufen können. Das ruiniert die Bauern hier. Aber beispielsweise auch in Westafrika.
Der Südtiroler Filmemacher Andreas Pichler drehte einen eindrucksvollen Dokumentarfilm über die Zustände in der Milchproduktion. Im stern spricht er über seine Erkenntnisse. Filmemacher Andreas Pichler: “Wenn eine Kuh nur Gras von der Weide frisst, gibt sie im Jahr maximal 6000 Liter Milch. Wenn man sie im Stall lässt und ihr zum Heu Kraftfutter beimischt, kann man auf bis zu 12.000 Liter kommen.” 
 
15.10.2019: schweizerbauer.ch: Deutschland: Milchpreis wie in Niedriglohnland
In Deutschland hat sich die Lage der Milchbauern verschlechtert. Gemäss dem vom MEG Milch Board fehlen den Produzenten 10,29 Cent (11.32 Rp.) pro Kilo Milch zur Kostendeckung. Die Milchauszahlungspreise in Deutschland bewegen sich gemäss dem MEG auf dem Niveau von Niedriglohnländern.
 
10.10.2019: agrarheute.com: Strukturwandel und Agrarpolitik: Höfesterben/EU: Jeden Tag geben 1000 Bauern auf
Das Höfesterben setzt nicht nur den Bauern in Deutschland zu. In anderen EU-Ländern ist es noch schlimmer. Der neue polnische EU-Agrarkommissar will gegensteuern.
 
 
 

Zukunftssymposium

Regionalentwicklung II

Das Zukunftssymposium als Startschuss in eine neue Regionalentwicklung fand heuer im Anschluss an die Jahreshauptversammlung der IG-Milch am 20.10.2019 in Dietach/Steyr statt. Wir bedanken uns herzlichst bei den zahlreichen Teilnehmern sowie auch bei den Referenten für ihre ausgezeichneten Vorträge zum Thema “regionale Landwirtschaft”. In den anschließenden Diskussionsrunden wurden viele brisante Themen abgehandelt, verschiedene Fragen rund um die Zukunft der Landwirtschaft gestellt und aufgearbeitet.

Weiters wurden die Teilnehmer eingeladen sich in Listen einzutragen, um in kleineren Arbeitskreisen an den einzelnen Themen weiterzuarbeiten:

        • Regionalwert
        • Finanzierung
        • Vermarktung
        • Hofübergabe

Die nächsten Treffen werden voraussichtlich Ende dieses Jahres/Anfang 2020 stattfinden. Wenn jemand noch Interesse hat hier mitzuarbeiten und eingeladen werden möchte, kann sich gerne noch anmelden: office@ig-milch.at

Hier noch ein paar Eindrücke der Veranstaltung:

So entstanden die hohen Einheitswerte – Beitrag aus der aktuellen IG-MilchPost

Bei der letzten Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Kärnten haben verärgerte Bauern bei einer Demo wieder einmal die gestiegenen Einheitswerte an die Öffentlichkeit gebracht. Ihr Vorwurf an die Kammer war dabei, dass die Erhöhung mit voller Zustimmung der Landwirtschaftskammer passiert ist und sie daher den Rücktritt von Kammerpräsident Mössler fordern.

Laut Heimo Urbas, der vor Jahren das hoheitliche Desaster der Republik bei der Almvermessung („Almchaos“) aufgezeigt hatte, habe sich die finanzielle Belastung durch die Einheitswertanpassung für viele Betriebe drastisch verschärft. Bei manchen Betrieben habe sich die daraus resultierende Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge bei gleichzeitig sinkendem Einkommen verfünffacht! Es gibt bereits die ersten Exekutionsandrohungen der SVB.

Da unsere Bauernvertreter (mehrheitlich ÖVP) gerne verschweigen wie es wirklich zu diesen Erhöhungen gekommen ist, sollte man sie sich wieder einmal in Erinnerung rufen.

Wie aus dem Vorschlag der Landwirtschaftskammer vom 8. März 2012 zur Einheitswert-Hauptfeststellung eindeutig hervorgeht, haben damals alle neun Präsidenten der Landwirtschaftskammern eine Erhöhung der Einheitswerte ausdrücklich verlangt.

In Pkt. 1 wird die Vorverlegung der Hauptfeststellung und die Einrechnung der öffentlichen Mittel vorgeschlagen. Pkt. 3 behandelt die Grundsätze für die Hauptfeststellung: die Einheitswertsumme Landwirtschaft muss mind. 100 % zu derzeit 95 % betragen, die Einheitswerte sollen etwas höher als bisher sein, Miteinberechnung der öffentlichen Gelder der 1. Säule, höhere Gewichtung der Viehzuschläge. Unter Pkt. 6 werden die Beitragsgrundlagen in der Sozialversicherung behandelt.

Der Vorschlag der Landwirtschaftskammer: In Summe soll es zu keiner Verminderung der Beiträge bzw. der Beitragsgrundlagen kommen!

 

 

Dieser Beitrag stammt aus unserer aktuellen Zeitschrift:

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Kosten: € 35,- jährlich für 4-5 Ausgaben

 

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Erweiterung des Konsumentenverständnisses – Beitrag in IG-MilchPost-Sonderausgabe

Auszug aus dem Zeitzeugenbericht, Kapitel 8:

Erweiterung des Konsumentenverständnisses

Das Verhältnis Erzeuger – Konsumenten neu denken: Vom Beschütztwerden zum Einmischen in die Ernährungspolitik bis zur Investitionsbeteiligung.

An dieser Stelle möchte ich in einer neuen Form die notwendige Zusammenarbeit von Erzeugern und Konsumenten auf regionaler Ebene andenken. Ausgangspunkt sind zwei Erkenntnisse, die ich hier nochmals wiederhole:

  • Erstens, dass die Regionalebene im Sinne einer künftigen regionalen Versorgungswirtschaft der wesentliche Handlungsraum für die Ernährungspolitik sein wird. Es kommt darauf an, wie die Potenziale entdeckt und zur Entfaltung gebracht werden; und dass vorhandene Ressourcen samt Artenvielfalt schonend eingesetzt und erhalten werden bzw. dass verlorene Arten wiederbelebt werden. In für alle Beteiligten überschaubaren regionalen Räumen können die Konsumenten sich an der Ernährungsfrage beteiligen und eine entscheidende Rolle der Mitentscheidung bekommen und übernehmen. „Die Zeit, in der die Bauern unter sich alleine ihre Agrarpolitik machen, ist vorbei“ sagt der Obmann der IG-Milch, Ewald Grünzweil.
  • Zweitens kann eine wirkliche Befreiung der Bauernfamilien aus ihren vereinnahmenden Strukturen jener diversen Grundherrn nur gemeinsam und in Bündnissen mit den Konsumenten Erfolg haben. In den ländlichen Regionen sollten dazu Diskussionsräume zur notwendigen Bewusstseinsbildung geschaffen werden, wo auch Konsumenten teilnehmen. Das wird den längst fälligen Demokratisierungsprozess in den ländlichen Regionen stärken und ermöglichen. Vor einer solchen bewussten Kooperation von Bauern & Kleingewerbe mit Konsumenten, sagen mir Freunde in Bayern, hat der deutsche Bauernverband bereits jetzt große Angst.

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EINLADUNG

ZUKUNFTSSYMPOSIUM 2019

REGIONALENTWICKLUNG II

Sonntag, 20. Oktober 2019, 11.00 Uhr – ca. 15.00 Uhr
Wirt im Feld, Ennser Str. 99, 4407 Dietach
(am Nordrand der Industriestadt Steyr)

„Zukunftsfähige regionale Versorgungswirtschaft“

Es geht um neue Perspektiven in einer regionalisierten Landwirtschaft. Durch Zusammenarbeit zwischen Bauern/Bäuerinnen, KonsumentInnen und dem regionalen Gewerbe wird für alle Beteiligten eine höhere Wertschöpfung mit mehr Autonomie angestrebt. Wir brauchen eine neue Form des betriebswirtschaftlichen Denkens und Rechnens. Christian Hiß, Referent des Symposiums zeigt, wie die Kosten der Umweltsanierung in die Betriebskosten eingerechnet werden. Dabei geht es um die Organisation kompletter und regionaler Wertschöpfungsketten – vom Rohprodukt bis zum Teller. Wir konnten ausgewiesene ExpertInnen und erfahrene PraktikerInnen für unser Symposium gewinnen.

Referenten:

  • Christian Hiß, Gärtner und Ökonom aus Freiburg. Seine Familie führte einen der ersten Biohöfe Deutschlands. Gärtnermeister, Pionier für regionale Wertschöpfung, Entwickler der Regionalwert AG. Autor von Büchern wie Regionalwert AG oder Richtig Rechnen, dabei zeigt Hiß auf, wie die Kosten der Umweltsanierung in die Betriebsrechnung einbezogen wird.
  • Andrea Heistinger aus St. Pölten, Agrarwissenschaftlerin, Soziologin, systemische Beraterin u. a. der „ARCHE NOAH“; zahlreiche Publikationen. Beide haben gemeinsam ein Forschungsprojekt zu diesem Thema bearbeitet. Heistinger ist Autorin mehrerer Bücher, zum Beispiel Handbuch Gemüse, Handbuch Samengärtner
  • Alexander Neunherz, hat an der Salzburger Universität in der ländlichen Entwicklung gearbeitet und in der Salzburger SPÖ
  • Julianna Fehlinger, ÖBV-Geschäftsleiterin, Expertin für außerfamiliäre Hofnachfolge

Wir freuen uns über Teilnehmer aus verschiedensten Bereichen:
Bauern/Bäuerinnen, KonsumentInnen, Fachleute der Regionalentwicklung, Bildungsfachleute, Schulleiter, Lehrer, Berater/Beraterinnen, Vertreter von Behörden im Bereich Ländliche Entwicklung im Ministerium für Nachhaltigkeit…

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EINLADUNG ZUR JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

am Sonntag, 20. Okober 2019, um 9:30 Uhr im Landgasthof “Wirt im Feld”, 4407 Dietachdorf.

Direkt im Anschluss an die Jahreshauptversammlung findet das angekündigte Zukunftssymposium 2019 – Regionalentwicklung II statt, zu dem wir auch recht herzlich einladen!

 

Tips Leserbrief “Wirren der IG-Milch” oder verwirrte Landwirtschaftskammer – Richtigstellung zu einer Presseaussendung der Bezirksbauernkammer Waidhofen

„Wirren der IG Milch“ oder verwirrte Landwirtschaftskammer

„Wirren der IG Milch“ oder verwirrte Landwirtschaftskammer. Der ehemalige Geschäftsführer Freie Milch Austria und Mitbegründer der IG Milch Ernst Halbmayr stellt richtig. Foto: Karin Novak

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Beitrag aus der IG-MilchPost Sonderausgabe

Auszug aus dem Zeitzeugenbericht, Kapitel 7:

DIE REGION ALS HANDLUNGSRAUM UND POTENZIALENTFALTUNG

Aus der bisherigen Geschichte lernen

Bei den Gesprächen und Analysen innerhalb der „IG-Milch“, in der ich seit vier Jahren mitarbeite, sind wir zum Schluss gekommen, dass die Bauern in den letzten fünfzig Jahren viele Bereiche der Wertschöpfung verloren haben. Also geht es in unserem Programm künftig darum, Teile der Wertschöpfung wieder in die Regionen zurückbringen. Wir packen das Thema an. Wir haben uns deshalb bereits im Oktober 2018 das erste Mal mit Christian Hiß, dem Spezialisten aus Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg), gekoppelt. Er hat große Erfahrung speziell im Bereich „regionaler Wertschöpfung“, der Entwicklung von Wertschöpfungsketten von der Produktion bis zum Essen auf dem Teller am Tisch. Er verwirklicht dies in Projekten der „Regionalwert AG“. Hiß denkt das Verhältnis vom Rohprodukt bis zum fertigen Lebensmittel beim Kunden neu zu Ende. Eine Besonderheit ist seine Miteinrechnung der Kosten ökologischer Umweltsanierung – zum Beispiel der Bodensanierung – in die Betriebskosten landwirtschaftlicher Betriebe.

Christian Hiß veröffentlichte im Jahr 2017 mit Andrea Heistinger aus St. Pölten und Thomas Frieder vom „AgrarBündnis“ in Konstanz (Bodensee) die Studie: „Von der bäuerlichen Landwirtschaft zur regionalen Versorgungswirtschaft“. Darin geht es, wie der Titel besagt, um regionales Wirtschaften. Besonderes Augenmerk liegt in dieser Studie darauf, dass Merkmale und Eigenschaften früherer regionaler Versorgung erkannt und erforscht werden, um diese in moderner, aktueller Form in die neue Regionalentwicklung zu integrieren. Diese Herangehensweise geht davon aus, dass man nicht alles einfach machen kann. Denn lebendige Prozesse kann man nicht machen, man kann sie nur entdecken und fördern. Anders gesagt: Man baut hier auf bewährten regionalen Strukturen auf. Man muss ja das Rad nicht immer wieder neu erfinden. Bei unserem Symposium am 20. Oktober 2019 wird die genannte Studie von zwei der Autoren, von Hiß und von Heistinger, vorgestellt werden. Dabei wird das Verhältnis angemessener Werkzeuge und Strukturen aus der Zeit vor der arbeitsteiligen Industrialisierung, in der die regionale Versorgung funktionierte, auf heutige Übertragungs-möglichkeiten hin neu gedacht. Diese Werkzeuge werden „funktionelle Eigenschaften“ genannt. Weiterlesen…

Entscheidung im Fall: Ennstal Milch stellt sich gegen Direktvermarktung und Regionalentwicklung

Nachdem diese Woche ein klärendes Gespräch zwischen den Betroffenen und Verantwortlichen stattfand, ist zumindest die geplante Regelung außer Kraft gesetzt. Das heißt jedoch noch nicht, dass hier eine vernünftige Nachfolgeregelung gefunden wird. Es ist daher besonders wichtig, die weiteren Vorgänge genau zu beobachten und jeden weiteren Versuch in die Grundrechte der Bäuerinnen und Bauern einzugreifen, abzuwehren. Besonders auffallend war, wie schwierig sich die gesetzliche Interessensvertretung, unsere Landwirtschaftskammer, tut. Da die Genossenschaften per Statut in den Gremien sitzen, wird hier mit anderem Maß gemessen. Jede andere Produktionssparte könnte sich so eine Regelung mit ihren Lieferanten nicht annähernd erlauben. Daher ist es umso wichtiger, dass die Milchbäuerinnen und -bauern eine eigenständige Interessensvertetung haben und das ist, wie man in diesem Fall sieht, die IG-Milch.
 

Reaktionen aus den Medien zur aktuellen Presseaussendung und zum Offenen Brief

17.9.2019: topagrar.com: Ennstal Milch: Neues Direktvermarkterregime vorerst vom Tisch
Groß war der Wirbel um neue Regeln für direktvermarktende Lieferanten der Ennstal Milch. Nach einem klärenden Gespräch zwischen Molkerei, Bauern und der Bezirksbauernkammer kommen die angekündigten Regeln vorerst nicht.

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Bergeübung mit unserer Faironika

Die Freiwillige Feuerwehr in Schwarzenberg hat die heurige Bergeübung mit unserer Faironika durchgeführt.
Wir bedanken uns beim Pflichtbereichskommandanten Bernhard Eichinger für die Zusendung der tollen Bilder der Übung!

Klimaprotest: Woche für die Zukunft

Wann: 20. bis 27. September 2019

Wo: In ganz Österreich

Wir unterstützen gemeinsam mit einer ganzen Reihe anderer Organisationen den Klimaprotest.at und rufen zur Teilnahme an der Week for Future und den Earth Strike auf! Von 20. bis 27. September werden tausende Menschen aller Altersgruppen gemeinsam auf die Straße gehen und für eine lebenswerte Zukunft kämpfen! Das Highlight wird der Earth Strike am 27.9.: Weiterlesen…

Presseaussendung

IG-Milch: Ennstal Milch stellt sich gegen Direktvermarkter

Eine böse Überraschung erlebten viele Bäuerinnen/Bauern, die ihre Milch an die Ennstal Milch liefern. Mit 1. Oktober soll eine neue Regelung für Direktvermarkter in Kraft treten, die jede Innovation und Initiative bestraft.

Auszug aus Rundschreiben Ennstal Milch KG:

„ …1. Regelmäßigkeit der Anlieferung: Anlieferungen in einem Monat unter 50 % der Höchstanlieferung des entsprechenden Monats werden als Unregelmäßigkeit eingestuft. In solchen Fällen wird ein Abzug von 5 ct/kg auf die gesamte Monatsmenge durchgeführt.

  1. Höchstmenge für die Direktvermarktung: Es dürfen max. 60.000 kg Milch (ab 80.000 kg Maßnahmen) verarbeitet werden. Wird diese Höchstmenge überschritten erfolgt als Maßnahme ein Abzug von 10 ct/kg auf die gesamte Jahresmenge (wurde bereits ein Abzug für unregelmäßige Lieferung einbehalten wird dieser gegenverrechnet). Auch die Feststellung der verarbeiteten Milchmenge wird gemeinsam durch die Hofberater mit dem Lieferanten getroffen. …“

Damit wird es unmöglich gemacht Wertschöpfung zurück auf den Hof zu holen und regionale Produkte zu erzeugen.

Die IG-Milch sieht da einen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung und einen direkten Zusammenhang mit Vorgängen in den letzten Jahren, wo Kritiker mit wirtschaftlicher Existenzvernichtung bestraft wurden. „Es ist kein Zufall, dass genau die Molkerei solch eine restriktive Regelung einführt, die vor Jahren gnadenlos gegen unseren Vorstand Michael Steiner vorgegangen ist, weil er es gewagt hat, den Geschäftsführer zu kritisieren“, so Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch. „Durch den tragischen Verlauf wurde ein Exempel statuiert, das den abhängigen Milchlieferanten keine Möglichkeit bietet, dagegen vorzugehen. Die Ennstal Milch hat in ihrer Region eine absolut marktbeherrschende Stellung und nützt diese schamlos aus. Hier sind bei den verantwortlichen Funktionären der Hausverstand und der Anstand verloren gegangen. Daher haben wir uns als IG-Milch entschlossen, entschieden dagegen vorzugehen. Mit einer Anzeige bei der Bundeswettbewerbsbehörde und beim Kartellgericht möchten wir, verbunden mit einem offenen Brief an diverse Unternehmen, Organisationen und Ämter, eine Klärung herbeiführen. Sollte es bei dieser Regelung bleiben, wird es im Ennstal keine regionalen Milchprodukte, keine Innovationen am Milchmarkt und keine Wertschöpfungssteigerung auf den Höfen geben. Dies wäre ein fatales Signal und gegen alle Vernunft.“

Gerade der Tourismus und viele Konsumentinnen und Konsumenten aber auch die Handelsketten, suchen nach authentischen, handwerklichen und regionalen Produkten. Dieses Vorgehen der Ennstal Milch ist unseres Erachtens eine Missachtung der Erwerbsfreiheit, der bäuerlichen Selbstständigkeit und Schaffenskraft. „Es ist undenkbar in anderen Produktionssparten solche Regelungen einzuführen. Ob bei Rindern, Schweinen, Holz, Getreide – niemand würde die Produzenten dazu zwingen 20 bis 30 % des Monats- oder Jahresumsatzes der gesamten angelieferten Menge in Abzug zu bringen, falls ein Teil selber vermarktet wird. Es wäre auch das Ende regionaler Entwicklung und der Genussregionen.

Solch eine Vorgangsweise muss einer rechtlichen Klärung zugeführt werden um den Anfängen zu wehren, die aus selbstständigen Bäuerinnen und Bauern Sklaven der Milchindustrie machen“, so Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch.

 

Bad Leonfelden, 11.9.2019

 

Rückfragehinweis:

Ewald Grünzweil, Obmann IG-Milch
0664 2023869
office@ig-milch.at
www.ig-milch.at

Ernst Halbmayr, Projektleiter A faire Milch
0664 9249635
halbmayr@aon.at

 

Rundschreiben Ennstal Milch

 

O-Ton Pressemappe:

11.9.2019  IG-Milch kritisiert Molkerei für „sittenwidrige Verträge“: Klagen werden geprüft

Ernst Halbmayr:
“Was sieht die neue Regelung vor?”

Ernst Halbmayr:
“Wie kommt es zu so einer Forderung?”

Ernst Halbmayr:
“Wie funktionieren Molkereien?”

Ernst Halbmayr:
“Was sind Ihre Wünsche?”

Ewald Grünzweil:
“Wieso empfinden Sie die Verträge als sittenwidrig?”

Ewald Grünzweil:
“Was sind die nächsten Schritte?”

 

 

Offener Brief

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Ennstal Milch stellt sich gegen Direktvermarktung und Regionalentwicklung

 

Missstände in Molkereiwirtschaft treiben seltsame Blüten

Die von uns oft kritisierten Abhängigkeiten zwischen Milchlieferanten und Molkereien haben nun zu extremen Auswüchsen geführt, die es nötig machen entschieden dagegen vorzugehen. Noch immer gibt es bei der NÖM und bei der Berglandmilch Strafgebühren für ehemalige Freie Milch-Lieferanten. Nun hat nach der größten Molkerei Österreichs, der Berglandmilch, auch die Ennstal Milch neue Regelungen für Direktvermarkter beschlossen. Weiterlesen…

Einladung Pressegespräch

Die IG-Milch lädt zum Pressegespräch:

IG-Milch: Ennstalmilch stellt sich gegen Direktvermarktung und Regionalentwicklung

Missstände in Molkereiwirtschaft treiben seltsame Blüten             

 

Mittwoch, 11. September 2019,  10:30 Uhr

Café Museum
Operngasse 7 | 1010 Wien

 

Teilnehmer:

Ewald Grünzweil, Obmann IG-Milch

Ernst Halbmayr, Projektleiter A faire Milch

 


Weitere aktuelle Berichte