Presseaussendung:

IG-Milch: Bauernbund macht politische Kehrtwende

“Mit Erstaunen sehen wir eine vollkommene Neuausrichtung der Bauernbundpolitik. Als wir vor 15 Jahren mit Protestaktionen gegen Dumpingpreise vorgingen, war der Kommentar des damaligen Bauernbundpräsidenten Fritz Grillitsch: ‚Begeben uns nicht auf Gewerkschaftsniveau‘. Als wir als IG-Milch Mindestpreise für Trinkmilch durchsetzen wollten, meinte der Bauernbund dazu, dass die Politik keine Preise mache, sondern nur der Markt. So bleibt es nur zu hoffen, dass diese Aktion nicht vor dem Hintergrund der Landwirtschaftskammerwahlen eine Ablenkung von den wahren Problemen der bäuerlichen Betriebe ist“, so Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch.

Es zeigt aber auch, dass im Milchbereich mit der Monopolstellung der Genossenschaften, deren Sitz in der Landwirtschaftskammer und der Dominanz des Bauernbundes ein besonders eigenartiges Verhältnis herrscht, das die wahren Marktgegebenheiten nicht widerspiegelt.

Wenn nun hohe politische Mandatare, die selber im Landtag oder im Parlament sitzen, gegen einen der größten Lebensmittelhändler zu Protestaktionen aufrufen, ist großes Misstrauen angebracht.

Die Hebel mit der GAP-Reform und durch Gesetze (Lebensmittelkennzeichnung,…) vernünftige Marktregeln herzustellen sind ungleich stärker, als jede Protestaktion vor Handelsketten. Die Geißeln der Landwirtschaft nicht nur im Milchbereich sind die von Produzenten selber verursachten Überschüsse und die dadurch notwendigen Exporte zu Dumpingpreisen. Weiterlesen

Presseaussendung: Ennstal Milch droht kritischen Mitgliedern mit Existenzvernichtung!

Adaptierte Direktvermarkter-Regelung ist Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung!

Bad Leonfelden (OTS) – „Obwohl die Aufregung Ende letzten Jahres groß war, haben die Gremien der Ennstal Milch erneut eine diskriminierende Richtlinie für Direktvermarkter beschlossen. Der Entwurf vom Herbst 2019 wurde nach sehr kritischen Medienberichten nur abgeschwächt, aber in der Substanz ähnlich, erneut beschlossen und soll mit 1. März 2020 in Kraft treten“ empört sich Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch.

Im ersten Punkt wird eine regelmäßige Anlieferung gefordert. Sollte eine Absaugung unter 30 % (vorher 50 %) der höchsten Absaugung des Monats erfolgen, muss für die Monatsmilchmenge, die an die Molkerei geliefert wird, ein Strafbetrag von fünf Cent je Liter entrichtet werden.

Im zweiten Punkt ist die Höchstmenge, die ein Betrieb pro Jahr vermarkten darf, mit 80.000 kg (vorher 60.000) Milch festgelegt. Sollte er diese Grenze überschreiten ist für die gesamte Jahresmilchmenge, die an die Molkerei geliefert wird, ein Strafbetrag von fünf Cent je Liter (vorher zehn) zu entrichten.

Damit ist eine zukunftsfähige und arbeitswirtschaftlich vernünftige Direktvermarktung praktisch nicht möglich. Ebenso sind hier große Betriebe deutlich bessergestellt als kleine Betriebe, für die eine Direktvermarktung oft die einzige Möglichkeit ist, den Betrieb weiterzuführen. In jedem Fall ist es ein katastrophales Zeichen der marktbeherrschenden Molkerei, dass sie den Milchviehbetrieben in der Region jede Form von Selbstinitiative und Innovation erschweren. Gleichzeitig wird ein Grundrecht jedes Erzeugers, selber über seine erzeugten Produkte bestimmen zu können, außer Kraft gesetzt.

Wie so oft ist aus einer bäuerlichen Genossenschaft, die als Selbsthilfeorganisation gegründet wurde, nun Selbstzweck geworden. Und dieser Selbstzweck knebelt die eigenen Mitglieder und führt zu sklavenähnlichen Abhängigkeiten. Eine marktbeherrschende Stellung, wie sie die Ennstal Milch in ihrer Region hat, darf nicht zu Auswüchsen führen, sondern sollte zu einem besonders vorsichtigen Umgang mit den Marktteilnehmern und mit den eigentlichen Eigentümern führen. Dies erfordert jedoch moralisch gefestigte und verantwortungsvolle Funktionäre, die die Zeichen der Zeit verstehen und Argumenten zugänglich sind.

Georg Berger, Bauer vom Frienerhof in der Ramsau, ist auch betroffen von der neuen Direktvermarkter-Regelung: „Auch ein Brief der Tourismusverantwortlichen der Region Schladming -Ramsau konnte die verantwortlichen Funktionäre nicht zur Vernunft bringen. Besonders bedenklich ist, dass mit der Veröffentlichung der neuen Direktvermarkter-Regelung auch eine Drohung mit formuliert wurde. So heißt es in dem Rundbrief, dass bei drohendem Imageverlust durch einen Lieferanten für die Ennstal Milch in Absprache mit dem Obmann die Kritiker mit einer Liefersperre belegt werden, was die Existenzvernichtung des Betriebes bedeutet.“

Ernst Halbmayr, verantwortlich für „ A faire Milch“, sieht gravierende Einschränkungen: „Dies zeigt in erschütternder Weise, dass weder demokratische Grundprinzipien noch Hausverstand oder Anstand für die Verantwortlichen in der Molkerei gelten. Aber es sind auch die logischen Auswüchse, wenn die regionale Genossenschaft zu einer marktbeherrschenden Stellung kommt und die gesetzliche Interessensvertretung der Bauern – die Landwirtschaftskammer – durch den entstehenden Interessenskonflikt nicht tätig wird. Wir werden in jedem Fall eine Sachverhaltsdarstellung an die Bundeswettbewerbsbehörde übermitteln. Diese Vorgehensweise der Ennstal Milch bedarf einer grundsätzlichen juristischen Klärung.“

„Wir fordern daher die Verantwortlichen der Ennstal Milch auf, die neue Zusatzvereinbarung für Direktvermarkter ersatzlos zu streichen um weiteren Imageschaden von der Molkerei abzuwenden. Gleichzeitig ist die Drohung, kritische Äußerungen mit Existenzvernichtung zu bestrafen, sofort zurückzunehmen und die Statuten (§6 1.c) entsprechend zu ändern. Ansonsten müsste über den Obmann die Liefersperre ausgesprochen werden, da die Vorgehensweise der letzten Monate in jedem Fall dem Ansehen der Molkerei unnötig geschadet hat. Ebenso ist es notwendig, das Grundrecht der bäuerlichen Betriebe anzuerkennen, dass sie ihre selbsterzeugte Milch auch am Hof verarbeiten und vermarkten können. In jedem Fall sehen wir uns veranlasst, die diskriminierenden Regelungen und undemokratischen Vorgänge und massiven Drohungen bei den zuständigen Ämtern und Behörden, aber auch den Marktpartnern zu melden“, so Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch.

Rückfragen & Kontakt:

Ewald Grünzweil, Obmann IG-Milch: 0664 2023869
Ernst Halbmayr, Projektleiter A faire Milch: 0664 9249635
Georg Berger, Frienerhof: 0660 6008802

OTS-Presseaussendung: Ennstal-milch-droht-kritischen-mitgliedern-mit-existenzvernichtung

Aussendung Ennstal Milch
Schreiben Unterstützung Direktvermarktung_Kleinregion Schladming
Beispiel Berechnung Strafzahlung

O-Ton Pressemappe:

IG-Milch: Ennstal Milch droht kritischen Mitgliedern:
“Gesamte Pressekonferenz” 

Ewald Grünzweil:
“Was hat sich seit letztem Jahr in der Causa Ennstal Milch getan?”

Ewald Grünzweil:
“Wie ergeht es Milchbauern, die Kritik üben?”

Ernst Halbmayr:
“Wie waren die Reaktionen auf Ihren offenen Brief?”

Ernst Halbmayr:
“Wie sieht die Regelung konkret aus?”

Ernst Halbmayr:
“Wen betreffen diese Strafzahlungen?”

Ernst Halbmayr:
“Wie nutzt Ennstal seine Vormachtstellung aus?”

Ernst Halbmayr:
“Gibt es eine funktionierende Gesprächsbasis?”

Ernst Halbmayr:
“Erwägen Sie rechtliche Schritte?”

Georg Bauer:
“Mit wem suchen Sie das Gespräch?”

Georg Bauer:
“Wie sieht Ennstal Milchs Definition von Direktvermarktung aus?”

 

IG-Milch Einladung Pressegespräch

Ennstal Milch droht kritischen Mitgliedern mit Existenzvernichtung!

Adaptierte Direktvermarkter-Regelung ist Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung!

Neben Ewald Grünzweil und Ernst Halbmayr wird nun auch ein betroffener Direktvermarkter, der Genossenschaftsmitglied in der Ennstal Milch ist, teilnehmen.

Mittwoch, 5. Februar 2020, 10:30 Uhr

Café Museum
Operngasse 7 | 1010 Wien

Teilnehmer:

Ewald Grünzweil, Obmann IG-Milch
Ernst Halbmayr, Projektleiter A faire Milch
Betroffener Direktvermarkter – Genossenschaftsmitglied der Ennstal Milch

 

Presseaussendung

IG-Milch: Ennstal Milch stellt sich gegen Direktvermarkter

Eine böse Überraschung erlebten viele Bäuerinnen/Bauern, die ihre Milch an die Ennstal Milch liefern. Mit 1. Oktober soll eine neue Regelung für Direktvermarkter in Kraft treten, die jede Innovation und Initiative bestraft.

Auszug aus Rundschreiben Ennstal Milch KG:

„ …1. Regelmäßigkeit der Anlieferung: Anlieferungen in einem Monat unter 50 % der Höchstanlieferung des entsprechenden Monats werden als Unregelmäßigkeit eingestuft. In solchen Fällen wird ein Abzug von 5 ct/kg auf die gesamte Monatsmenge durchgeführt.

  1. Höchstmenge für die Direktvermarktung: Es dürfen max. 60.000 kg Milch (ab 80.000 kg Maßnahmen) verarbeitet werden. Wird diese Höchstmenge überschritten erfolgt als Maßnahme ein Abzug von 10 ct/kg auf die gesamte Jahresmenge (wurde bereits ein Abzug für unregelmäßige Lieferung einbehalten wird dieser gegenverrechnet). Auch die Feststellung der verarbeiteten Milchmenge wird gemeinsam durch die Hofberater mit dem Lieferanten getroffen. …“

Damit wird es unmöglich gemacht Wertschöpfung zurück auf den Hof zu holen und regionale Produkte zu erzeugen.

Die IG-Milch sieht da einen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung und einen direkten Zusammenhang mit Vorgängen in den letzten Jahren, wo Kritiker mit wirtschaftlicher Existenzvernichtung bestraft wurden. „Es ist kein Zufall, dass genau die Molkerei solch eine restriktive Regelung einführt, die vor Jahren gnadenlos gegen unseren Vorstand Michael Steiner vorgegangen ist, weil er es gewagt hat, den Geschäftsführer zu kritisieren“, so Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch. „Durch den tragischen Verlauf wurde ein Exempel statuiert, das den abhängigen Milchlieferanten keine Möglichkeit bietet, dagegen vorzugehen. Die Ennstal Milch hat in ihrer Region eine absolut marktbeherrschende Stellung und nützt diese schamlos aus. Hier sind bei den verantwortlichen Funktionären der Hausverstand und der Anstand verloren gegangen. Daher haben wir uns als IG-Milch entschlossen, entschieden dagegen vorzugehen. Mit einer Anzeige bei der Bundeswettbewerbsbehörde und beim Kartellgericht möchten wir, verbunden mit einem offenen Brief an diverse Unternehmen, Organisationen und Ämter, eine Klärung herbeiführen. Sollte es bei dieser Regelung bleiben, wird es im Ennstal keine regionalen Milchprodukte, keine Innovationen am Milchmarkt und keine Wertschöpfungssteigerung auf den Höfen geben. Dies wäre ein fatales Signal und gegen alle Vernunft.“

Gerade der Tourismus und viele Konsumentinnen und Konsumenten aber auch die Handelsketten, suchen nach authentischen, handwerklichen und regionalen Produkten. Dieses Vorgehen der Ennstal Milch ist unseres Erachtens eine Missachtung der Erwerbsfreiheit, der bäuerlichen Selbstständigkeit und Schaffenskraft. „Es ist undenkbar in anderen Produktionssparten solche Regelungen einzuführen. Ob bei Rindern, Schweinen, Holz, Getreide – niemand würde die Produzenten dazu zwingen 20 bis 30 % des Monats- oder Jahresumsatzes der gesamten angelieferten Menge in Abzug zu bringen, falls ein Teil selber vermarktet wird. Es wäre auch das Ende regionaler Entwicklung und der Genussregionen.

Solch eine Vorgangsweise muss einer rechtlichen Klärung zugeführt werden um den Anfängen zu wehren, die aus selbstständigen Bäuerinnen und Bauern Sklaven der Milchindustrie machen“, so Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch.

 

Bad Leonfelden, 11.9.2019

 

Rückfragehinweis:

Ewald Grünzweil, Obmann IG-Milch
0664 2023869
office@ig-milch.at
www.ig-milch.at

Ernst Halbmayr, Projektleiter A faire Milch
0664 9249635
halbmayr@aon.at

 

Rundschreiben Ennstal Milch

 

O-Ton Pressemappe:

11.9.2019  IG-Milch kritisiert Molkerei für „sittenwidrige Verträge“: Klagen werden geprüft

Ernst Halbmayr:
“Was sieht die neue Regelung vor?”

Ernst Halbmayr:
“Wie kommt es zu so einer Forderung?”

Ernst Halbmayr:
“Wie funktionieren Molkereien?”

Ernst Halbmayr:
“Was sind Ihre Wünsche?”

Ewald Grünzweil:
“Wieso empfinden Sie die Verträge als sittenwidrig?”

Ewald Grünzweil:
“Was sind die nächsten Schritte?”

 

 

Offener Brief

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Ennstal Milch stellt sich gegen Direktvermarktung und Regionalentwicklung

 

Missstände in Molkereiwirtschaft treiben seltsame Blüten

Die von uns oft kritisierten Abhängigkeiten zwischen Milchlieferanten und Molkereien haben nun zu extremen Auswüchsen geführt, die es nötig machen entschieden dagegen vorzugehen. Noch immer gibt es bei der NÖM und bei der Berglandmilch Strafgebühren für ehemalige Freie Milch-Lieferanten. Nun hat nach der größten Molkerei Österreichs, der Berglandmilch, auch die Ennstal Milch neue Regelungen für Direktvermarkter beschlossen. Weiterlesen

Einladung Pressegespräch

Die IG-Milch lädt zum Pressegespräch:

IG-Milch: Ennstalmilch stellt sich gegen Direktvermarktung und Regionalentwicklung

Missstände in Molkereiwirtschaft treiben seltsame Blüten             

 

Mittwoch, 11. September 2019,  10:30 Uhr

Café Museum
Operngasse 7 | 1010 Wien

 

Teilnehmer:

Ewald Grünzweil, Obmann IG-Milch

Ernst Halbmayr, Projektleiter A faire Milch

 

Missstände am Milchmarkt gefährden KonsumentInnen und Klima

Die Lage am Milchmarkt ist nach wie vor sehr angespannt. Nur die starke Trockenheit letzten Jahres hat ein völliges Überlaufen des Marktes verhindert. Trotzdem sind die Erzeugerpreise auf einem für diese Verhältnisse ausgesprochen niedrigen Niveau. Dies drückt auf die Stimmung am Land und lässt die Landflucht weiter zunehmen.
„Wir stehen am Land nicht vor einem Strukturwandel, sondern vor einem Strukturbruch“, so Ewald Grünzweil, Obmann der IG Milch. Der Niedergang des ländlichen Raums steht in ursächlichem Zusammenhang mit dem Niedergang der Preise für landwirtschaftliche Produkte. Doch anstatt darauf entschlossen und zukunftsweisend zu reagieren werden die alten Systeme fortgeschrieben. Noch mehr Produktion, mehr Intensivierung und Kapitalisierung sind die Standardrezepte in landwirtschaftlichen Fachschulen und in der Betriebsberatung. Gleichzeitig löst diese Entwicklung immer mehr Konflikte auf dem Land zwischen Landwirtschaft und der übrigen Bevölkerung aus.

„Wir von der IG-Milch haben alles unternommen um hier einen Systemwandel einzuleiten. Gemeinsam mit den Grünen Bäuerinnen und Bauern und der Via Campesina Austria haben wir vor vier Jahren ein Milchmanifest geschrieben, das heute aktueller ist denn je. Mit der Marke „A faire Milch“ haben wir seit nunmehr 13 Jahren einen direkten Anknüpfungspunkt an die KonsumentInnen“, so Ernst Halbmayr, Projektleiter A faire Milch.
Das notwendigste aber auch schwierigste Projekt war die Gründung der Erzeugerorganisation Freie Milch Austria. Leider war es nicht möglich diese so wichtige Initiative aufgrund der unfairen Wettbewerbspraktiken auf dem Milchmarkt zum Erfolg zu führen.

Der Gang zur Bundeswettbewerbsbehörde sollte unerträgliche Missstände in der Molkerei-Wirtschaft abstellen. Kritik am System wird mit Existenzvernichtung bestraft. „Ich habe das am eigenem Leib miterlebt“, so Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch.
Viele Verträge einzelner Molkereien sind nicht zeitgemäß, sondern vermitteln den Eindruck von Leibeigenschaft. Es ist unverständlich, dass die Ermittlungen nach dem Regierungswechsel eingestellt wurden und grenzt an Staatskorruption. Kein Wunder, dass der Leiter der Bundeswettbewerbsbehörde kurz darauf von der österreichischen Molkereiwirtschaft zu einer Tagung eingeladen wurde. Ein Schelm, der hier einen Zusammenhang sieht. So sind viele Betriebe weiterhin in der marktbeherrschenden Stellung der Berglandmilch gefangen, ohne die Möglichkeit einer fairen Behandlung, geschweige denn einer gerechten Bezahlung ihrer Milch.

All dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Qualität der Milch, sondern auch auf das Klima. Die ständige Intensivierung und Leistungssteigerung bei den Milchkühen macht die Tiere krank. Kranke Kühe geben keine gute Milch und die Anzahl der kranken Kühe steigt mit jedem Tag, wo das alte System fortgeschrieben wird.
Gleichzeitig wird auch das Dauergrünland unwiederbringlich zurückgedrängt, was zu Humusverlust im Boden und zu zusätzlicher CO²-Freisetzung führt.

„Eigentlich müsste man ja verzweifeln angesichts dieser Umstände. Aber der Weltmilchtag ist ein guter Zeitpunkt um die vernünftigen Kräfte zu mobilisieren. Je mehr KonsumentInnen sich für die Hintergründe und Abgründe interessieren, desto wahrscheinlicher ist, dass sich doch noch etwas zum Guten hin wendet. Ich für meinen Teil habe beschlossen aus der Milchproduktion auszusteigen, aber das macht es auch leichter meinen IG-Milch-Freunden beizustehen“ so Ewald Grünzweil.

Bad Leonfelden, 29. Mai 2019

Rückfragehinweis:

Ewald Grünzweil
Obmann IG-Milch
0664 2023869
office@ig-milch.at
www.ig-milch.at

Ernst Halbmayr
ehemaliger Geschäftsführer Freie Milch Austria
Projektleiter A faire Milch
0664 9249635
halbmayr@aon.at

 

O-Ton Pressemappe:

Am 1. Juni 2019 ist Welt-Milch-Tag: IG Milch deckt Missstände in der Milchindustrie auf
29.05.2019

Ernst Halbmayr:
“Was sind die konkreten Missstände in der Milchindustrie?”

Ewald Grünzweil:
“Inwiefern gefährdet die Milchindustrie den Konsumenten?”

Ewald Grünzweil:
“Inwiefern gefährdet die Milchindustrie das Klima? ”

Ernst Halbmayr:
“Was ist problematisch an der Überproduktion von Milch in Österreich?”

Ernst Halbmayr:
“Was ist die IG Milch?”

Ernst Halbmayr:
“Wie kann man als Konsument feststellen, ob eine Milch fair produziert wurde?”

Gesamte Pressekonferenz:
“Missstände am Milchmarkt gefährden KonsumentInnen und Klima”

 

EINLADUNG PRESSEGESPRÄCH

Die IG-Milch lädt anlässlich des Weltmilchtages zum Pressegespräch:

Mittwoch, 29. Mai,  10:30 Uhr

Das Lokal im Hof KG, ehemalige Zentrale der Alpenmilch
Viktorgasse 22 / Weyringergasse 36
1040 Wien

Thema: Missstände am Milchmarkt gefährden KonsumentInnen und Klima

Teilnehmer:
Ewald Grünzweil, Obmann IG-Milch
Ernst Halbmayr, ehemaliger Geschäftsführer Freie Milch Austria
Johann Furtmüller, ehemaliger Geschäftsführer Bio Molkerei Lambach

 

2018 Presseaussendungen

25.9.2018: IG-Milch: Klimaschutz jetzt durch Extensivierung

1.6.2018: Weltmilchtag: „Milchbartl“ befreit ErzeugerInnen nicht von der Geißel des Überschusses

29.3.2018: Ministerin Köstinger muss agrarpolitische Diskriminierung durch Raiffeisenkonzern beenden!

26.3.2018: IG-Milch: Solidaritätsaktion am 29.3.2018 in Wien
Diskriminierung der Bäuerinnen und Bauern beenden

2017 Presseaussendungen

11.09.2017: IG-Milch: Buttermangel beweist das Chaos am Milchmarkt

01.05.2017: IG-Milch: Vorstand beschließt Fortsetzung der Milchsammlung der Berglandmilch-Betriebe

28.04.2017: IG-Milch: Eigeninitiative und Kritik werden von der Berglandmilch mit Existenzvernichtung bestraft

2016

14.06.2016: Milchdialog: Kurzfristige Erleichterung, aber keine nachhaltig wirksame Perspektive in Sicht

30.05.2016: IG-Milch und Wir haben es satt Plattform: 1. Juni Weltmilchtag – Milchdialog ist eine wichtige Chance Krise zu überwinden

25.05.2016: Pressegespräch IG-Milch, Attac, FIAN, ÖBV-Via Campesina am 30.5.2016

18.05.2016: IG-Milch: Untätigkeit verschärft Milchkrise

31.03.2016: MILCHKRISE: WIR ALLE SIND BETROFFEN!

Vor einem Jahr war es soweit: Die Milchquote, die Mengenvereinbarung zwischen Bauern und Bäuerinnen und Molkereien, wurde zum 31. März 2015 abgeschafft. Seitdem ist auch die Milchproduktion auf dem freien Markt. PolitikerInnen und Molkereien sprachen von einem notwendigen Schritt und fantasierten, dass die Märkte aufnahmefähig und stabil seien. Bäuerinnen und Bauern, Umwelt- und EntwicklungsexpertInnen betrachten die Situation mit großer Sorge.   weiterlesen

31.03.2016: IG-Milch: Milch-Manifest unter großem Rummel präsentiert

29.03.2016: IG-Milch: Ein Jahr ohne Quote und das Desaster ist perfekt!

01.03.2016: IG-Milch: Offener Brief zur Mengensteuerung

2015

04.09.2015: IG-Milch: Warum das Ende der Milchquote zu weniger bio, mehr kranken Kühen und schlechten Preisen führt

31.08.2015: Politik realisiert langsam die Dramatik der Milchkrise

27.07.2015: IG-Milch: Enttäuschung bei der IG-Milch über Milchkrisengipfel

28.05.2015: IG-Milch – Katerstimmung bei den österreichischen MilcherzeugerInnen am Weltmilchtag

31.03.2015: Ende der Milchquote – Anfang der Solidarität?

27.03.2015: IG-Milch: Aktionstag zum Ende der Milchquote

2014

05.11.2014: IG-Milch: Preisverfall bei Milch ist die logische Konsequenz des Überangebots

2013

11.11.2013: IG-Milch: A faire Butter bei Mitgliederversammlung präsentiert

27.5.2013: IG-Milch: Seltsame Vorgänge in der österreichischen Milchbranche

2012

19.11.2012: IG-Milch: “Strenge Regeln – faire Preise oder zügellose Freiheit”

13.11.2012: Einladung zur IG-Milch Jahreshauptversammlung

05.11.2012: Bauernvertretung forciert Abschaffung der Quote

03.11.2012: IG-Milch: 1000 Traktoren kommen nach Brüssel!

27.7.2012: “Realitätsverlust” bei den Agrarpolitikern

24.7.2012: IG-Milch: Milchpreissenkung als logische Folge fataler Milchmarktpolitik

2011

21.11.2011: Jahreshauptversammlung IG-Milch: hunderte Milchbäuerinnen und Milchbauern blicken unsicher in die Zukunft

16.11.2011: Einladung zur Jahreshauptversammlung der IG-Milch

31.5.2011: Presseerklärung IG-Milch: Jubelmeldungen der Molkereiwirtschaft nützen den Bäuerinnen und Bauern wenig

30.5.2011: Einladung zum Pressetermin: Dunkle Wolken über den österreichischen Milch- und Grünlandbauer