Missbrauch im Agrarsystem – Rettung des Bachlerhofes

Innerhalb eines Tages ist es einem großen medial unterstützten Netzwerk gelungen, den Bachlerhof schuldenfrei zu kaufen. Von der IG-Milch haben wir in den letzten Jahren immer wieder auf das dahinter liegende Netzwerk von Raiffeiseninteressen hingewiesen, die seit Jahrzehnten Bauern zu Rohstofflieferanten degradiert und mit Investitions-Beratungen in technische Landwirtschaft in eine Schuldenfalle gelockt haben.

Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Arbeiten von Franz Rohrmoser unter dem Titel „Schwerer geistiger Missbrauch im Agrarsystem“. Die Arbeit ist unter diesem Link zu finden: https://www.ig-milch.at/schwerer-geistiger-missbrauch-im-agrarsystem-beitrag-aus-der-aktuellen-ig-milchpost-von-franz-rohrmoser/

Auszug aus der Analyse von Franz Rohrmoser, Konfliktforscher:

„Raiffeisen verdient so am meisten, weil die Intensivlandwirte ungleich mehr investieren bei Vorleistungen wie etwa Gebäude, Maschinen, Dünger, Futtermittel etc. und sie dank der Überschüsse viel billigen Rohstoff wie Milch liefern. Also verdient Raiffeisen zwei Mal und zusätzlich mit Krediten. Der investierende Landwirt wird dabei sehr rasch zum Sklaven. Geht das Ganze nicht gut, verliert er am Ende den Hof auch an Raiffeisen.“

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