Newsletter EMB, April 2011

Liebe Milchbäuerinnen und Milchbauern, liebe Interessierte,

dieser Newsletter ist doch noch einmal etwas länger geworden, gerade richtig, um ihn während eines Frühlingsschauers durchzulesen.

Er spiegelt wunderbar die verschiedenen Handlungsebenen und -orte des European Milk Board (EMB) und seiner Mitgliedsverbände wider. Das EMB ist in Brüssel vor Ort, wo der Agrarausschuss des Europäischen Parlamentes aktuell das Milchpaket der Kommission diskutiert. James Nicholson, Berichterstatter für Milch, hat seinen Kommentar des Milchpaketes vorgelegt und ist nun in der Auseinandersetzung mit seinen Parlaments-Kollegen, die zum Teil finden, dass das Milchpaket weitergehen müsse als es der Nicholson-Bericht, beispielsweise in Bezug auf die Bündelungsgrenzen, vorschlägt.

Es ist viel Bewegung in der Diskussion und es gibt mehrere Parlamentarier, die die Forderungen des EMB für sinnvoll halten und einbringen. Doch wie die Milchpolitik der EU in Zukunft aussieht, ob sie den Rahmen für kostendeckende Erzeugerpreise setzen wird, das bleibt noch abzuwarten. Mitentscheidend für den Erfolg der Milcherzeuger auf politischer Ebene ist der starke Druck von der Basis. Die Aktionen im österreichischen Salzburg, im deutschen Jena und im Schweizer Bern haben hierzu in den letzten Tagen einen wichtigen Beitrag geleistet. Und die Milcherzeuger warten nicht ab, bis die Politik ihnen Wege ebnet, sondern sie nehmen die Vermarktung ihrer Milch selber in die Hand. Die Freie Milch Austria hat wieder viele neue Mitglieder gewonnen und mehr und mehr österreichische Milch wird so nicht mehr direkt vom Erzeuger an die Molkerei über Einzelverträge abgegeben, sondern über diese erzeugergesteuerte Vermarktungsorganisation verkauft. In Luxemburg ist seit Februar D’fair Mëllech, die Faire Milch auf dem Markt. Und die Verbraucher zeigen durch ihr Kaufverhalten, dass sie für faire Erzeugerpreise und hohe Produktionsqualitäten sind.

Gute Lektüre!

Mit herzlichen Grüßen, Sonja Korspeter, EMB.

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