Berichterstattung in den Medien zur Presseaussendung

IG-Milch Obmann ruft zum Widerstand auf

18.01.2021: blickinsland.at

Zur Landwirtschaftskammerwahl am 24. Jänner 2021 erhebt der wiedergewählte Obmann Ewald Grünzweil seine Stimme, um Abhängigkeiten ungeschminkt aufzuzeigen, das Kammerwahlsystem zu hinterfragen und Wege aus der Sackgasse derzeitiger Landwirtschaft aufzuzeigen.

„Mit der medial angestoßenen solidarischen Entschuldungsaktion für den Bachler-Bauern auf der Krakauebene in der Steiermark (mehr als 400.000.- EUR Spenden) ist der Fokus auf die massive Verschuldung vieler Bauern in aller Öffentlichkeit gerückt.“ Der IG-Milch-Obmann Ewald Grünzweil holt diesen Einzelfall mit Blick auf die Kammerwahlen am 24. Jänner 2021 als signifikantes Beispiel nochmals vor den Vorhang: „Viele Bauern müssen sich in einem auf Abhängigkeiten gebauten Agrarsystem zurechtfinden, sind degradiert zum Billig-Rohstofflieferanten und der Grundannahme „Immer größer, immer mehr, immer technischer“ ausgeliefert. Technische Optimierung und Investitionen in die Vergrößerungen werden als einziger Weg in die Zukunft propagiert. Für diese Investitionen nehmen Bauern immense Kredite auf und werden so in die Abhängigkeit im vielfältigen Raiffeisenkonglomerat geführt.

Gesamter Beitrag

Landwirtschaftskammerwahlen

IG Milch: Was sich bei den Kammerwahlen ändern müsste

19.01.2021 – 05:00: wochenblatt-dlv.de: Josef Koch

Laut IG Milch braucht es bei den Kammerwahlen eine Umkehr in der Agrarpolitik und bei Verbandsstrukturen.

IG Milch Demo-Wien
© imago images / Chromorange

Die IG Milch schlägt zur bevorstehenden Landwirtschaftskammerwahlen am 24. Jänner Alternativen vor, damit Bauern aus der Sackgasse der Spezialisierung, der Intensivierung und des Wachstums und der damit verbundenen Schuldenfalle herauskommen.

„Wir müssen beispielsweise bei der Milchproduktion massiv mit der Leistung herunter, wir müssen ein massives Umdenken zusammenbringen und wir brauchen in Wahrheit eine komplette Umkehr und Abkehr von den bisher gepredigten Werten in der Ausbildung und Beratung“, so Obmann Ewald Grünzweil.

Gerade weil die „Regionalität und Direktvermarktung boomt“, warnt der Landwirt im Mühlviertel vor den dort oft neuen Ausbeutungsmechanismen. „Es kann nicht sein, dass die Bauersleute jetzt am Hof noch mehr von früh bis spät arbeiten müssen, um ihre Produkte zu veredeln, sie zu verpacken, und im bäuerlichen Hofladen feilbieten, auf den Markt zu fahren oder teilweise über das Internet zu verschicken. Dieser Mechanismus ist bei diesen Preisen ein Stück Selbstausbeutung“, so der IG Milch Obmann.  

Die Bauernfunktionäre und die politisch Verantwortlichen geben sich allerdings mit dieser Variante Bauer-Sein ihr attraktives Image. So sei zu bedenken, dass durch die Lage es nicht jedem Bauern möglich sei, in die Selbstvermarktung zu gehen.“

Gesamter Beitrag

© 2021 IG-Milch – Verein österreichischer Grünland- und Rinderbauern